Wir freuen uns, Ihnen mit DIVE’25 ein vielschichtiges Programm zu präsentieren. Wie bei jeder lebendigen Veranstaltung kann es dennoch zu Änderungen kommen – wir danken für Ihr Verständnis und Ihre Offenheit für die Dynamik dieses Formats.
Erster Bundeskongress Design
- 8. Mai, 12:30 Uhr bis
10. Mai 2025, ca. 17:00 Uhr - Fat Cat
(ehem. Gasteig) - Rosenheimer Straße 5
81667 München
- Now or Never: Jetzt noch Tickets sichern
320 €
Living Programme
An dieser Stelle können Sie mitverfolgen, wie sich unser Programm konkretisiert – und so einen laufend aktualisierten Überblick über die mehr als 30 Programmpunkte mit über 80 Sprecherinnen und Sprechern bekommen. Alles im Flow – politisch, wirtschaftlich, organisatorisch. Deswegen: ohne Gewähr!
11:30 Uhr Registration
12:30 Uhr Ankommen, Kaffee & Tee trinken, Platz nehmen
12:45 Uhr Eröffnende Worte Moderation
Vor dem Tauchen muss man springen! – DIVE'25-Eröffnungsrede
Begrüßung durch den Bayerischen Wirtschaftsminister
Begrüßung durch den Referenten für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München
Dank an das Bundeswirtschaftsministerium durch den Präsidenten des Deutschen Designtags
Begrüßung durch bayern design als Veranstalter der mcbw
Die Welt gestalten – Vom Entwerfen und Verantworten
Die Welt gestalten – Vom Entwerfen und Verantworten
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Wenn wir Dinge gestalten wollen, die wirklich etwas Positives bewirken – etwa beim Aufbau einer Kreislaufwirtschaft, im Umgang mit Künstlicher Intelligenz oder im Kampf gegen die demokratiezersetzende Kraft sozialer Netzwerke –, dann reicht es für Gestalterinnen und Gestalter nicht mehr aus, nur über das Verhältnis von Form und Funktion nachzudenken. Echte Veränderung bedeutet, die Systeme hinter den Objekten mitzugestalten – die Bedingungen, unter denen sie entstehen. Der Architekturhistoriker Wouter Vanstiphout nennt das die »dunkle Materie« des Designs: den kulturellen, strukturellen und systemischen Teil einer Gestaltungsaufgabe, der zwar unsichtbar bleibt, aber grundlegend ist für ihre Lösung. Klingt das zu trocken, weil es wenig mit Ästhetik zu tun hat? Vielleicht. Aber: Kann ein Kleidungsstück schön sein, wenn es von Näherinnen unterhalb des Existenzminimums produziert wurde? Wie gut kann eine Kampagne gestaltet sein, wenn sie auf einer Plattform läuft, die nachweislich das Risiko für Essstörungen bei jungen Nutzerinnen erhöht? Willkommen im Dilemma – dem produktivsten Ort für Gestaltung, Politik und das Leben an sich.
Gespräch Florian Pfeffer mit dem DIVE'25-Kuratorium
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
Demokratie als Beteiligungsformat zum Anfassen
Demokratie als Beteiligungsformat zum Anfassen
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
In einer Zeit, in der demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten, stellt sich die Frage, wie Demokratie erfahrbar und verständlich gemacht werden kann. Jörg Sommer beleuchtet in seinem Vortrag den entscheidenden Beitrag von Social Design zur Stärkung demokratischer Kompetenzen und Prozesse. Anhand eindrucksvoller Beispiele und kritischer Reflexionen zeigt er auf, dass Demokratie mehr ist als ein abstraktes Prinzip – sie ist eine Kulturtechnik, die erlebt und erlernt werden muss. Sommer argumentiert, dass Demokratie nicht einfach als gegeben betrachtet werden kann, sondern aktiv gestaltet werden muss – durch Beteiligung, durch Selbstwirksamkeitserfahrungen und durch dialogische Prozesse. Er verdeutlicht, wie gut gestaltete, partizipative Formate Menschen befähigen, ihre eigene demokratische Handlungsfähigkeit zu entdecken und auszubauen. Der Vortrag betont, dass Demokratie mehr ist als eine Wahltechnik: Sie ist ein dynamischer Prozess, der von allen mitgestaltet werden kann und muss. Mit einem besonderen Fokus auf die Rolle von Design als Mittel zur Gestaltung und Förderung demokratischer Teilhabe fordert Sommer dazu auf, Demokratie als eine Form des Social Designs zu verstehen – als eine Gestaltungsaufgabe, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern durch Erfahrungen geprägt wird. Der Vortrag bietet Denkanstöße und praktische Impulse für Designerinnen und Designer, politische Akteur:innen und alle, die an der Weiterentwicklung demokratischer Strukturen interessiert sind.
Grenzen überschreiten, Brücken bauen (presented by GCES)
Grenzen überschreiten, Brücken bauen (presented by GCES)
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Transformation
- Slot:
- Design beyond Design
Wie gelingt es, neue Perspektiven zu entwickeln, kreative Disziplinen zu vernetzen und gemeinsame Zukunftsbilder zu entwerfen? Der German Creative Economy Summit (GCES), initiiert von der Hamburg Kreativ Gesellschaft, bringt seit zwei Jahren Vordenkerinnen und Vordenker, Macherinnen und Macher aus allen elf Teilmärkten der Kultur- und Kreativwirtschaft zusammen – von Architektur über Design bis Games, Musik und Software. Als Programmpartner von DIVE’25 bringt der GCES seine interdisziplinäre Perspektive in den Bundeskongress Design ein. Mit drei herausragenden Köpfen, die aktuelle Perspektiven an der Schnittstelle von Kreativität, Innovation, Wirtschaft und Gesellschaft beleuchten, steht dieser Programmpunkt exemplarisch für das Selbstverständnis beider Formate: kreative Kräfte bündeln, Impulse geben, Veränderung gestalten. Eine kurze Einführung in das GCES-Konzept und das anschließende Programm lädt dazu ein, über den Tellerrand hinauszuschauen – und dabei neue Möglichkeitsräume für Design und Kreativwirtschaft zu entdecken.
PAPILIO – eine innovative Straßenlaterne, die Licht im öffentlichen Raum neu denkt
PAPILIO – eine innovative Straßenlaterne, die Licht im öffentlichen Raum neu denkt
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Transformation
- Slot:
- Design beyond Design
Je höher wir unsere Städte bauen, um so windiger werden sie. Einerseits steigern Flurwinde, der Venturi-Effekt und Klimawandel die Windintensität, andererseits wird auch durch Menschen aktiv immer mehr Wind erzeugt. In diesen dicht besiedelten Gebieten nehmen die anthropogenen Einflüsse auf unseren Planeten immer weiter zu. Ein sich zuspitzendes Problem ist dabei Lichtverschmutzung. Während 83 Prozent der Weltbevölkerung schon heute unter einem unnatürlich hellen Nachthimmel leiden, wächst jedes Jahr die Menge des globalen künstlichen Lichts um sechs Prozent. Dies hat nicht nur ernste gesundheitliche Auswirkungen für Menschen, sondern vor allem gravierende Folgen für Flora und Fauna. Gleichzeitig verbraucht die Weltbevölkerung laut BMU für öffentliche Beleuchtung rund ein Fünftel der globalen elektrischen Primärenergie. Allein in Deutschland verursachen Straßenlaternen eine Emission von 2,5 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr. Die Straßenlaterne PAPILIO reduziert den ökologischen Fußabdruck öffentlicher Beleuchtung um ein Vielfaches, indem der Strom durch einen integrierten Windgenerator erzeugt und gleichzeitig Lichtverschmutzung minimiert wird. Zur Energiegewinnung dient ein diagonal ausgerichteter Savonius-Rotor, der sowohl aus vertikalen (natürlicher Wind), wie auch horizontalen Luftströmungen (z.B. Luftverdrängung durch Verkehr) klimaneutrale Energie erzeugt. Ein Akku speichert den erzeugten Strom und kann so auch windstille Phasen überbrücken. Dies macht es möglich, PAPILIO komplett autonom zu betreiben, sodass die aufwendige Verlegung von Elektrizitätsinftrastruktur entfällt. In meinem Vortrag werde ich von der Entwicklungsgeschichte der Leuchte erzählen, auf die Schwierigkeiten und Chancen eingehen und einen Ausblick geben, wie es damit weitergehen wird.
Nachhaltigkeit im Design – eine soziale Frage
Nachhaltigkeit im Design – eine soziale Frage
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Transformation
- Slot:
- Design beyond Design
Bei allen Diskussionen um Umweltschutz, Ressourcen & Recycling – wo bleibt die soziale Dimension von Nachhaltigkeit? Welchen Wert hat soziale Nachhaltigkeit und was bedeutet sie für Designerinnen und Designer? Anhand dieser Fragen gibt Leonie Sophie Werner einen Einblick in ihre Arbeit als Designerin für Nachhaltigkeitskommunikation, spricht über (un)sichtbare Werte im Design und zeigt auf, wie vielfältig und branchenübergreifend Nachhaltigkeit gedacht werden muss
Demokratie begreifen! Wieviel Partizipation kann Design?
Let's talk: Design beyond Design – Über das kreative und unternehmerische Potential von Transdisziplinarität
Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen
Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Weshalb assoziieren wir bei »Demokratie« spontan »Politik« und Teilhabe an Macht? Warum sind uns nicht zuerst unsere Mitmenschen gegenwärtig? Das alltägliche Zusammenleben ist reich an Herausforderungen. Eine demokratische Alltagskultur übernimmt wesentliche Aufgabe im Ausgleich gesellschaftlichen Spannungen, auch im Kontext sozio-ökologischer Wandel. Freiheitliche Demokratie ist ein Werte-Spender. Im Westen bezieht sie sich auf Werte des Humanismus. Die demokratische Gesellschaftsordnung überträgt das Wertegefüge in staatsrechtliche Strukturen – wie Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Teilhabe der Bevölkerung an staatlicher Macht. Zugleich fördert Demokratie die Entwicklung einer entsprechenden soziokulturellen Realität. Ein Beispiel ist die Veränderung der Vorstellungen von Geschlechtergerechtigkeit. Der Wandel beeinflusst das Zusammenleben nachhaltig, und wird demokratisch durch Staat und Zivilgesellschaft unterstützt. Demokratie im Alltag heißt, anderen Menschen mit grundsätzlicher Offenheit und Anteilnahme, Solidarität und Ermutigung zu begegnen. So üben wir den fairen Umgang miteinander. Menschen grundsätzlich zu achten, gehört zu demokratischer Haltung. Eine Nachbarin nicht zu grüßen, nur weil sie einer anderen Kultur angehört – »Ausländer raus!« –, ist eine Verhöhnung unserer Werte. Missachtung, allein aufgrund einer Andersartigkeit. Solches Verhalten verletzt den Werte-Konsens und rüttelt am gesellschaftlichen Zusammenhalt: Wer, aufgrund von Vorurteilen, anderen Menschen das Leben schwer macht, erzeugt ein Klima sozialer Missgunst, zerrüttet das Vertrauen auf das faire Miteinander. Und schwächt die kollektive Handlungsfähigkeit. Die Multiple Krise gefährdet unsere Zukunft, die unserer Nachkommen und noch härter die der nachfolgenden Generationen. Es gilt, zusammenzurücken und die Herausforderungen tatkräftig, im demokratischen Schulterschluss anzugehen. Mündige Bürgerinnen und Bürger sind gefragt.
16:30 bis 16:40 Uhr Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen // Intro Demokratie-Café (presented by Forum für Entwerfen)
16:30 bis 16:40 Uhr Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen // Intro Demokratie-Café (presented by Forum für Entwerfen)
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
Einführung in das Diskurs-Café
16:30 bis 17:30 Uhr Roundtable: Circular Design – Rahmen schaffen, Wandel ermöglichen
16:30 bis 17:30 Uhr Roundtable: Circular Design – Rahmen schaffen, Wandel ermöglichen
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Nachhaltigkeit
- Slot:
- Circular Design
Im Rahmen des Bundeskongresses DIVE’25 lädt ein exklusives Hintergrundgespräch dazu ein, die strukturellen Voraussetzungen für eine zukunftsfähige zirkuläre Wirtschaft gemeinsam zu beleuchten. Circular Design steht als zentrale Gestaltungsstrategie im Fokus – doch der Weg dahin ist für viele Unternehmen mit immensen Herausforderungen verbunden. Der Aufwand, bestehende Geschäftsmodelle, Lieferketten und Produkte auf Kreislauffähigkeit umzustellen, ist nach wie vor erheblich. In der Diskussion wird daher ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, welche politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen notwendig sind, um diesen Wandel konsequent und praxistauglich zu unterstützen. Gleichzeitig werden erfolgreiche Praxisbeispiele und Lösungsansätze diskutiert, die zeigen, wie Circular Design konkret und wirksam umgesetzt werden kann – als strategisches Instrument für Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft. Dieses Hintergrundgespräch bietet Raum für offenen Austausch, kritische Reflexion und gemeinsame Positionierung – mit dem Ziel, klare Forderungen an Politik und Wirtschaft zu formulieren und konkrete Ansatzpunkte für den weiteren Transformationsprozess zu identifizieren.
Made in Mittelstand – Wie Design Unternehmen prägt
Vom Wachstumsmotor zum Sinnstifter – Design zwischen Konsum und Suffizienz
Vom Wachstumsmotor zum Sinnstifter – Design zwischen Konsum und Suffizienz
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Reihe:
- Design & Transformation
- Slot:
- Design & Konsum
Unsere Gegenwart ist geprägt von einem tiefgreifenden Wandel: Die Überflussgesellschaft, lange Zeit Inbegriff von Wohlstand und Fortschritt, gerät unter Druck. Ressourcenknappheit, ökologische Krisen und soziale Polarisierung führen uns die Grenzen eines wachstumsbasierten Konsumparadigmas vor Augen. Zugleich wächst die Sehnsucht nach einem anderen Leben – einem, das von Qualität statt Quantität, von Achtsamkeit statt Überfluss geprägt ist. Design steht dabei im Spannungsfeld zwischen Motor und Mitgestalter des Wandels: Als Disziplin, die Begehrlichkeiten weckt, aber auch neue Bedeutungen stiften kann, trägt sie Mitverantwortung für den Ist-Zustand – und bietet zugleich enormes Potenzial, die Transformation hin zu einem werteorientierten Wirtschaften und Leben zu unterstützen. In diesem Bühnengespräch begegnen sich zwei profunde Gestaltende unserer Zeit: Uli Mayer-Johanssen, langjährige CEO von MetaDesign und Mitglied im Club of Rome Deutschland, und Markus Frenzl, Professor für Designtheorie und Leiter des Designkulturen Institut für Angewandte Designforschung (dci) an der Fakultät Design der Hochschule München. In der konzentrierten Atmosphäre der Black Box entfaltet sich keine Podiumsdiskussion, sondern ein Bühnengespräch, das sich Raum und Zeit nimmt – ein Austausch, dem man beim Denken zuhören kann. Was bedeutet Suffizienz im Kontext von Gestaltung? Wie verändert sich der Stellenwert von Design, wenn weniger Konsum nicht Verzicht, sondern Gewinn bedeutet? Welche historischen und systemischen Linien führen uns an diesen Punkt? Und welche neuen Narrative und kulturellen Veränderungen braucht es, um aus der Krise einen Aufbruch zu machen? Eine Einladung zum Innehalten. Zum Perspektivwechsel. Und zur Frage, was »genug« wirklich bedeutet.
16:40 bis 17:30 Uhr Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen // Demokratie-Café (presented by Forum für Entwerfen)
16:40 bis 17:30 Uhr Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen // Demokratie-Café (presented by Forum für Entwerfen)
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
Die Teilnehmenden entwickeln Ideen, wie Demokratie in kleinen und großen Maßnahmen als »bürgerschaftliche Teilhabe an der Gestaltung der eigenen Lebenswelt« erfahrbar gemacht werden kann: Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen Zweifel der Bevölkerung an der Fähigkeit der Demokratie, in Krisenzeiten die Bürgerinnen und Bürger zu einer effektiv handelnden Gemeinschaft zu einen, haben ein bedenkliches Ausmaß erreicht. Die Demokratie existiert vermeintlich neben oder über der Lebenswelt der Menschen im Land. Eine wesentliche Ursache dafür ist, dass die freiheitliche Demokratie soziokulturell nahezu überhaupt nicht wahrnehmbar ist. Diese Fehleinschätzung muss korrigiert werden. Das DIVE ’25 Diskurs-Café untersucht aus der Warte des Social Designs das Sinnstiftungspotenzial der freiheitlichen Demokratie. Themen des Diskus Cafés Der DIVE Demokratie-Diskus widmen sich diesen thematischen Schwerpunkten: • Bewusstwerdung: Welche in der Verfassung verankerten Werte durchdringen unseren Lebensalltag, vielleicht ohne dass uns bewusst ist, wie demokratische Werte unser persönliches bzw. gemeinschaftliches Verhalten beeinflussen? Welche alltäglichen oder herausragenden Situationen und Ereignisse rücken demokratischen Werte in unser Bewusstsein? • Verinnerlichen: Wodurch wird Verinnerlichung ausgelöst bzw. gefördert? Wie sehr beeinflusst ist die sinnliche Wahrnehmbarkeit der Werte die Verinnerlichung? • Darstellen / Kommunizieren: Wie – mit welchen Narrativen, Gesten, Zeichen und soziokulturellen Ritualen etc. – kann Social Design demokratische Werte im Alltag markieren? Mit welchen Projektstrategien sollte Social Design junge Menschen / Schülerinnen und Schüler für demokratische Werte erschließen? Kann Social Design den öffentlichen Diskurs zu demokratischer Gemeinschaftskultur anfeuern – und offensiv in kontroverse Debatten eingreifen? Dies sind Impulsthemen, mit denen der Diskurs eröffnet wird. Den Teilnehmenden steht es frei, eigene Themen-Zirkel innerhalb des Diskurses zu initiieren.
Design macht Dienstleistung erlebbar – Markenführung bei Studiosus Reisen
Design macht Dienstleistung erlebbar – Markenführung bei Studiosus Reisen
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Design & Mittelstand
Ein gut gehütetes Geheimnis vorweg: Der Eiffelturm ist bei einer Studiosus-Reise genauso hoch wie bei einer TUI-Reise. Auch der Grand Canyon bleibt bei einer Studiosus-Reise genauso tief und lang wie bei einer individuell organisierten Reise. Und die Pyramiden sind stets gleich alt – unabhängig vom Veranstalter. Dennoch vermittelt eine Reise mit Studiosus, Europas größtem Studienreiseveranstalter, ein einzigartiges Erlebnis. Doch wie lässt sich ein Dienstleistungskonzept visualisieren? Wie kann man eine Reise nach Paris bewerben, ohne den Eiffelturm zu zeigen? Oder New York ohne die Freiheitsstatue? Wie zeigt man Einzigartigkeit, wenn alle Anbieter die gleichen Sehenswürdigkeiten besuchen und diese aus demselben Bildmaterial präsentieren? Nach einigen Irrungen und Wirrungen hat Studiosus vor 25 Jahren einen Weg eingeschlagen, der die Markenkommunikation bis heute prägt. Guido Wiegand erklärt, warum Ästhetik allein für eine erfolgreiche Markenkommunikation nicht ausreicht.
170 Jahre Design trotz und wegen Nachhaltigkeit
170 Jahre Design trotz und wegen Nachhaltigkeit
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Design & Mittelstand
Wie man vom Filzhut zum Hausschuh bis hin zum Sneaker aus Ochsenblut kommt und in 6 Generationen über 170 Jahre deutsche Industrie- und Designkultur seit 1856 überlebt, erzählt Sebastian Thies runtergebrochen in wenigen Minuten. Thies gibt einen Einblick in den Alltag eines Münchner KMUs, dass seine Produkte in globak verkauft und es vom Schaufenster kleiner lokaler Schuhhändler in die Museen und Departmentstores auf der ganzen Welt geschafft hat. Mehrere Weltkriege, Enteigungen, Weltwirtschaftskrisen und Pandemien hat die Marke thies 1856 bereits überstanden und dennoch, oder gerade deshalb fühlt sie Firma nachbwie vor wie ein Startup für die leitende Generation an und bringt Projekte wie das 2007 gegründete nachhaltige High-End Label nat-2 auf dem Markt. Wie es dazu kam, eine Brand mit Sneakern aus Moos, Naturstein, Zunderschwamm oder Heuwiese zu gründen und manchmal ein Markt für ein Produkt geschaffen werden muss? Das und mehr erfahren sie in dem Impulsvortrag: 170 Jahre Design trotz und wegen Nachhaltigkeit
Let's talk: Made in Mittelstand – Wie Design Unternehmen prägt
Mode neu denken – Studie Status Deutscher Mode des Fashion Council Germany
Mode neu denken – Studie Status Deutscher Mode des Fashion Council Germany
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Mode wärmt, kühlt, versteckt, kann Haltung und Gefühle ausdrücken, von Lebensfreude, Verletzbarkeit, Trauer erzählen. Jenseits aller Emotion hat der Fashion Council Germany in Zusammenarbeit mit eBay und Oxford Economics die Studie »Status Deutscher Mode 2024« veröffentlicht. Sie liefert verlässliche, quantitative wie qualitative Daten und ermöglicht damit wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen über die Herausforderungen und Chancen, die vor der Modebranche liegen. Scott Lipinski, CEO Fashion Council Germany, stellt die Studie vor.
Politik machen! How to Designtag ...
17:45 bis 19:45 Uhr Glyphs Workshop: Make Your Logo Responsive – dynamische Wortmarken erstellen (sponsored by Glyphs)
17:45 bis 19:45 Uhr Glyphs Workshop: Make Your Logo Responsive – dynamische Wortmarken erstellen (sponsored by Glyphs)
- Dauer:
- 120 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
Was tun, wenn das Kundenlogo auch mal klein in die Ecke muss und nicht mehr richtig wirken will? Dann ist es Zeit für eine responsive Lösung! Mithilfe sogenannter optischer Größen bis hin zu einer Mikroversion des Logos lässt sich die Wirkung auch unter anspruchsvollen Bedingungen erhalten – über alle Touchpoints hinweg. Im Workshop verwenden wir die Schriftensoftware Glyphs, um das Logo als variablen Font zu erstellen und gleich im Webbrowser anzuwenden. Hint Hint: Variable Fonts sind das perfekte Tool für die Entscheidungsfindung des Kunden. In diesem Workshop lernen Sie, wie Sie Ihr Logo optimieren können. Bringen Sie ein eigenes Logo (SVG oder AI-Datei) mit, idealerweise in Schwarz-Weiß; oder verwenden Sie eine zur Verfügung gestellte Wortmarke. Nehmen Sie Ihr MacBook mit der vorinstallierten Testversion von Glyphs 3 mit.Die Teilnahme ist kostenfrei für Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz – wir bitten trotzdem um Buchung in unserer Buchungsplattform Ticket Tailor, da die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt ist.
18:00 bis 18:30 Uhr Abendpause
18:00 bis 18:30 Uhr Abendpause
18:00 bis 18:30 Uhr Abendpause
Digitaler Wandel ohne Designkompetenz? Digital Design und next UX als Schlüssel für ganzheitliche Gestaltung (presented by VDID)
Digitaler Wandel ohne Designkompetenz? Digital Design und next UX als Schlüssel für ganzheitliche Gestaltung (presented by VDID)
- Dauer:
- 40 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Transformation
- Reihe:
- Design & UX
- Slot:
- Digitaler Wandel/UX
Digitaler Wandel ohne Design? Ein Rezept zum Scheitern. In unsicheren Zeiten und angesichts zunehmender Krisen ist es wichtiger denn je, Ressourcen gezielt und wirksam einzusetzen. Doch gerade in Digitalisierungsprojekten werden enorme Potenziale verschenkt: Technologien werden überstürzt gewählt, fachliche Anforderungen bleiben vage, und gestalterische Kompetenzen werden oft erst spät oder nur am Rande eingebunden. Die Folge sind ineffiziente Prozesse, digitaler Müll, also Produkte mit geringer Nutzungsrate – und massive Fehlinvestitionen. Digital Design setzt genau hier an: als strategischer und ganzheitlicher Gestaltungsansatz, der technische, wirtschaftliche und menschliche Perspektiven von Beginn an integriert. Richtig eingesetzt, sorgt es für Klarheit im Problemverständnis, stärkt die Zusammenarbeit im Team und ermöglicht Lösungen, die nicht nur funktionieren, sondern sich wirtschaftlich rechnen. In einer Zeit, in der Budgets schrumpfen und Fehlentwicklungen teuer sind, wird Digital Design zum entscheidenden Erfolgsfaktor.In unserer Podiumsdiskussion gehen wir diesen Fragen auf den Grund: Warum braucht es für die Entwicklung digitaler Produkte mehr als gutes Coding? Was bedeutet Digital Design – und warum ist es kein »Nice to have«? Wie überzeugen wir Entscheiderinnen und Entscheider davon, dass ganzheitliche Gestaltung kein Kostenfaktor, sondern ein echter Business-Booster ist? Warum ist Design der Schlüssel für wirtschaftliche Resilienz in der digitalen Krise? Anhand konkreter Erfahrungen aus Verwaltung, Wirtschaft und IT diskutieren wir, wie gute Gestaltung in Digitalprojekten gelingt – und was dafür heute noch fehlt.Programmpunkt presented by VDID
Mind the Gap: Warum Gendersensibles Design zählt! (presented by iGDN)
Mind the Gap: Warum Gendersensibles Design zählt! (presented by iGDN)
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Gender
Der Gender Data Gap – das Fehlen oder die Verzerrung geschlechtsspezifischer Daten – prägt die Gestaltung unserer Welt, vom Gesundheitswesen und der Stadtplanung bis hin zu digitalen Produkten und künstlicher Intelligenz. Im Design ist dieser blinde Fleck fatal. Wenn Frauen, nicht-binäre und trans Personen in Daten und Prozessen fehlen, fehlen sie auch in den Dingen, die wir gestalten. Produkte passen nicht, Interfaces diskriminieren, Systeme schließen aus. Design wird so – ob bewusst oder unbewusst – zum Verstärker bestehender Machtverhältnisse. Es reicht nicht, gut gestalten zu wollen. Wer Geschlecht nicht mitdenkt, gestaltet eine Welt, die nicht für alle funktioniert. Werfen wir also zusammen einen Blick auf diese Lücke!
Let's talk: Gender Data Gap
Design jenseits des Verbrauchs – vom Serienprodukt zum Kurswechsel
Design jenseits des Verbrauchs – vom Serienprodukt zum Kurswechsel
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Nachhaltigkeit
- Slot:
- Circular Design
Was wäre, wenn Kreislaufwirtschaft nicht nur Ressourcen schont, sondern Unternehmen und Auftragnehmende langfristig verbindet? Dieser Vortrag präsentiert ein neues Designverständnis, bei dem Materialrückführung, Reparierbarkeit und langfristige Produktnutzung sowohl ökologisch sinnvoll als auch wirtschaftlich attraktiv sind. Anhand von Beispielen wie dem Projekt FAIRcraft – der Entwicklung einer nachhaltigen Flugzeugkabine – sowie weiteren exemplarischen Projekten werden klassische Designwerkzeuge wie »Design for Disassembly«, Materialkunde und zirkuläre Strategien vorgestellt. Zudem wird aufgezeigt, wie zirkuläre Geschäftsmodelle nicht nur Produkte in Nutzung halten, sondern auch eine kontinuierliche Kundenbindung fördern. Der Vortrag räumt mit verbreiteten Nachhaltigkeitsmythen auf: Warum eine Life Cycle Analysis (LCA) manchmal mehr verschleiert als erklärt, warum recyceltes PET aus dem Pfandsystem in der Modeindustrie kein grüner Erfolg, sondern ein systemisches Problem ist, und warum Kunststoff nicht per se schlecht ist – sondern es auf den richtigen Einsatz ankommt. Circular Economy bedeutet nicht Verzicht, sondern Verbindung. Sie hält Materialien im Kreislauf, fördert langfristige Geschäftsbeziehungen und eröffnet neue, zukunftssichere Geschäftsmodelle – eine Einladung zu nachhaltigem Fortschritt.
Eröffnung Eco-Design Ausstellung
Eröffnung Eco-Design Ausstellung
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Innovation
- Slot:
- Eco Design Ausstellung
Inspirationsquelle für Gestalterinnen und Gestalter: Die Ausstellung zeigt die aktuellen nominierten und prämierten Projekte des Bundespreises Ecodesign. Da wäre beispielsweise ein ikonischer, nachhaltig hergestellter »Longrunner«, der Thonet-Kaffeehausstuhl oder Schwalbes »Green Marathon«, der weltweit erste Fahrradreifen, der aus gebrauchten Reifen hergestellt wird oder der E-Traktor Onox mit den schnell austauschbaren Batterieblöcken. Die laden zwar langsam, aber genau dadurch schonen sie Akku, Netz und Geldbeutel. Kurz: In der Ecodesign-Ausstellung erwartet Besucherinnen und Besucher eine beachtliche Anzahl herausragend gestalteter Exponate, die beweisen, dass Umweltverträglichkeit und gute Gestaltung kein Widerspruch sein müssen. Sehenswert.
ca. 20:00 Uhr Ausklang mit kleiner Zusammenfassung zu den Themen des Tages
Carl-Orff-Saal
11:30 Uhr Registration
11:30 – 12:30
12:30 Uhr Ankommen, Kaffee & Tee trinken, Platz nehmen
12:30 – 12:45
12:45 Uhr Eröffnende Worte Moderation
12:45 – 13:00
Vor dem Tauchen muss man springen! – DIVE'25-Eröffnungsrede
13:00 – 13:30
Begrüßung durch den Bayerischen Wirtschaftsminister
13:30 – 13:45
Begrüßung durch den Referenten für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München
13:45 – 14:00
Dank an das Bundeswirtschaftsministerium durch den Präsidenten des Deutschen Designtags
14:00 – 14:05
Begrüßung durch bayern design als Veranstalter der mcbw
14:05 – 14:10
Die Welt gestalten – Vom Entwerfen und Verantworten
14:10 – 14:35
Gespräch Florian Pfeffer mit dem DIVE'25-Kuratorium
14:35 – 15:00
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 – 15:30
Demokratie als Beteiligungsformat zum Anfassen
15:30 – 15:55
Demokratie begreifen! Wieviel Partizipation kann Design?
15:55 – 16:15
Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen
16:20 – 16:30
Made in Mittelstand – Wie Design Unternehmen prägt
16:35 – 16:40
Design macht Dienstleistung erlebbar – Markenführung bei Studiosus Reisen
16:40 – 16:50
170 Jahre Design trotz und wegen Nachhaltigkeit
16:50 – 17:00
Let's talk: Made in Mittelstand – Wie Design Unternehmen prägt
17:00 – 17:25
Mode neu denken – Studie Status Deutscher Mode des Fashion Council Germany
17:30 – 17:55
18:00 bis 18:30 Uhr Abendpause
18:00 – 18:30
Digitaler Wandel ohne Designkompetenz? Digital Design und next UX als Schlüssel für ganzheitliche Gestaltung (presented by VDID)
18:30 – 19:10
Design jenseits des Verbrauchs – vom Serienprodukt zum Kurswechsel
19:15 – 19:35
Eröffnung Eco-Design Ausstellung
19:40 – 19:55
ca. 20:00 Uhr Ausklang mit kleiner Zusammenfassung zu den Themen des Tages
19:55 – 20:00
Black Box
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 – 15:30
Grenzen überschreiten, Brücken bauen (presented by GCES)
15:30 – 15:40
PAPILIO – eine innovative Straßenlaterne, die Licht im öffentlichen Raum neu denkt
15:40 – 15:50
Nachhaltigkeit im Design – eine soziale Frage
15:50 – 16:00
Let's talk: Design beyond Design – Über das kreative und unternehmerische Potential von Transdisziplinarität
16:00 – 16:30
Vom Wachstumsmotor zum Sinnstifter – Design zwischen Konsum und Suffizienz
16:35 – 17:25
Politik machen! How to Designtag ...
17:30 – 17:55
18:00 bis 18:30 Uhr Abendpause
18:00 – 18:30
Mind the Gap: Warum Gendersensibles Design zählt! (presented by iGDN)
18:30 – 18:45
Let's talk: Gender Data Gap
18:45 – 19:05
Roundtable
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 – 15:30
16:30 bis 17:30 Uhr Roundtable: Circular Design – Rahmen schaffen, Wandel ermöglichen
16:30 – 17:30
18:00 bis 18:30 Uhr Abendpause
18:00 – 18:30
Workshop-Raum
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 – 15:30
16:30 bis 16:40 Uhr Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen // Intro Demokratie-Café (presented by Forum für Entwerfen)
16:30 – 16:40
16:40 bis 17:30 Uhr Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen // Demokratie-Café (presented by Forum für Entwerfen)
16:40 – 17:30
17:45 bis 19:45 Uhr Glyphs Workshop: Make Your Logo Responsive – dynamische Wortmarken erstellen (sponsored by Glyphs)
17:45 – 19:45
11:30 Uhr Registration
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
12:30 Uhr Ankommen, Kaffee & Tee trinken, Platz nehmen
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
12:45 Uhr Eröffnende Worte Moderation
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Vor dem Tauchen muss man springen! – DIVE'25-Eröffnungsrede
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Begrüßung durch den Bayerischen Wirtschaftsminister
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Begrüßung durch den Referenten für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Dank an das Bundeswirtschaftsministerium durch den Präsidenten des Deutschen Designtags
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Begrüßung durch bayern design als Veranstalter der mcbw
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Die Welt gestalten – Vom Entwerfen und Verantworten
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Wenn wir Dinge gestalten wollen, die wirklich etwas Positives bewirken – etwa beim Aufbau einer Kreislaufwirtschaft, im Umgang mit Künstlicher Intelligenz oder im Kampf gegen die demokratiezersetzende Kraft sozialer Netzwerke –, dann reicht es für Gestalterinnen und Gestalter nicht mehr aus, nur über das Verhältnis von Form und Funktion nachzudenken. Echte Veränderung bedeutet, die Systeme hinter den Objekten mitzugestalten – die Bedingungen, unter denen sie entstehen. Der Architekturhistoriker Wouter Vanstiphout nennt das die »dunkle Materie« des Designs: den kulturellen, strukturellen und systemischen Teil einer Gestaltungsaufgabe, der zwar unsichtbar bleibt, aber grundlegend ist für ihre Lösung. Klingt das zu trocken, weil es wenig mit Ästhetik zu tun hat? Vielleicht. Aber: Kann ein Kleidungsstück schön sein, wenn es von Näherinnen unterhalb des Existenzminimums produziert wurde? Wie gut kann eine Kampagne gestaltet sein, wenn sie auf einer Plattform läuft, die nachweislich das Risiko für Essstörungen bei jungen Nutzerinnen erhöht? Willkommen im Dilemma – dem produktivsten Ort für Gestaltung, Politik und das Leben an sich.
Gespräch Florian Pfeffer mit dem DIVE'25-Kuratorium
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
Demokratie als Beteiligungsformat zum Anfassen
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
In einer Zeit, in der demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten, stellt sich die Frage, wie Demokratie erfahrbar und verständlich gemacht werden kann. Jörg Sommer beleuchtet in seinem Vortrag den entscheidenden Beitrag von Social Design zur Stärkung demokratischer Kompetenzen und Prozesse. Anhand eindrucksvoller Beispiele und kritischer Reflexionen zeigt er auf, dass Demokratie mehr ist als ein abstraktes Prinzip – sie ist eine Kulturtechnik, die erlebt und erlernt werden muss. Sommer argumentiert, dass Demokratie nicht einfach als gegeben betrachtet werden kann, sondern aktiv gestaltet werden muss – durch Beteiligung, durch Selbstwirksamkeitserfahrungen und durch dialogische Prozesse. Er verdeutlicht, wie gut gestaltete, partizipative Formate Menschen befähigen, ihre eigene demokratische Handlungsfähigkeit zu entdecken und auszubauen. Der Vortrag betont, dass Demokratie mehr ist als eine Wahltechnik: Sie ist ein dynamischer Prozess, der von allen mitgestaltet werden kann und muss. Mit einem besonderen Fokus auf die Rolle von Design als Mittel zur Gestaltung und Förderung demokratischer Teilhabe fordert Sommer dazu auf, Demokratie als eine Form des Social Designs zu verstehen – als eine Gestaltungsaufgabe, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern durch Erfahrungen geprägt wird. Der Vortrag bietet Denkanstöße und praktische Impulse für Designerinnen und Designer, politische Akteur:innen und alle, die an der Weiterentwicklung demokratischer Strukturen interessiert sind.
Grenzen überschreiten, Brücken bauen (presented by GCES)
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Transformation
- Slot:
- Design beyond Design
Wie gelingt es, neue Perspektiven zu entwickeln, kreative Disziplinen zu vernetzen und gemeinsame Zukunftsbilder zu entwerfen? Der German Creative Economy Summit (GCES), initiiert von der Hamburg Kreativ Gesellschaft, bringt seit zwei Jahren Vordenkerinnen und Vordenker, Macherinnen und Macher aus allen elf Teilmärkten der Kultur- und Kreativwirtschaft zusammen – von Architektur über Design bis Games, Musik und Software. Als Programmpartner von DIVE’25 bringt der GCES seine interdisziplinäre Perspektive in den Bundeskongress Design ein. Mit drei herausragenden Köpfen, die aktuelle Perspektiven an der Schnittstelle von Kreativität, Innovation, Wirtschaft und Gesellschaft beleuchten, steht dieser Programmpunkt exemplarisch für das Selbstverständnis beider Formate: kreative Kräfte bündeln, Impulse geben, Veränderung gestalten. Eine kurze Einführung in das GCES-Konzept und das anschließende Programm lädt dazu ein, über den Tellerrand hinauszuschauen – und dabei neue Möglichkeitsräume für Design und Kreativwirtschaft zu entdecken.
PAPILIO – eine innovative Straßenlaterne, die Licht im öffentlichen Raum neu denkt
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Transformation
- Slot:
- Design beyond Design
Je höher wir unsere Städte bauen, um so windiger werden sie. Einerseits steigern Flurwinde, der Venturi-Effekt und Klimawandel die Windintensität, andererseits wird auch durch Menschen aktiv immer mehr Wind erzeugt. In diesen dicht besiedelten Gebieten nehmen die anthropogenen Einflüsse auf unseren Planeten immer weiter zu. Ein sich zuspitzendes Problem ist dabei Lichtverschmutzung. Während 83 Prozent der Weltbevölkerung schon heute unter einem unnatürlich hellen Nachthimmel leiden, wächst jedes Jahr die Menge des globalen künstlichen Lichts um sechs Prozent. Dies hat nicht nur ernste gesundheitliche Auswirkungen für Menschen, sondern vor allem gravierende Folgen für Flora und Fauna. Gleichzeitig verbraucht die Weltbevölkerung laut BMU für öffentliche Beleuchtung rund ein Fünftel der globalen elektrischen Primärenergie. Allein in Deutschland verursachen Straßenlaternen eine Emission von 2,5 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr. Die Straßenlaterne PAPILIO reduziert den ökologischen Fußabdruck öffentlicher Beleuchtung um ein Vielfaches, indem der Strom durch einen integrierten Windgenerator erzeugt und gleichzeitig Lichtverschmutzung minimiert wird. Zur Energiegewinnung dient ein diagonal ausgerichteter Savonius-Rotor, der sowohl aus vertikalen (natürlicher Wind), wie auch horizontalen Luftströmungen (z.B. Luftverdrängung durch Verkehr) klimaneutrale Energie erzeugt. Ein Akku speichert den erzeugten Strom und kann so auch windstille Phasen überbrücken. Dies macht es möglich, PAPILIO komplett autonom zu betreiben, sodass die aufwendige Verlegung von Elektrizitätsinftrastruktur entfällt. In meinem Vortrag werde ich von der Entwicklungsgeschichte der Leuchte erzählen, auf die Schwierigkeiten und Chancen eingehen und einen Ausblick geben, wie es damit weitergehen wird.
Nachhaltigkeit im Design – eine soziale Frage
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Transformation
- Slot:
- Design beyond Design
Bei allen Diskussionen um Umweltschutz, Ressourcen & Recycling – wo bleibt die soziale Dimension von Nachhaltigkeit? Welchen Wert hat soziale Nachhaltigkeit und was bedeutet sie für Designerinnen und Designer? Anhand dieser Fragen gibt Leonie Sophie Werner einen Einblick in ihre Arbeit als Designerin für Nachhaltigkeitskommunikation, spricht über (un)sichtbare Werte im Design und zeigt auf, wie vielfältig und branchenübergreifend Nachhaltigkeit gedacht werden muss
Demokratie begreifen! Wieviel Partizipation kann Design?
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
Let's talk: Design beyond Design – Über das kreative und unternehmerische Potential von Transdisziplinarität
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Transformation
- Slot:
- Design beyond Design
Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Weshalb assoziieren wir bei »Demokratie« spontan »Politik« und Teilhabe an Macht? Warum sind uns nicht zuerst unsere Mitmenschen gegenwärtig? Das alltägliche Zusammenleben ist reich an Herausforderungen. Eine demokratische Alltagskultur übernimmt wesentliche Aufgabe im Ausgleich gesellschaftlichen Spannungen, auch im Kontext sozio-ökologischer Wandel. Freiheitliche Demokratie ist ein Werte-Spender. Im Westen bezieht sie sich auf Werte des Humanismus. Die demokratische Gesellschaftsordnung überträgt das Wertegefüge in staatsrechtliche Strukturen – wie Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Teilhabe der Bevölkerung an staatlicher Macht. Zugleich fördert Demokratie die Entwicklung einer entsprechenden soziokulturellen Realität. Ein Beispiel ist die Veränderung der Vorstellungen von Geschlechtergerechtigkeit. Der Wandel beeinflusst das Zusammenleben nachhaltig, und wird demokratisch durch Staat und Zivilgesellschaft unterstützt. Demokratie im Alltag heißt, anderen Menschen mit grundsätzlicher Offenheit und Anteilnahme, Solidarität und Ermutigung zu begegnen. So üben wir den fairen Umgang miteinander. Menschen grundsätzlich zu achten, gehört zu demokratischer Haltung. Eine Nachbarin nicht zu grüßen, nur weil sie einer anderen Kultur angehört – »Ausländer raus!« –, ist eine Verhöhnung unserer Werte. Missachtung, allein aufgrund einer Andersartigkeit. Solches Verhalten verletzt den Werte-Konsens und rüttelt am gesellschaftlichen Zusammenhalt: Wer, aufgrund von Vorurteilen, anderen Menschen das Leben schwer macht, erzeugt ein Klima sozialer Missgunst, zerrüttet das Vertrauen auf das faire Miteinander. Und schwächt die kollektive Handlungsfähigkeit. Die Multiple Krise gefährdet unsere Zukunft, die unserer Nachkommen und noch härter die der nachfolgenden Generationen. Es gilt, zusammenzurücken und die Herausforderungen tatkräftig, im demokratischen Schulterschluss anzugehen. Mündige Bürgerinnen und Bürger sind gefragt.
16:30 bis 16:40 Uhr Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen // Intro Demokratie-Café (presented by Forum für Entwerfen)
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
Einführung in das Diskurs-Café
16:30 bis 17:30 Uhr Roundtable: Circular Design – Rahmen schaffen, Wandel ermöglichen
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Nachhaltigkeit
- Slot:
- Circular Design
Im Rahmen des Bundeskongresses DIVE’25 lädt ein exklusives Hintergrundgespräch dazu ein, die strukturellen Voraussetzungen für eine zukunftsfähige zirkuläre Wirtschaft gemeinsam zu beleuchten. Circular Design steht als zentrale Gestaltungsstrategie im Fokus – doch der Weg dahin ist für viele Unternehmen mit immensen Herausforderungen verbunden. Der Aufwand, bestehende Geschäftsmodelle, Lieferketten und Produkte auf Kreislauffähigkeit umzustellen, ist nach wie vor erheblich. In der Diskussion wird daher ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, welche politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen notwendig sind, um diesen Wandel konsequent und praxistauglich zu unterstützen. Gleichzeitig werden erfolgreiche Praxisbeispiele und Lösungsansätze diskutiert, die zeigen, wie Circular Design konkret und wirksam umgesetzt werden kann – als strategisches Instrument für Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft. Dieses Hintergrundgespräch bietet Raum für offenen Austausch, kritische Reflexion und gemeinsame Positionierung – mit dem Ziel, klare Forderungen an Politik und Wirtschaft zu formulieren und konkrete Ansatzpunkte für den weiteren Transformationsprozess zu identifizieren.
Made in Mittelstand – Wie Design Unternehmen prägt
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Design & Mittelstand
Vom Wachstumsmotor zum Sinnstifter – Design zwischen Konsum und Suffizienz
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Reihe:
- Design & Transformation
- Slot:
- Design & Konsum
Unsere Gegenwart ist geprägt von einem tiefgreifenden Wandel: Die Überflussgesellschaft, lange Zeit Inbegriff von Wohlstand und Fortschritt, gerät unter Druck. Ressourcenknappheit, ökologische Krisen und soziale Polarisierung führen uns die Grenzen eines wachstumsbasierten Konsumparadigmas vor Augen. Zugleich wächst die Sehnsucht nach einem anderen Leben – einem, das von Qualität statt Quantität, von Achtsamkeit statt Überfluss geprägt ist. Design steht dabei im Spannungsfeld zwischen Motor und Mitgestalter des Wandels: Als Disziplin, die Begehrlichkeiten weckt, aber auch neue Bedeutungen stiften kann, trägt sie Mitverantwortung für den Ist-Zustand – und bietet zugleich enormes Potenzial, die Transformation hin zu einem werteorientierten Wirtschaften und Leben zu unterstützen. In diesem Bühnengespräch begegnen sich zwei profunde Gestaltende unserer Zeit: Uli Mayer-Johanssen, langjährige CEO von MetaDesign und Mitglied im Club of Rome Deutschland, und Markus Frenzl, Professor für Designtheorie und Leiter des Designkulturen Institut für Angewandte Designforschung (dci) an der Fakultät Design der Hochschule München. In der konzentrierten Atmosphäre der Black Box entfaltet sich keine Podiumsdiskussion, sondern ein Bühnengespräch, das sich Raum und Zeit nimmt – ein Austausch, dem man beim Denken zuhören kann. Was bedeutet Suffizienz im Kontext von Gestaltung? Wie verändert sich der Stellenwert von Design, wenn weniger Konsum nicht Verzicht, sondern Gewinn bedeutet? Welche historischen und systemischen Linien führen uns an diesen Punkt? Und welche neuen Narrative und kulturellen Veränderungen braucht es, um aus der Krise einen Aufbruch zu machen? Eine Einladung zum Innehalten. Zum Perspektivwechsel. Und zur Frage, was »genug« wirklich bedeutet.
16:40 bis 17:30 Uhr Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen // Demokratie-Café (presented by Forum für Entwerfen)
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
Die Teilnehmenden entwickeln Ideen, wie Demokratie in kleinen und großen Maßnahmen als »bürgerschaftliche Teilhabe an der Gestaltung der eigenen Lebenswelt« erfahrbar gemacht werden kann: Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen Zweifel der Bevölkerung an der Fähigkeit der Demokratie, in Krisenzeiten die Bürgerinnen und Bürger zu einer effektiv handelnden Gemeinschaft zu einen, haben ein bedenkliches Ausmaß erreicht. Die Demokratie existiert vermeintlich neben oder über der Lebenswelt der Menschen im Land. Eine wesentliche Ursache dafür ist, dass die freiheitliche Demokratie soziokulturell nahezu überhaupt nicht wahrnehmbar ist. Diese Fehleinschätzung muss korrigiert werden. Das DIVE ’25 Diskurs-Café untersucht aus der Warte des Social Designs das Sinnstiftungspotenzial der freiheitlichen Demokratie. Themen des Diskus Cafés Der DIVE Demokratie-Diskus widmen sich diesen thematischen Schwerpunkten: • Bewusstwerdung: Welche in der Verfassung verankerten Werte durchdringen unseren Lebensalltag, vielleicht ohne dass uns bewusst ist, wie demokratische Werte unser persönliches bzw. gemeinschaftliches Verhalten beeinflussen? Welche alltäglichen oder herausragenden Situationen und Ereignisse rücken demokratischen Werte in unser Bewusstsein? • Verinnerlichen: Wodurch wird Verinnerlichung ausgelöst bzw. gefördert? Wie sehr beeinflusst ist die sinnliche Wahrnehmbarkeit der Werte die Verinnerlichung? • Darstellen / Kommunizieren: Wie – mit welchen Narrativen, Gesten, Zeichen und soziokulturellen Ritualen etc. – kann Social Design demokratische Werte im Alltag markieren? Mit welchen Projektstrategien sollte Social Design junge Menschen / Schülerinnen und Schüler für demokratische Werte erschließen? Kann Social Design den öffentlichen Diskurs zu demokratischer Gemeinschaftskultur anfeuern – und offensiv in kontroverse Debatten eingreifen? Dies sind Impulsthemen, mit denen der Diskurs eröffnet wird. Den Teilnehmenden steht es frei, eigene Themen-Zirkel innerhalb des Diskurses zu initiieren.
Design macht Dienstleistung erlebbar – Markenführung bei Studiosus Reisen
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Design & Mittelstand
Ein gut gehütetes Geheimnis vorweg: Der Eiffelturm ist bei einer Studiosus-Reise genauso hoch wie bei einer TUI-Reise. Auch der Grand Canyon bleibt bei einer Studiosus-Reise genauso tief und lang wie bei einer individuell organisierten Reise. Und die Pyramiden sind stets gleich alt – unabhängig vom Veranstalter. Dennoch vermittelt eine Reise mit Studiosus, Europas größtem Studienreiseveranstalter, ein einzigartiges Erlebnis. Doch wie lässt sich ein Dienstleistungskonzept visualisieren? Wie kann man eine Reise nach Paris bewerben, ohne den Eiffelturm zu zeigen? Oder New York ohne die Freiheitsstatue? Wie zeigt man Einzigartigkeit, wenn alle Anbieter die gleichen Sehenswürdigkeiten besuchen und diese aus demselben Bildmaterial präsentieren? Nach einigen Irrungen und Wirrungen hat Studiosus vor 25 Jahren einen Weg eingeschlagen, der die Markenkommunikation bis heute prägt. Guido Wiegand erklärt, warum Ästhetik allein für eine erfolgreiche Markenkommunikation nicht ausreicht.
170 Jahre Design trotz und wegen Nachhaltigkeit
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Design & Mittelstand
Wie man vom Filzhut zum Hausschuh bis hin zum Sneaker aus Ochsenblut kommt und in 6 Generationen über 170 Jahre deutsche Industrie- und Designkultur seit 1856 überlebt, erzählt Sebastian Thies runtergebrochen in wenigen Minuten. Thies gibt einen Einblick in den Alltag eines Münchner KMUs, dass seine Produkte in globak verkauft und es vom Schaufenster kleiner lokaler Schuhhändler in die Museen und Departmentstores auf der ganzen Welt geschafft hat. Mehrere Weltkriege, Enteigungen, Weltwirtschaftskrisen und Pandemien hat die Marke thies 1856 bereits überstanden und dennoch, oder gerade deshalb fühlt sie Firma nachbwie vor wie ein Startup für die leitende Generation an und bringt Projekte wie das 2007 gegründete nachhaltige High-End Label nat-2 auf dem Markt. Wie es dazu kam, eine Brand mit Sneakern aus Moos, Naturstein, Zunderschwamm oder Heuwiese zu gründen und manchmal ein Markt für ein Produkt geschaffen werden muss? Das und mehr erfahren sie in dem Impulsvortrag: 170 Jahre Design trotz und wegen Nachhaltigkeit
Let's talk: Made in Mittelstand – Wie Design Unternehmen prägt
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Design & Mittelstand
Mode neu denken – Studie Status Deutscher Mode des Fashion Council Germany
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Mode wärmt, kühlt, versteckt, kann Haltung und Gefühle ausdrücken, von Lebensfreude, Verletzbarkeit, Trauer erzählen. Jenseits aller Emotion hat der Fashion Council Germany in Zusammenarbeit mit eBay und Oxford Economics die Studie »Status Deutscher Mode 2024« veröffentlicht. Sie liefert verlässliche, quantitative wie qualitative Daten und ermöglicht damit wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen über die Herausforderungen und Chancen, die vor der Modebranche liegen. Scott Lipinski, CEO Fashion Council Germany, stellt die Studie vor.
Politik machen! How to Designtag ...
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Roundtables
- Slot:
- Design Policy
17:45 bis 19:45 Uhr Glyphs Workshop: Make Your Logo Responsive – dynamische Wortmarken erstellen (sponsored by Glyphs)
- Dauer:
- 120 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
Was tun, wenn das Kundenlogo auch mal klein in die Ecke muss und nicht mehr richtig wirken will? Dann ist es Zeit für eine responsive Lösung! Mithilfe sogenannter optischer Größen bis hin zu einer Mikroversion des Logos lässt sich die Wirkung auch unter anspruchsvollen Bedingungen erhalten – über alle Touchpoints hinweg. Im Workshop verwenden wir die Schriftensoftware Glyphs, um das Logo als variablen Font zu erstellen und gleich im Webbrowser anzuwenden. Hint Hint: Variable Fonts sind das perfekte Tool für die Entscheidungsfindung des Kunden. In diesem Workshop lernen Sie, wie Sie Ihr Logo optimieren können. Bringen Sie ein eigenes Logo (SVG oder AI-Datei) mit, idealerweise in Schwarz-Weiß; oder verwenden Sie eine zur Verfügung gestellte Wortmarke. Nehmen Sie Ihr MacBook mit der vorinstallierten Testversion von Glyphs 3 mit.Die Teilnahme ist kostenfrei für Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz – wir bitten trotzdem um Buchung in unserer Buchungsplattform Ticket Tailor, da die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt ist.
18:00 bis 18:30 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
18:00 bis 18:30 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Slot:
- Break
18:00 bis 18:30 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
Digitaler Wandel ohne Designkompetenz? Digital Design und next UX als Schlüssel für ganzheitliche Gestaltung (presented by VDID)
- Dauer:
- 40 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Transformation
- Reihe:
- Design & UX
- Slot:
- Digitaler Wandel/UX
Digitaler Wandel ohne Design? Ein Rezept zum Scheitern. In unsicheren Zeiten und angesichts zunehmender Krisen ist es wichtiger denn je, Ressourcen gezielt und wirksam einzusetzen. Doch gerade in Digitalisierungsprojekten werden enorme Potenziale verschenkt: Technologien werden überstürzt gewählt, fachliche Anforderungen bleiben vage, und gestalterische Kompetenzen werden oft erst spät oder nur am Rande eingebunden. Die Folge sind ineffiziente Prozesse, digitaler Müll, also Produkte mit geringer Nutzungsrate – und massive Fehlinvestitionen. Digital Design setzt genau hier an: als strategischer und ganzheitlicher Gestaltungsansatz, der technische, wirtschaftliche und menschliche Perspektiven von Beginn an integriert. Richtig eingesetzt, sorgt es für Klarheit im Problemverständnis, stärkt die Zusammenarbeit im Team und ermöglicht Lösungen, die nicht nur funktionieren, sondern sich wirtschaftlich rechnen. In einer Zeit, in der Budgets schrumpfen und Fehlentwicklungen teuer sind, wird Digital Design zum entscheidenden Erfolgsfaktor.In unserer Podiumsdiskussion gehen wir diesen Fragen auf den Grund: Warum braucht es für die Entwicklung digitaler Produkte mehr als gutes Coding? Was bedeutet Digital Design – und warum ist es kein »Nice to have«? Wie überzeugen wir Entscheiderinnen und Entscheider davon, dass ganzheitliche Gestaltung kein Kostenfaktor, sondern ein echter Business-Booster ist? Warum ist Design der Schlüssel für wirtschaftliche Resilienz in der digitalen Krise? Anhand konkreter Erfahrungen aus Verwaltung, Wirtschaft und IT diskutieren wir, wie gute Gestaltung in Digitalprojekten gelingt – und was dafür heute noch fehlt.Programmpunkt presented by VDID
Mind the Gap: Warum Gendersensibles Design zählt! (presented by iGDN)
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Gender
Der Gender Data Gap – das Fehlen oder die Verzerrung geschlechtsspezifischer Daten – prägt die Gestaltung unserer Welt, vom Gesundheitswesen und der Stadtplanung bis hin zu digitalen Produkten und künstlicher Intelligenz. Im Design ist dieser blinde Fleck fatal. Wenn Frauen, nicht-binäre und trans Personen in Daten und Prozessen fehlen, fehlen sie auch in den Dingen, die wir gestalten. Produkte passen nicht, Interfaces diskriminieren, Systeme schließen aus. Design wird so – ob bewusst oder unbewusst – zum Verstärker bestehender Machtverhältnisse. Es reicht nicht, gut gestalten zu wollen. Wer Geschlecht nicht mitdenkt, gestaltet eine Welt, die nicht für alle funktioniert. Werfen wir also zusammen einen Blick auf diese Lücke!
Let's talk: Gender Data Gap
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Gender
Design jenseits des Verbrauchs – vom Serienprodukt zum Kurswechsel
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Nachhaltigkeit
- Slot:
- Circular Design
Was wäre, wenn Kreislaufwirtschaft nicht nur Ressourcen schont, sondern Unternehmen und Auftragnehmende langfristig verbindet? Dieser Vortrag präsentiert ein neues Designverständnis, bei dem Materialrückführung, Reparierbarkeit und langfristige Produktnutzung sowohl ökologisch sinnvoll als auch wirtschaftlich attraktiv sind. Anhand von Beispielen wie dem Projekt FAIRcraft – der Entwicklung einer nachhaltigen Flugzeugkabine – sowie weiteren exemplarischen Projekten werden klassische Designwerkzeuge wie »Design for Disassembly«, Materialkunde und zirkuläre Strategien vorgestellt. Zudem wird aufgezeigt, wie zirkuläre Geschäftsmodelle nicht nur Produkte in Nutzung halten, sondern auch eine kontinuierliche Kundenbindung fördern. Der Vortrag räumt mit verbreiteten Nachhaltigkeitsmythen auf: Warum eine Life Cycle Analysis (LCA) manchmal mehr verschleiert als erklärt, warum recyceltes PET aus dem Pfandsystem in der Modeindustrie kein grüner Erfolg, sondern ein systemisches Problem ist, und warum Kunststoff nicht per se schlecht ist – sondern es auf den richtigen Einsatz ankommt. Circular Economy bedeutet nicht Verzicht, sondern Verbindung. Sie hält Materialien im Kreislauf, fördert langfristige Geschäftsbeziehungen und eröffnet neue, zukunftssichere Geschäftsmodelle – eine Einladung zu nachhaltigem Fortschritt.
Eröffnung Eco-Design Ausstellung
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Innovation
- Slot:
- Eco Design Ausstellung
Inspirationsquelle für Gestalterinnen und Gestalter: Die Ausstellung zeigt die aktuellen nominierten und prämierten Projekte des Bundespreises Ecodesign. Da wäre beispielsweise ein ikonischer, nachhaltig hergestellter »Longrunner«, der Thonet-Kaffeehausstuhl oder Schwalbes »Green Marathon«, der weltweit erste Fahrradreifen, der aus gebrauchten Reifen hergestellt wird oder der E-Traktor Onox mit den schnell austauschbaren Batterieblöcken. Die laden zwar langsam, aber genau dadurch schonen sie Akku, Netz und Geldbeutel. Kurz: In der Ecodesign-Ausstellung erwartet Besucherinnen und Besucher eine beachtliche Anzahl herausragend gestalteter Exponate, die beweisen, dass Umweltverträglichkeit und gute Gestaltung kein Widerspruch sein müssen. Sehenswert.
ca. 20:00 Uhr Ausklang mit kleiner Zusammenfassung zu den Themen des Tages
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
11:30 Uhr Registration
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
12:30 Uhr Ankommen, Kaffee & Tee trinken, Platz nehmen
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
12:45 Uhr Eröffnende Worte Moderation
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Vor dem Tauchen muss man springen! – DIVE'25-Eröffnungsrede
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Begrüßung durch den Bayerischen Wirtschaftsminister
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Begrüßung durch den Referenten für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Dank an das Bundeswirtschaftsministerium durch den Präsidenten des Deutschen Designtags
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Begrüßung durch bayern design als Veranstalter der mcbw
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Die Welt gestalten – Vom Entwerfen und Verantworten
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
Wenn wir Dinge gestalten wollen, die wirklich etwas Positives bewirken – etwa beim Aufbau einer Kreislaufwirtschaft, im Umgang mit Künstlicher Intelligenz oder im Kampf gegen die demokratiezersetzende Kraft sozialer Netzwerke –, dann reicht es für Gestalterinnen und Gestalter nicht mehr aus, nur über das Verhältnis von Form und Funktion nachzudenken. Echte Veränderung bedeutet, die Systeme hinter den Objekten mitzugestalten – die Bedingungen, unter denen sie entstehen. Der Architekturhistoriker Wouter Vanstiphout nennt das die »dunkle Materie« des Designs: den kulturellen, strukturellen und systemischen Teil einer Gestaltungsaufgabe, der zwar unsichtbar bleibt, aber grundlegend ist für ihre Lösung. Klingt das zu trocken, weil es wenig mit Ästhetik zu tun hat? Vielleicht. Aber: Kann ein Kleidungsstück schön sein, wenn es von Näherinnen unterhalb des Existenzminimums produziert wurde? Wie gut kann eine Kampagne gestaltet sein, wenn sie auf einer Plattform läuft, die nachweislich das Risiko für Essstörungen bei jungen Nutzerinnen erhöht? Willkommen im Dilemma – dem produktivsten Ort für Gestaltung, Politik und das Leben an sich.
Gespräch Florian Pfeffer mit dem DIVE'25-Kuratorium
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intro
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
Demokratie als Beteiligungsformat zum Anfassen
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
In einer Zeit, in der demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten, stellt sich die Frage, wie Demokratie erfahrbar und verständlich gemacht werden kann. Jörg Sommer beleuchtet in seinem Vortrag den entscheidenden Beitrag von Social Design zur Stärkung demokratischer Kompetenzen und Prozesse. Anhand eindrucksvoller Beispiele und kritischer Reflexionen zeigt er auf, dass Demokratie mehr ist als ein abstraktes Prinzip – sie ist eine Kulturtechnik, die erlebt und erlernt werden muss. Sommer argumentiert, dass Demokratie nicht einfach als gegeben betrachtet werden kann, sondern aktiv gestaltet werden muss – durch Beteiligung, durch Selbstwirksamkeitserfahrungen und durch dialogische Prozesse. Er verdeutlicht, wie gut gestaltete, partizipative Formate Menschen befähigen, ihre eigene demokratische Handlungsfähigkeit zu entdecken und auszubauen. Der Vortrag betont, dass Demokratie mehr ist als eine Wahltechnik: Sie ist ein dynamischer Prozess, der von allen mitgestaltet werden kann und muss. Mit einem besonderen Fokus auf die Rolle von Design als Mittel zur Gestaltung und Förderung demokratischer Teilhabe fordert Sommer dazu auf, Demokratie als eine Form des Social Designs zu verstehen – als eine Gestaltungsaufgabe, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern durch Erfahrungen geprägt wird. Der Vortrag bietet Denkanstöße und praktische Impulse für Designerinnen und Designer, politische Akteur:innen und alle, die an der Weiterentwicklung demokratischer Strukturen interessiert sind.
Grenzen überschreiten, Brücken bauen (presented by GCES)
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Transformation
- Slot:
- Design beyond Design
Wie gelingt es, neue Perspektiven zu entwickeln, kreative Disziplinen zu vernetzen und gemeinsame Zukunftsbilder zu entwerfen? Der German Creative Economy Summit (GCES), initiiert von der Hamburg Kreativ Gesellschaft, bringt seit zwei Jahren Vordenkerinnen und Vordenker, Macherinnen und Macher aus allen elf Teilmärkten der Kultur- und Kreativwirtschaft zusammen – von Architektur über Design bis Games, Musik und Software. Als Programmpartner von DIVE’25 bringt der GCES seine interdisziplinäre Perspektive in den Bundeskongress Design ein. Mit drei herausragenden Köpfen, die aktuelle Perspektiven an der Schnittstelle von Kreativität, Innovation, Wirtschaft und Gesellschaft beleuchten, steht dieser Programmpunkt exemplarisch für das Selbstverständnis beider Formate: kreative Kräfte bündeln, Impulse geben, Veränderung gestalten. Eine kurze Einführung in das GCES-Konzept und das anschließende Programm lädt dazu ein, über den Tellerrand hinauszuschauen – und dabei neue Möglichkeitsräume für Design und Kreativwirtschaft zu entdecken.
PAPILIO – eine innovative Straßenlaterne, die Licht im öffentlichen Raum neu denkt
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Transformation
- Slot:
- Design beyond Design
Je höher wir unsere Städte bauen, um so windiger werden sie. Einerseits steigern Flurwinde, der Venturi-Effekt und Klimawandel die Windintensität, andererseits wird auch durch Menschen aktiv immer mehr Wind erzeugt. In diesen dicht besiedelten Gebieten nehmen die anthropogenen Einflüsse auf unseren Planeten immer weiter zu. Ein sich zuspitzendes Problem ist dabei Lichtverschmutzung. Während 83 Prozent der Weltbevölkerung schon heute unter einem unnatürlich hellen Nachthimmel leiden, wächst jedes Jahr die Menge des globalen künstlichen Lichts um sechs Prozent. Dies hat nicht nur ernste gesundheitliche Auswirkungen für Menschen, sondern vor allem gravierende Folgen für Flora und Fauna. Gleichzeitig verbraucht die Weltbevölkerung laut BMU für öffentliche Beleuchtung rund ein Fünftel der globalen elektrischen Primärenergie. Allein in Deutschland verursachen Straßenlaternen eine Emission von 2,5 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr. Die Straßenlaterne PAPILIO reduziert den ökologischen Fußabdruck öffentlicher Beleuchtung um ein Vielfaches, indem der Strom durch einen integrierten Windgenerator erzeugt und gleichzeitig Lichtverschmutzung minimiert wird. Zur Energiegewinnung dient ein diagonal ausgerichteter Savonius-Rotor, der sowohl aus vertikalen (natürlicher Wind), wie auch horizontalen Luftströmungen (z.B. Luftverdrängung durch Verkehr) klimaneutrale Energie erzeugt. Ein Akku speichert den erzeugten Strom und kann so auch windstille Phasen überbrücken. Dies macht es möglich, PAPILIO komplett autonom zu betreiben, sodass die aufwendige Verlegung von Elektrizitätsinftrastruktur entfällt. In meinem Vortrag werde ich von der Entwicklungsgeschichte der Leuchte erzählen, auf die Schwierigkeiten und Chancen eingehen und einen Ausblick geben, wie es damit weitergehen wird.
Nachhaltigkeit im Design – eine soziale Frage
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Transformation
- Slot:
- Design beyond Design
Bei allen Diskussionen um Umweltschutz, Ressourcen & Recycling – wo bleibt die soziale Dimension von Nachhaltigkeit? Welchen Wert hat soziale Nachhaltigkeit und was bedeutet sie für Designerinnen und Designer? Anhand dieser Fragen gibt Leonie Sophie Werner einen Einblick in ihre Arbeit als Designerin für Nachhaltigkeitskommunikation, spricht über (un)sichtbare Werte im Design und zeigt auf, wie vielfältig und branchenübergreifend Nachhaltigkeit gedacht werden muss
Demokratie begreifen! Wieviel Partizipation kann Design?
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
Let's talk: Design beyond Design – Über das kreative und unternehmerische Potential von Transdisziplinarität
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Transformation
- Slot:
- Design beyond Design
Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Weshalb assoziieren wir bei »Demokratie« spontan »Politik« und Teilhabe an Macht? Warum sind uns nicht zuerst unsere Mitmenschen gegenwärtig? Das alltägliche Zusammenleben ist reich an Herausforderungen. Eine demokratische Alltagskultur übernimmt wesentliche Aufgabe im Ausgleich gesellschaftlichen Spannungen, auch im Kontext sozio-ökologischer Wandel. Freiheitliche Demokratie ist ein Werte-Spender. Im Westen bezieht sie sich auf Werte des Humanismus. Die demokratische Gesellschaftsordnung überträgt das Wertegefüge in staatsrechtliche Strukturen – wie Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Teilhabe der Bevölkerung an staatlicher Macht. Zugleich fördert Demokratie die Entwicklung einer entsprechenden soziokulturellen Realität. Ein Beispiel ist die Veränderung der Vorstellungen von Geschlechtergerechtigkeit. Der Wandel beeinflusst das Zusammenleben nachhaltig, und wird demokratisch durch Staat und Zivilgesellschaft unterstützt. Demokratie im Alltag heißt, anderen Menschen mit grundsätzlicher Offenheit und Anteilnahme, Solidarität und Ermutigung zu begegnen. So üben wir den fairen Umgang miteinander. Menschen grundsätzlich zu achten, gehört zu demokratischer Haltung. Eine Nachbarin nicht zu grüßen, nur weil sie einer anderen Kultur angehört – »Ausländer raus!« –, ist eine Verhöhnung unserer Werte. Missachtung, allein aufgrund einer Andersartigkeit. Solches Verhalten verletzt den Werte-Konsens und rüttelt am gesellschaftlichen Zusammenhalt: Wer, aufgrund von Vorurteilen, anderen Menschen das Leben schwer macht, erzeugt ein Klima sozialer Missgunst, zerrüttet das Vertrauen auf das faire Miteinander. Und schwächt die kollektive Handlungsfähigkeit. Die Multiple Krise gefährdet unsere Zukunft, die unserer Nachkommen und noch härter die der nachfolgenden Generationen. Es gilt, zusammenzurücken und die Herausforderungen tatkräftig, im demokratischen Schulterschluss anzugehen. Mündige Bürgerinnen und Bürger sind gefragt.
16:30 bis 16:40 Uhr Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen // Intro Demokratie-Café (presented by Forum für Entwerfen)
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
Einführung in das Diskurs-Café
16:30 bis 17:30 Uhr Roundtable: Circular Design – Rahmen schaffen, Wandel ermöglichen
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Nachhaltigkeit
- Slot:
- Circular Design
Im Rahmen des Bundeskongresses DIVE’25 lädt ein exklusives Hintergrundgespräch dazu ein, die strukturellen Voraussetzungen für eine zukunftsfähige zirkuläre Wirtschaft gemeinsam zu beleuchten. Circular Design steht als zentrale Gestaltungsstrategie im Fokus – doch der Weg dahin ist für viele Unternehmen mit immensen Herausforderungen verbunden. Der Aufwand, bestehende Geschäftsmodelle, Lieferketten und Produkte auf Kreislauffähigkeit umzustellen, ist nach wie vor erheblich. In der Diskussion wird daher ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, welche politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen notwendig sind, um diesen Wandel konsequent und praxistauglich zu unterstützen. Gleichzeitig werden erfolgreiche Praxisbeispiele und Lösungsansätze diskutiert, die zeigen, wie Circular Design konkret und wirksam umgesetzt werden kann – als strategisches Instrument für Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft. Dieses Hintergrundgespräch bietet Raum für offenen Austausch, kritische Reflexion und gemeinsame Positionierung – mit dem Ziel, klare Forderungen an Politik und Wirtschaft zu formulieren und konkrete Ansatzpunkte für den weiteren Transformationsprozess zu identifizieren.
Made in Mittelstand – Wie Design Unternehmen prägt
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Design & Mittelstand
Vom Wachstumsmotor zum Sinnstifter – Design zwischen Konsum und Suffizienz
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Reihe:
- Design & Transformation
- Slot:
- Design & Konsum
Unsere Gegenwart ist geprägt von einem tiefgreifenden Wandel: Die Überflussgesellschaft, lange Zeit Inbegriff von Wohlstand und Fortschritt, gerät unter Druck. Ressourcenknappheit, ökologische Krisen und soziale Polarisierung führen uns die Grenzen eines wachstumsbasierten Konsumparadigmas vor Augen. Zugleich wächst die Sehnsucht nach einem anderen Leben – einem, das von Qualität statt Quantität, von Achtsamkeit statt Überfluss geprägt ist. Design steht dabei im Spannungsfeld zwischen Motor und Mitgestalter des Wandels: Als Disziplin, die Begehrlichkeiten weckt, aber auch neue Bedeutungen stiften kann, trägt sie Mitverantwortung für den Ist-Zustand – und bietet zugleich enormes Potenzial, die Transformation hin zu einem werteorientierten Wirtschaften und Leben zu unterstützen. In diesem Bühnengespräch begegnen sich zwei profunde Gestaltende unserer Zeit: Uli Mayer-Johanssen, langjährige CEO von MetaDesign und Mitglied im Club of Rome Deutschland, und Markus Frenzl, Professor für Designtheorie und Leiter des Designkulturen Institut für Angewandte Designforschung (dci) an der Fakultät Design der Hochschule München. In der konzentrierten Atmosphäre der Black Box entfaltet sich keine Podiumsdiskussion, sondern ein Bühnengespräch, das sich Raum und Zeit nimmt – ein Austausch, dem man beim Denken zuhören kann. Was bedeutet Suffizienz im Kontext von Gestaltung? Wie verändert sich der Stellenwert von Design, wenn weniger Konsum nicht Verzicht, sondern Gewinn bedeutet? Welche historischen und systemischen Linien führen uns an diesen Punkt? Und welche neuen Narrative und kulturellen Veränderungen braucht es, um aus der Krise einen Aufbruch zu machen? Eine Einladung zum Innehalten. Zum Perspektivwechsel. Und zur Frage, was »genug« wirklich bedeutet.
16:40 bis 17:30 Uhr Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen // Demokratie-Café (presented by Forum für Entwerfen)
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
Die Teilnehmenden entwickeln Ideen, wie Demokratie in kleinen und großen Maßnahmen als »bürgerschaftliche Teilhabe an der Gestaltung der eigenen Lebenswelt« erfahrbar gemacht werden kann: Demokratie als Lebensform – Vom Wert des Alltäglichen Zweifel der Bevölkerung an der Fähigkeit der Demokratie, in Krisenzeiten die Bürgerinnen und Bürger zu einer effektiv handelnden Gemeinschaft zu einen, haben ein bedenkliches Ausmaß erreicht. Die Demokratie existiert vermeintlich neben oder über der Lebenswelt der Menschen im Land. Eine wesentliche Ursache dafür ist, dass die freiheitliche Demokratie soziokulturell nahezu überhaupt nicht wahrnehmbar ist. Diese Fehleinschätzung muss korrigiert werden. Das DIVE ’25 Diskurs-Café untersucht aus der Warte des Social Designs das Sinnstiftungspotenzial der freiheitlichen Demokratie. Themen des Diskus Cafés Der DIVE Demokratie-Diskus widmen sich diesen thematischen Schwerpunkten: • Bewusstwerdung: Welche in der Verfassung verankerten Werte durchdringen unseren Lebensalltag, vielleicht ohne dass uns bewusst ist, wie demokratische Werte unser persönliches bzw. gemeinschaftliches Verhalten beeinflussen? Welche alltäglichen oder herausragenden Situationen und Ereignisse rücken demokratischen Werte in unser Bewusstsein? • Verinnerlichen: Wodurch wird Verinnerlichung ausgelöst bzw. gefördert? Wie sehr beeinflusst ist die sinnliche Wahrnehmbarkeit der Werte die Verinnerlichung? • Darstellen / Kommunizieren: Wie – mit welchen Narrativen, Gesten, Zeichen und soziokulturellen Ritualen etc. – kann Social Design demokratische Werte im Alltag markieren? Mit welchen Projektstrategien sollte Social Design junge Menschen / Schülerinnen und Schüler für demokratische Werte erschließen? Kann Social Design den öffentlichen Diskurs zu demokratischer Gemeinschaftskultur anfeuern – und offensiv in kontroverse Debatten eingreifen? Dies sind Impulsthemen, mit denen der Diskurs eröffnet wird. Den Teilnehmenden steht es frei, eigene Themen-Zirkel innerhalb des Diskurses zu initiieren.
Design macht Dienstleistung erlebbar – Markenführung bei Studiosus Reisen
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Design & Mittelstand
Ein gut gehütetes Geheimnis vorweg: Der Eiffelturm ist bei einer Studiosus-Reise genauso hoch wie bei einer TUI-Reise. Auch der Grand Canyon bleibt bei einer Studiosus-Reise genauso tief und lang wie bei einer individuell organisierten Reise. Und die Pyramiden sind stets gleich alt – unabhängig vom Veranstalter. Dennoch vermittelt eine Reise mit Studiosus, Europas größtem Studienreiseveranstalter, ein einzigartiges Erlebnis. Doch wie lässt sich ein Dienstleistungskonzept visualisieren? Wie kann man eine Reise nach Paris bewerben, ohne den Eiffelturm zu zeigen? Oder New York ohne die Freiheitsstatue? Wie zeigt man Einzigartigkeit, wenn alle Anbieter die gleichen Sehenswürdigkeiten besuchen und diese aus demselben Bildmaterial präsentieren? Nach einigen Irrungen und Wirrungen hat Studiosus vor 25 Jahren einen Weg eingeschlagen, der die Markenkommunikation bis heute prägt. Guido Wiegand erklärt, warum Ästhetik allein für eine erfolgreiche Markenkommunikation nicht ausreicht.
170 Jahre Design trotz und wegen Nachhaltigkeit
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Design & Mittelstand
Wie man vom Filzhut zum Hausschuh bis hin zum Sneaker aus Ochsenblut kommt und in 6 Generationen über 170 Jahre deutsche Industrie- und Designkultur seit 1856 überlebt, erzählt Sebastian Thies runtergebrochen in wenigen Minuten. Thies gibt einen Einblick in den Alltag eines Münchner KMUs, dass seine Produkte in globak verkauft und es vom Schaufenster kleiner lokaler Schuhhändler in die Museen und Departmentstores auf der ganzen Welt geschafft hat. Mehrere Weltkriege, Enteigungen, Weltwirtschaftskrisen und Pandemien hat die Marke thies 1856 bereits überstanden und dennoch, oder gerade deshalb fühlt sie Firma nachbwie vor wie ein Startup für die leitende Generation an und bringt Projekte wie das 2007 gegründete nachhaltige High-End Label nat-2 auf dem Markt. Wie es dazu kam, eine Brand mit Sneakern aus Moos, Naturstein, Zunderschwamm oder Heuwiese zu gründen und manchmal ein Markt für ein Produkt geschaffen werden muss? Das und mehr erfahren sie in dem Impulsvortrag: 170 Jahre Design trotz und wegen Nachhaltigkeit
Let's talk: Made in Mittelstand – Wie Design Unternehmen prägt
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Design & Mittelstand
Mode neu denken – Studie Status Deutscher Mode des Fashion Council Germany
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Mode wärmt, kühlt, versteckt, kann Haltung und Gefühle ausdrücken, von Lebensfreude, Verletzbarkeit, Trauer erzählen. Jenseits aller Emotion hat der Fashion Council Germany in Zusammenarbeit mit eBay und Oxford Economics die Studie »Status Deutscher Mode 2024« veröffentlicht. Sie liefert verlässliche, quantitative wie qualitative Daten und ermöglicht damit wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen über die Herausforderungen und Chancen, die vor der Modebranche liegen. Scott Lipinski, CEO Fashion Council Germany, stellt die Studie vor.
Politik machen! How to Designtag ...
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Roundtables
- Slot:
- Design Policy
17:45 bis 19:45 Uhr Glyphs Workshop: Make Your Logo Responsive – dynamische Wortmarken erstellen (sponsored by Glyphs)
- Dauer:
- 120 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
Was tun, wenn das Kundenlogo auch mal klein in die Ecke muss und nicht mehr richtig wirken will? Dann ist es Zeit für eine responsive Lösung! Mithilfe sogenannter optischer Größen bis hin zu einer Mikroversion des Logos lässt sich die Wirkung auch unter anspruchsvollen Bedingungen erhalten – über alle Touchpoints hinweg. Im Workshop verwenden wir die Schriftensoftware Glyphs, um das Logo als variablen Font zu erstellen und gleich im Webbrowser anzuwenden. Hint Hint: Variable Fonts sind das perfekte Tool für die Entscheidungsfindung des Kunden. In diesem Workshop lernen Sie, wie Sie Ihr Logo optimieren können. Bringen Sie ein eigenes Logo (SVG oder AI-Datei) mit, idealerweise in Schwarz-Weiß; oder verwenden Sie eine zur Verfügung gestellte Wortmarke. Nehmen Sie Ihr MacBook mit der vorinstallierten Testversion von Glyphs 3 mit.Die Teilnahme ist kostenfrei für Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz – wir bitten trotzdem um Buchung in unserer Buchungsplattform Ticket Tailor, da die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt ist.
18:00 bis 18:30 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
18:00 bis 18:30 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Slot:
- Break
18:00 bis 18:30 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
Digitaler Wandel ohne Designkompetenz? Digital Design und next UX als Schlüssel für ganzheitliche Gestaltung (presented by VDID)
- Dauer:
- 40 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Transformation
- Reihe:
- Design & UX
- Slot:
- Digitaler Wandel/UX
Digitaler Wandel ohne Design? Ein Rezept zum Scheitern. In unsicheren Zeiten und angesichts zunehmender Krisen ist es wichtiger denn je, Ressourcen gezielt und wirksam einzusetzen. Doch gerade in Digitalisierungsprojekten werden enorme Potenziale verschenkt: Technologien werden überstürzt gewählt, fachliche Anforderungen bleiben vage, und gestalterische Kompetenzen werden oft erst spät oder nur am Rande eingebunden. Die Folge sind ineffiziente Prozesse, digitaler Müll, also Produkte mit geringer Nutzungsrate – und massive Fehlinvestitionen. Digital Design setzt genau hier an: als strategischer und ganzheitlicher Gestaltungsansatz, der technische, wirtschaftliche und menschliche Perspektiven von Beginn an integriert. Richtig eingesetzt, sorgt es für Klarheit im Problemverständnis, stärkt die Zusammenarbeit im Team und ermöglicht Lösungen, die nicht nur funktionieren, sondern sich wirtschaftlich rechnen. In einer Zeit, in der Budgets schrumpfen und Fehlentwicklungen teuer sind, wird Digital Design zum entscheidenden Erfolgsfaktor.In unserer Podiumsdiskussion gehen wir diesen Fragen auf den Grund: Warum braucht es für die Entwicklung digitaler Produkte mehr als gutes Coding? Was bedeutet Digital Design – und warum ist es kein »Nice to have«? Wie überzeugen wir Entscheiderinnen und Entscheider davon, dass ganzheitliche Gestaltung kein Kostenfaktor, sondern ein echter Business-Booster ist? Warum ist Design der Schlüssel für wirtschaftliche Resilienz in der digitalen Krise? Anhand konkreter Erfahrungen aus Verwaltung, Wirtschaft und IT diskutieren wir, wie gute Gestaltung in Digitalprojekten gelingt – und was dafür heute noch fehlt.Programmpunkt presented by VDID
Mind the Gap: Warum Gendersensibles Design zählt! (presented by iGDN)
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Gender
Der Gender Data Gap – das Fehlen oder die Verzerrung geschlechtsspezifischer Daten – prägt die Gestaltung unserer Welt, vom Gesundheitswesen und der Stadtplanung bis hin zu digitalen Produkten und künstlicher Intelligenz. Im Design ist dieser blinde Fleck fatal. Wenn Frauen, nicht-binäre und trans Personen in Daten und Prozessen fehlen, fehlen sie auch in den Dingen, die wir gestalten. Produkte passen nicht, Interfaces diskriminieren, Systeme schließen aus. Design wird so – ob bewusst oder unbewusst – zum Verstärker bestehender Machtverhältnisse. Es reicht nicht, gut gestalten zu wollen. Wer Geschlecht nicht mitdenkt, gestaltet eine Welt, die nicht für alle funktioniert. Werfen wir also zusammen einen Blick auf diese Lücke!
Let's talk: Gender Data Gap
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Gender
Design jenseits des Verbrauchs – vom Serienprodukt zum Kurswechsel
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Nachhaltigkeit
- Slot:
- Circular Design
Was wäre, wenn Kreislaufwirtschaft nicht nur Ressourcen schont, sondern Unternehmen und Auftragnehmende langfristig verbindet? Dieser Vortrag präsentiert ein neues Designverständnis, bei dem Materialrückführung, Reparierbarkeit und langfristige Produktnutzung sowohl ökologisch sinnvoll als auch wirtschaftlich attraktiv sind. Anhand von Beispielen wie dem Projekt FAIRcraft – der Entwicklung einer nachhaltigen Flugzeugkabine – sowie weiteren exemplarischen Projekten werden klassische Designwerkzeuge wie »Design for Disassembly«, Materialkunde und zirkuläre Strategien vorgestellt. Zudem wird aufgezeigt, wie zirkuläre Geschäftsmodelle nicht nur Produkte in Nutzung halten, sondern auch eine kontinuierliche Kundenbindung fördern. Der Vortrag räumt mit verbreiteten Nachhaltigkeitsmythen auf: Warum eine Life Cycle Analysis (LCA) manchmal mehr verschleiert als erklärt, warum recyceltes PET aus dem Pfandsystem in der Modeindustrie kein grüner Erfolg, sondern ein systemisches Problem ist, und warum Kunststoff nicht per se schlecht ist – sondern es auf den richtigen Einsatz ankommt. Circular Economy bedeutet nicht Verzicht, sondern Verbindung. Sie hält Materialien im Kreislauf, fördert langfristige Geschäftsbeziehungen und eröffnet neue, zukunftssichere Geschäftsmodelle – eine Einladung zu nachhaltigem Fortschritt.
Eröffnung Eco-Design Ausstellung
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Innovation
- Slot:
- Eco Design Ausstellung
Inspirationsquelle für Gestalterinnen und Gestalter: Die Ausstellung zeigt die aktuellen nominierten und prämierten Projekte des Bundespreises Ecodesign. Da wäre beispielsweise ein ikonischer, nachhaltig hergestellter »Longrunner«, der Thonet-Kaffeehausstuhl oder Schwalbes »Green Marathon«, der weltweit erste Fahrradreifen, der aus gebrauchten Reifen hergestellt wird oder der E-Traktor Onox mit den schnell austauschbaren Batterieblöcken. Die laden zwar langsam, aber genau dadurch schonen sie Akku, Netz und Geldbeutel. Kurz: In der Ecodesign-Ausstellung erwartet Besucherinnen und Besucher eine beachtliche Anzahl herausragend gestalteter Exponate, die beweisen, dass Umweltverträglichkeit und gute Gestaltung kein Widerspruch sein müssen. Sehenswert.
ca. 20:00 Uhr Ausklang mit kleiner Zusammenfassung zu den Themen des Tages
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
9:30 Uhr Ankommen, Kaffee & Tee trinken, Platz nehmen
9:45 Uhr Einführung in den Tag
Vergangenheit gestalten – Was hat Erinnerungskultur mit Design zu tun?
Kreativität als Überlebensstrategie – Curt Bloch und sein Unterwasser-Kabarett
Kreativität als Überlebensstrategie – Curt Bloch und sein Unterwasser-Kabarett
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design des Erinnerns
Diese Wiederentdeckung war eine Sensation und stieß weltweit auf große Medienresonanz: In seinem niederländischen Versteck vor den Nazis schrieb der deutsche Jude Curt Bloch 492 Gedichte. Darin kommentierte er satirisch die Ereignisse an den Weltkriegsfronten, gab aber auch Einblicke in sein Gemüt zwischen Hoffnung und Verzweiflung. In kleinen Heften mit dem Titel »Het Onderwater-Cabaret« zirkulierten die handgeschriebenen Verse des Untergetauchten im Kreise der Widerständler. Mit seiner Wiesbadener Agentur Q, einem internationalen Team und in enger Zusammenarbeit mit der Familie Bloch in New York machte der Wiesbadener Designer Thilo von Debschitz den erstaunlichen Nachlass von Curt Bloch wieder zugänglich; wie das Tagebuch der Anne Frank bietet dieser einen ganz persönlichen, emotionalen Zugang zur Zeit des Nationalsozialismus. Die mehrfach preisgekrönte Webseite www.curt-bloch.com ist – 80 Jahre nach Kriegsende – eine reich gefüllte Schatzkammer für die Erinnerungsarbeit. Thilo von Debschitz macht uns mit Bloch und seinem Unterwasser-Kabarett bekannt; der Schauspieler Robert Dölle aus dem Ensemble des Münchner Residenztheaters ergänzt den Vortrag durch die Lesung ausgewählter Gedichte.
Design & Erinnerungskultur - Rückwärts nach vorne gestalten?
Kann Futuring ein Treiber zukunftsfähiger Gesellschaften sein? (presented by VDID)
Kann Futuring ein Treiber zukunftsfähiger Gesellschaften sein? (presented by VDID)
- Dauer:
- 45 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design als Mittel der Politikgestaltung
Designwirtschaftsethik – Futuring als Treiber zukunftsfähiger Gesellschaften Design-Futuring ist ein neues Wirkungsfeld für gestaltende Berufszweige und stellt einen völlig neuen, produktiven Zugang zu der Frage dar, was wir auch in Zukunft noch wollen können – für die Menschen, den Planeten, das Design und das Wirtschaften. Erlebt in der VDID-Podiumsdiskussion auf der DIVE’25, wie leistungsfähig Design für Fragen der Wirtschafts- und Unternehmensethik bis hin zur Corporate Social Responsibility (CSR) ist.
Von der Faser zur Vision – Innovation an der Schnittstelle von Mensch, Maschine und Design mit der Losgröße 1 (presented by VDMD) (Arbeitstitel)
Künstliche Intelligenz – oder: Vorne ist immer da, wo sich keiner auskennt
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
13:00 bis 15:00 Uhr KLANG/FORMEN – Improvisations-Workshop mit anschließender Live-Intervention
13:00 bis 15:00 Uhr KLANG/FORMEN – Improvisations-Workshop mit anschließender Live-Intervention
- Dauer:
- 120 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
»Improvisation ist (…) eine Kernkompetenz für gestaltende Personen«, sagt Claudius Lazzeroni, Professor für Interfacedesign an der Folkwang Universität der Künste, denn Improvisation fördert nicht nur kollaboratives Handeln, sondern öffnet zugleich den Raum für Interaktionen, in denen sich gerade auch Interdisziplinarität und Intermedialität in besonderer Weise entfalten können. Lazzeroni stellt im Workshop seine dynamische Notationsmethode vor, auf die Workshop-Teilnehmer·innen spontan und improvisatorisch mit Klängen reagieren. Mit Ulrich Müller (Live-Elektronik) und Patrick Schimanski (Schlagzeug und Live-Elektronik) stehen Lazzeroni zwei renommierte Improvisationsmusiker zur Seite, die ihre langjährige Erfahrung mit Improvisation einbringen. So öffnen sich spielerisch neue Erfahrungshorizonte, denn »die Kunst der Improvisation erfordert es, Ungewissheit zu umarmen, unerwartete Ideen zu erforschen und spontane Problemlösungen zu finden«. Der Workshop mündet als Intervention in eine 10minütige Live-Improvisation auf der Bühne des Carl-Orff-Saals. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Anschließend an den Workshop gemeinsame Bühnenintervention im Carl-Orff-Saal um 15:30 Uhr
13:00 bis 15:00 Uhr Zukunft verantworten – Wirtschaftsethik trifft Design-Futuring
13:00 bis 15:00 Uhr Zukunft verantworten – Wirtschaftsethik trifft Design-Futuring
- Dauer:
- 120 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Thema:
- Design für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Slot:
- Design Ethik
Wie können wir heute gestalten, was morgen Bestand hat? Bei diesem Roundtable wird die vorhergehende Podiumsdiskussion weiter vertieft. Wie bringen wir die Prinzipien wirtschaftlicher Verantwortung – von Unternehmensethik bis CSR – mit der Methodik des Design-Futurings in Dialog? Ziel ist es, neue Handlungsräume für zukunftsfähiges Wirtschaften zu entwerfen und zu diskutieren: im Spannungsfeld von Vision und Verantwortung, von Imagination und Impact. In der kleinen Runde von max. 15 Teilnehmenden entstehen konkrete Fragestellungen, Formate oder sogar erste Bausteine eines möglichen »Future Responsibility Lab«: einem Think- & Do-Space für interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Design, Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Revolution der Inklusion – Design zwischen Vielfalt und Ausgrenzung (presented by Universal Design)
Die Revolution der Inklusion – Design zwischen Vielfalt und Ausgrenzung (presented by Universal Design)
- Dauer:
- 40 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Inklusion
- Slot:
- Die Revolution der Inklusion
Design formt unsere Realität und entscheidet, wer dazugehört – oder ausgeschlossen wird. Jede Gestaltung trägt Verantwortung: Sie kann Vielfalt sichtbar machen oder Teilhabe verweigern. In einer facettenreichen Gesellschaft bleibt die Frage: Was ist »normal«? Design darf nicht Stigmata schaffen, sondern kann Zugänge öffnen und Vielfalt als Bereicherung erlebbar machen. In diesem Programmteil beleuchten wir, wie Design Teilhabe fördern und Ausgrenzung verhindern kann. Provokant und direkt hinterfragen wir: Wird Design zum Werkzeug für Inklusion oder bleibt es eine unsichtbare Kraft der Exklusion? Vielfalt ist keine Bedrohung, sondern die Realität – und Design muss lernen, dieser gerecht zu werden.
Schröpfungshöhe. Urheberschaft, Datendiebstahl, rechtliche Perspektiven
Schröpfungshöhe. Urheberschaft, Datendiebstahl, rechtliche Perspektiven
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Rechtsrahmen KI
Nie zuvor hat eine Technologie in einer solchen Geschwindigkeit die Lebensgrundlagen hoch spezialisierter Berufsgruppen in solchem Umfang infrage gestellt wie Generative KI es derzeit mit den schöpferisch Tätigen tut. Die Rede ist von Diebstahl und Enteignung, von Substitution und »AI Art«. Doch ist das Kunst, was die Maschine generiert; kann KI Design? Welche Sorgen müssen wir uns machen - und welche nicht? Der Vortrag beleuchtet die aktuellen rechtlichen und politischen Konfliktlinien an der Schnittstelle von Kultur, Design, Technologie und Ökonomie. Dabei stellt Matthias Hornschuh auch zentrale Ergebnisse einer aktuellen Studie der Initiative Urheberrecht vor: Sie belegt, in welch erheblichem Umfang generative KI - vom Training bis zur Generierung neuer Inhalte - mit geltendem Recht kollidiert. Daraus lassen sich neben politischen Forderungen auch praktische Verhaltensoptionen ableiten. Die europäische Wissensgesellschaft wird entscheiden müssen, inwieweit sie bereit ist, die Incentivierung von Wissensarbeit infragezustellen - und damit ihre Identität.
Best Cases KI: Ice Space Studios
Best Cases KI: Ice Space Studios
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Best Cases KI
KI ist mehr als nur ein Werkzeug. Sie ist unser kreativer Sparringspartner – ein Katalysator, der uns hilft, Ideen schneller zu entwickeln, präziser zu testen und Inhalte punktgenau zu personalisieren. Doch sie liefert keine fertigen Lösungen. Sie stellt Fragen, fordert Entscheidungen und verlangt nach einem klaren Gestaltungswillen. Wir zeigen, wie sich KI im Designprozess vom reaktiven Tool zur strategisch eingesetzten Partnerinstanz entwickelt – und was das in der Praxis bedeutet. Gemeinsam mit unserem Partner HWDesign haben wir KI-basierte Systeme in reale Workflows integriert: von kontextsensibler Recherche über hyper-personalised digital Give-aways bis hin zu KI-gestützter Bildgenerierung im Corporate Design. KI denkt mit – aber sie muss geführt werden. Richtig eingesetzt, verbindet sie datenbasierte Intelligenz mit menschlicher Kreativität. So entstehen Inhalte, die nicht nur effizient produziert, sondern individuell, markengerecht und visuell überzeugend sind. Und das Beste? Um all das zu nutzen, braucht es keinen technischen Hintergrund – sondern vor allem Neugier, Mut und eine klare Vorstellung davon, was Gestaltung heute leisten kann.
Leichte Sprache als Politikfeld
Leichte Sprache als Politikfeld
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Inklusion
- Slot:
- Leichte Sprache
Leichte Sprache ist mehr als vereinfachte Wörter. Es geht um Verständlichkeit – sprachlich und eben auch visuell. Vor über fünf Jahren hat der Deutsche Designtag in einer Stellungnahme die damaligen Empfehlungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Leichten Sprache deutlich kritisiert. Mit Erfolg: Aus der Kritik wurde ein Impuls, aus dem Impuls ein Auftrag an das DIN-Institut. Entstanden ist eine neue DIN SPEC mit »Empfehlungen für Deutsche Leichte Sprache«, die erstmals auch die Gestaltung als entscheidenden Faktor für Barrierefreiheit definiert. Damit eröffnet sich nicht nur Menschen mit eingeschränkter Lesefähigkeit der Zugang zu wichtigen Informationen – es entsteht zugleich ein neues Feld für Design: als Beitrag zu Teilhabe und gesellschaftlicher Verantwortung.
Best Cases KI: Peter Schmidt Group
Best Cases KI: Peter Schmidt Group
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Best Cases KI
Businesstreiber statt Asset Overkill: Wie KI nicht nur Effizienz steigert, sondern Geschäftsmodelle erweitert Immer mehr Kanäle, immer spitzere Zielgruppen, immer diversere Subkulturen, die von Marken authentische Ansprache auf Augenhöhe erfordern: Brand Manager stehen vor einer Mammutaufgabe – und KI-Tools leisten ihnen hier wertvolle Dienste. Sie generieren Massen an markengerechten Inhalten per Prompt, passend auf jedes Format. Lukas Cottrell, Managing Partner der Peter Schmidt Group, findet: Da geht noch mehr! Agenturen sollten Kunden beraten, wie sie KI nutzen können, um ihre Geschäftsmodelle zu erweitern. Er stellt Projekte und Studien aus dem Agenturalltag vor, bei der KI neue Angebote ermöglicht: für mehr Aufmerksamkeit, mehr Persönlichkeit und den Schritt vom analogen Angebot zum digital vernetzten Service.
DIN-Norm als Chance – Gutes Design für Leichte Sprache (presented by tgm)
DIN-Norm als Chance – Gutes Design für Leichte Sprache (presented by tgm)
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Inklusion
- Slot:
- Leichte Sprache
Designforscherin Sabina Sieghart, Mitwirkende an der DIN SPEC 33429 – Empfehlungen zur Deutschen Leichten Sprache, gibt in einem 15–20-minütigen Einführungsvortrag erste Einblicke in interdisziplinäre Ansätze barrierefreier Gestaltung mit Leichter Sprache. Sie erläutert, wie Design über technische Anforderungen hinaus visuelle, emotionale und funktionale Aspekte integriert, um Menschen mit geringer Lesekompetenz eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Praxisbeispiele und Forschungsergebnisse verdeutlichen das Potenzial inklusiver Gestaltung.
Let's talk: DIN-Norm als Chance – Gutes Design für Leichte Sprache (presented by tgm)
Best Cases KI: Mutabor
Best Cases KI: Mutabor
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Best Cases KI
Generative KI revolutioniert Markenführung und Kommunikation – mit einer Dynamik, wie wir sie zuletzt beim Aufstieg des E-Commerce erlebt haben. Gleichzeitig gelingt es vielen Marken nicht, ins Machen zu kommen und sich richtig aufzustellen. Was ist wichtig, um erfolgreich zu sein? Ivana Radovanovic teilt die wichtigsten Learnings aus ihrer 2-jährigen Reise mit Mutabor.AI und über 30 Kundencases.
Best Cases KI im Abgleich – Disruption, Kreativität, Praxis und Recht im Dialog
Best Cases KI im Abgleich – Disruption, Kreativität, Praxis und Recht im Dialog
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Best Cases KI
Nach drei pointierten Best Cases über den Einsatz von KI in Designprozessen – von Motion Design über Branding bis hin zur strategischen Kommunikation – öffnet die anschließende Podiumsdiskussion den Raum für eine übergreifende Einordnung: Welche Potenziale offenbaren sich in der konkreten Praxis – und wo beginnen die Grenzen? Welche Rolle spielt Disruption als Antrieb und Herausforderung zugleich? Wie können wir aus den präsentierten Best Cases gemeinsame Lehren ziehen – für eine kreative wie verantwortungsvolle Nutzung von KI? Mit der Keynote von Markus Petzl im Rücken und dem klaren Plädoyer von Matthias Hornschuh für einen robusten Rechtsrahmen, treffen in diesem Panel unterschiedliche Sichtweisen aufeinander – aus Agenturen, Gestaltung, Recht und Strategie. Im Zentrum steht der Versuch, das Spannungsfeld von Design, Technologie und Regulierung konstruktiv zu verhandeln.
Inklusion als Entwurf – Design von, für und durch Teilhabe
Inklusion als Entwurf – Design von, für und durch Teilhabe
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Designerinnen und Designer greifen massiv in unser Alltagsleben ein und beeinflussen maßgeblich, wer dazu gehört und wer nicht. Ungleichheit und Diskriminierung reproduzieren sich somit in höchstem Maß durch Design. Es wird Zeit, dass wir begreifen, wie gesellschaftliche, gestalterische und technologische Entwicklungen die Sicht auf Diversität verändern (können). Tom Bieling deckt auf verschiedenen Ebenen die Verbindungslinien von Design und Inklusion auf und leitet daraus nicht nur neue Operationsfelder für Designerinnen und Designer ab, sondern liefert auch Anknüpfungspunkte für andere Wissens- und Praxisfelder.
Barrierefreie Teilhabe gestalten – Perspektiven auf eine inklusive Kultur (presented by EDAD)
Barrierefreie Teilhabe gestalten – Perspektiven auf eine inklusive Kultur (presented by EDAD)
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Design für Alle
In diesem Bühnengesprächs diskutieren Prof. Dr. Tom Bieling, Autor des Buches »Inklusion als Entwurf – Forschung über, für und durch Design« und Mathias Knigge, Vorsitzender des Vereins EDAD – Design für Alle über die in 2024 veröffentlichten Teilhabeempfehlungen für eine inklusive Kultur, die im Dialog zwischen dem Deutschen Kulturrat, dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen und weiteren Akteurinnen und Akteuren entstanden sind – darunter auch dem Deutschen Designtag als Interessenvertretung der Designwirtschaft. Im Zentrum der Diskussion steht die Frage, wie sich die Empfehlungen konkret auf Gestaltungsprozesse, Designausbildung und kulturpolitisches Handeln auswirken können. Und wie lässt sich Inklusion als kulturelle Praxis nachhaltig verankern? Was können Gestalter:innen, Institutionen und andere Akteure tun? Und besonders: wie können mehrwertorientierte Angebote im »Design für alle« aussehen, anstatt mit defizitorientierten Speziallösungen nur wenige zu erreichen und weiter zu separieren?
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
Improvisation, Interaktion und Interdisziplinarität – Dynamische Notationssysteme – Eine Intervention
15:40 bis 17:25 Uhr Bürger:innen – pro Wandel!
15:40 bis 17:25 Uhr Bürger:innen – pro Wandel!
- Dauer:
- 105 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
Die Eskalation der Klimakrise erfordert nicht nur politische und wirtschaftliche Maßnahmen, sondern auch ein tiefgreifendes Umdenken in der Zivilgesellschaft. Bürgerinnen und Bürger tragen Mitverantwortung für Emissionen und Ressourcenverbrauch – und zugleich liegt in ihrem Verhalten und Engagement ein riesiges Potenzial für Wandel. Doch warum bleibt diese Kraft oft ungenutzt? In diesem Roundtable-Gespräch diskutieren wir im kleinen Kreis: • Welche Infrastrukturen und Impulse fehlen, damit Bürgerinnen und Bürger dauerhaft ins Handeln kommen? • Wie könnte ein zukunftsfähiges Kollaborationssystem aussehen, das individuelle Verantwortung in gemeinschaftliches, demokratisches Handeln überführt? • Was braucht es, damit zivilgesellschaftliches Engagement als »Für uns!«-Bewegung wirkt – wirksam, sichtbar und resilient? Ziel ist ein offener, vertraulicher Austausch über Ideen, Hindernisse und Hebel zur Aktivierung der Gesellschaft in der Klimatransformation – jenseits von Kampagnenlogik und oberflächlichem Aktivismus. Für alle, die Mitverantwortung als demokratische Ressource denken.
Kreativität in Zeiten von KI (presented by AGD und Illustratoren Organisation)
Kreativität in Zeiten von KI (presented by AGD und Illustratoren Organisation)
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Kreativität und generative KI
Generative KI wird kontrovers diskutiert, Einigkeit besteht jedoch zur Einschätzung ihres disruptiven Potentials für die Designwirtschaft. Early Movers der Branche haben längst Generative-KI-Workflows etabliert – es wird höchste Zeit für einen Austausch über die Auswirkungen dieser technischen Evolution auf unsere Kernkompetenz: Wie entwickelt sich unsere Kreativität im Zeichen generativer KI?
Gestaltung braucht Haltung! Warum Pink politisch ist und Protest gut aussehen muss.
Gestaltung braucht Haltung! Warum Pink politisch ist und Protest gut aussehen muss.
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design als Mittel der Politikgestaltung
Was passiert, wenn Politik auf Design trifft? Warum muss Protest gut aussehen? Wieso verursachen blaue Herzchen schlechte Gefühle und warum genau ist die Zukunft pink? Pink Büchsenschütz und Helge Lindh diskutieren die Potentiale von politischer Gestaltung. Wie können sich Designer:innen mit ihren Fähigkeiten in den politischen Diskurs einbringen? Wie gelingt ein guter Austausch zwischen Politik und Design? Welche Erkenntnisse können aus dem Haustürwahlkampf auf die Social Media Performance übertragen werden? Wann werden Wahlplakate endlich überflüssig? Wieso braucht Gestaltung mehr Haltung? Und vor allem: Wie können wir alle gemeinsam die Demokratie gut gestalten?
Gestaltungspielraum in groß? Wenn Designerinnen und Designer Politik machen
Gestaltungspielraum in groß? Wenn Designerinnen und Designer Politik machen
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design als Mittel der Politikgestaltung
In der Weimarer Republik war es keineswegs ungewöhnlich, dass Gestalterinnen und Gestalter – etwa aus Architektur und Design – sich aktiv in die Politik einbrachten. Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich das deutlich. Vielleicht hängt das auch mit der problematischen Rolle zusammen, die Teile der Design- und Architekturszene während des Nationalsozialismus spielten – sei es durch aktive Unterstützung oder durch Anpassung. Heute ist der Anteil von Menschen aus gestalterischen Berufen in Parlamenten, ob im Bundestag oder in den Landesparlamenten, auffallend gering. Umso spannender ist es, mit einer Gruppe von Designerinnen und Designern ins Gespräch zu kommen, die sich entschieden haben, Politik aktiv mitzugestalten – sei es im Mandat oder durch strategisches Design im politischen Raum. Was motiviert sie? Welche Perspektiven bringen sie ein? Und was verändert sich, wenn Gestaltungskompetenz in die politische Praxis einfließt? Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Helge Lindh, der in der vergangenen Legislaturperiode kultur- und medienpolitischer Sprecher der SPD war, diskutieren engagierte Gestalter:innen über ihren Weg in die Politik – und darüber, was es bedeutet, als Designende politisch Verantwortung zu übernehmen.
Studien des Rats für Formgebung
Design in Business (präsentiert vom Rat für Formgebung)
Design in Business (präsentiert vom Rat für Formgebung)
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Wirtschaft
Designerinnen und Designer leisten einen wesentlichen Beitrag zum Markterfolg von Produkten, zur Steigerung des Unternehmenswerts und zur digitalen Transformation von Organisationen. Dennoch werden diese Leistungen in vielen Unternehmen häufig unterschätzt und ihr Potenzial bleibt ungenutzt. Die aktuelle Studie »Design in Business« des German Design Council – Rat für Formgebung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Designforschung der Hochschule Darmstadt möchte das ändern. Sie basiert auf einer quantitativen Erhebung sowie vertiefenden Analysen von Best-Practice-Unternehmen und zeigt auf, welchen konkreten Beitrag Design im Unternehmen zur Value Creation leistet – und wie dieser strategisch geführt werden kann. In diesem Vortrag werden zentrale Ergebnisse der Studie vorgestellt und ihre Relevanz für die Positionierung von Design in Unternehmen aufgezeigt.
Norm, Maß, Macht – Warum (auch Mode-)Design nie neutral ist
Norm, Maß, Macht – Warum (auch Mode-)Design nie neutral ist
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Mode
- Slot:
- Mode & Material
Design gestaltet nicht nur Dinge – es gestaltet Wirklichkeit. Es entscheidet mit, was als »normal« gilt, welche Körper mitgedacht werden – und welche nicht. Sema Gedik, Gründerin des Modelabels Auf Augenhöhe, und Carmen Maiwald, Journalistin mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit, sprechen über die politische Dimension von Gestaltung: Wie tief sitzen die unsichtbaren Maßstäbe, die unsere Kleidung, unser Konsumverhalten und unsere Vorstellungen von Teilhabe prägen? Welche Verantwortung trägt Design in einer Gesellschaft, die sich Inklusion und Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreibt – und doch oft exklusiv bleibt?Ein Gespräch über das Maß der Dinge, über Gestaltung als gesellschaftliche Praxis – und über die Notwendigkeit, Design neu zu denken: als Werkzeug für Gerechtigkeit, nicht für Anpassung.
Design als strategischer Erfolgsfaktor – zwischen Anspruch und Realität
Design als strategischer Erfolgsfaktor – zwischen Anspruch und Realität
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Wirtschaft
Im Anschluss an die Präsentation der Studie Design in Business des German Design Council diskutieren Irmgard Hesse, Stephan Ott und Prof. Philipp Thesen über die strategische Rolle von Design in Unternehmen: Wie lässt sich der konkrete Beitrag von Design zur Wertschöpfung sichtbar machen? Welche strukturellen Bedingungen braucht es, damit Design sein Potenzial entfalten kann? Und wie gelingt es, Designkompetenz als Führungsressource im Unternehmen zu verankern?
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
Marke ist Haltung – Verantwortung schafft Resilienz
Marke ist Haltung – Verantwortung schafft Resilienz
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Branding
Marken können in Zukunft nur dann erfolgreich bleiben, wenn das zugehörige Unternehmen nachweislich Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeitenden übernimmt. In volatilen Zeiten braucht es mehr denn je starke, glaubwürdige Marken. Studien belegen: Von Marken wird zunehmend nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische und soziale Verantwortung erwartet. Mehr Schein als Sein funktioniert nicht mehr: Verantwortung zu übernehmen ist kein »grünes Deckmäntelchen«, sondern Notwendigkeit. Doch wie lassen sich Marken mit den ESG-Kriterien in Einklang bringen? Wie Botschaften konsistent übermitteln? Wie mit den sich ändernden Ansprüchen und Werten von Kunden und Kundinnen Schritt halten? Marken gelten dann als authentisch, wenn ihr Handeln mit dem übereinstimmt, was sie nach außen kommunizieren. Pinkwashing und Greenwashing sind unbedingt zu vermeiden: Es gilt, Aktivitäten und Botschaften zu finden, die aus der Marken-DNA kommen und diese konsequent in Handlungen umsetzen. Brand Performance gewinnt durch Verantwortung: Ein aktives Engagement für gesellschaftliche Belange kann die Reputation und Resilienz einer Marke erheblich verbessern. Marken, die führend in ökologischen Initiativen sind oder soziale Projekte unterstützen, werden oft als Vorreiter in ihrer Branche wahrgenommen und erlangen eine differenzierte Positionierung im Markt. Verantwortung und Markenerfolg gehen Hand in Hand.
Gestaltung braucht Verantwortung – Wie Nachhaltigkeit zum Gestaltungsprinzip werden kann
Gestaltung braucht Verantwortung – Wie Nachhaltigkeit zum Gestaltungsprinzip werden kann
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Mode
- Slot:
- Mode & Material
Sabine Resch spricht mit Anna Karsch, der Co-Gründerin Münchner Mode-Labels akjumii, darüber, wie zeitgenössische Kleidung heute gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Sie erläutern, was das modulare Modesystem, mit dem akjumii agiert, mit der vielbeschworenen Nachhaltigkeit zu tun hat und welchen Zugang Akjumii dazu findet. Wie verändert sich vestimentäre Kuration im Zusammenspiel von Modemarkt und öffentlicher Wahrnehmung? Welche Rolle spielt stilistische Substanz in einer Zeit, die auf turbokapitalistische Schnelligkeit und virale Looks ausgerichtet ist?
Kann man Wahrheit gestalten? Nachhaltigkeit in der Markenstrategie
Kann man Wahrheit gestalten? Nachhaltigkeit in der Markenstrategie
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Branding
Branding ist mehr als schönes Design – es ist ein klares Bekenntnis zur eigenen Identität. Starke Marken entstehen von innen heraus: Erst wenn Haltung zu Handeln wird, kann Gestaltung ihre volle Wirkung entfalten. Eine aktuelle Studie zur Nachhaltigkeit in der Markenführung im Mittelstand (2024) zeigt deutlich: Viele Unternehmen inszenieren Werte, die intern nicht konsequent gelebt werden. Das untergräbt Glaubwürdigkeit und Vertrauen – bei Kunden ebenso wie bei Mitarbeitenden. Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird gezeigt, wie Brand Strategy nicht nur visuelle Bilder erzeugt, sondern innere Überzeugungen sichtbar machen kann. Im Zentrum steht die Frage: Wie gelingt Konsistenz zwischen Auftritt und Verhalten – und warum entscheidet genau diese über den langfristigen Erfolg einer Marke? Marken, die ihre Werte ehrlich gestalten, entfalten eine starke Anziehungskraft.
Wen ziehen wir eigentlich an – und wer bleibt außen vor?
Wen ziehen wir eigentlich an – und wer bleibt außen vor?
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Mode
- Slot:
- Mode & Material
Design beeinflusst, wer gesehen wird – und wer nicht. Wer mitgedacht wird – und wer draußen bleibt.
Gestaltung ist längst nicht mehr nur Ausdruck von Stil oder Funktion – sie übernimmt, ob gewollt oder nicht, gesellschaftliche Verantwortung. Immer stärker prägt auch die Haltung der Gestaltenden das, was möglich wird – und das, was übersehen bleibt. Doch wer wird überhaupt adressiert? Wer ist gemeint, wenn wir gestalten? Und wer entscheidet das?
In dieser multiperspektivischen Diskussion treffen verschiedene Ansätze aufeinander: Modejournalismus, inklusive und nachhaltige Gestaltung sowie ein systemisch-politisches Designverständnis.
Mit dabei sind Stimmen aus Redaktion und Produktion.
Zwischen Inhalt und Ästhetik, Ethik und Ökonomie entstehen Reibungen – und genau darin liegt das Potenzial dieser Runde.
Das Panel sucht nicht nach Konsens, sondern öffnet den Raum für kritische Auseinandersetzung:
Was bedeutet Relevanz im Design heute wirklich?
Wie lässt sich Verantwortung gestalten, ohne belehrend zu wirken?
Und was braucht es, damit Gestaltung nicht nur sichtbar, sondern wirksam wird?
Ein Gespräch über Gestaltungsmacht – und ihre gesellschaftlichen Konsequenzen.
Branding zwischen Wertschätzung und Wertschöpfung, Greenwashing und Glaubwürdigkeit
Branding zwischen Wertschätzung und Wertschöpfung, Greenwashing und Glaubwürdigkeit
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Branding
Glauben wir uns selbst? Und warum? Welches Lösungsmittel kann uns von tradierten Vorstellungen befreien? Bedeutet Gesellschaftsorientierung auch Zukunftsorientierung? Ist Wertschöpfung eine Begleiterscheinung von Wertschätzung? Wie werden Kunden zu Verbündeten? Sind Hierarchien hinderlich? Wovor haben wir Angst?
Circular Affairs – Politik und Design bringen Zirkularität ins Rollen
Circular Affairs – Politik und Design bringen Zirkularität ins Rollen
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Nachhaltigkeit
- Slot:
- Circular Design
Zirkularität braucht mehr als Materialkreisläufe – sie braucht Ideenkreisläufe zwischen Politik und Design. Politik setzt die Leitplanken für Nachhaltigkeit – Design sorgt dafür, dass diese nicht als Bremse, sondern als Hebel für Innovation erlebt werden. Denn wenn Kreislaufwirtschaft wirken soll, darf sie nicht nach Bürokratie riechen, sondern nach Zukunft. Gleichzeitig entwickelt Gestaltung oft schneller neue Lösungen, als Politik reagieren kann – höchste Zeit also, die Schleife zu schließen: mit mutiger Politik, die Spielräume schafft, und einem Design, das das Spielfeld mitgestaltet. Die Keynote inspiriert mit Beispielen und einer klaren Botschaft: Die Zukunft ist zirkulär, deswegen kann der Weg dort hin nicht linear sein.
SHIFT happens – Nachhaltige Technologie und eine neue Rechtsform
SHIFT happens – Nachhaltige Technologie und eine neue Rechtsform
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Nachhaltigkeit
- Slot:
- Circular Design
In seinem Vortrag beleuchtet Carsten Waldeck, Gründer von Fairphone, wie technologische Innovationen und unternehmerische Verantwortung im Einklang mit Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit gestaltet werden können. Am Beispiel von Fairphone, einem der weltweit ersten nachhaltigen Smartphones, zeigt Waldeck, dass technologische Produkte nicht nur umweltfreundlich, sondern auch sozial fair und ethisch produziert werden können. Der Vortrag geht über die technische Ebene hinaus und thematisiert die grundlegende Frage, wie Unternehmen als Akteure des Wandels agieren können. Waldeck stellt eine neue Rechtsform vor, die soziale und ökologische Verantwortung fest in der Unternehmensstruktur verankert. Damit präsentiert er ein Modell für eine zukunftsorientierte Wirtschaft, in der nachhaltiges Design und verantwortungsvolles Handeln untrennbar miteinander verbunden sind. Der Vortrag richtet sich an Designer:innen, Unternehmer:innen, politische Akteur:innen und alle, die sich für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft interessieren. Er zeigt auf, wie der SHIFT zu einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Technologie gelingen kann – durch innovative Ideen, ethisches Unternehmertum und eine klare rechtliche Verankerung von Verantwortung.
Leadership by Design – Führung neu denken
Leadership by Design – Führung neu denken
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Leadership & Design
In Zeiten von Unsicherheit und rasanten Veränderungen braucht es mehr denn je Führung, die positiven Impact, Innovation und Resilienz vereint. Während Führungskräfte mit Stress, dem Druck rund um KI und dem Anspruch auf Wachstum ringen, fragen sich viele Mitarbeitende: Wie kann ich gesund leben und arbeiten – und wem kann ich dabei vertrauen? Sie gehen, wenn es an Mut und Mitgefühl fehlt. Kann KI helfen, eine neue, menschlichere Art von Leadership zu entfalten? Müssen wir Arbeit und Erfolg nicht grundlegend neu denken? Dieser Vortrag zeigt praxisnahe Life Hacks für Führungskräfte, um eine gesunde, zukunftsfähige Arbeitswelt zu gestalten – und Organisationen zu neuem Leben zu erwecken.
Mit Unternehmungen nachhaltig gestalten
ca. 20:15 Uhr Ausklang mit kleiner Zusammenfassung zu den Themen des Tages
Carl-Orff-Saal
9:30 Uhr Ankommen, Kaffee & Tee trinken, Platz nehmen
09:30 – 09:45
9:45 Uhr Einführung in den Tag
09:45 – 10:00
Vergangenheit gestalten – Was hat Erinnerungskultur mit Design zu tun?
10:00 – 10:20
Kreativität als Überlebensstrategie – Curt Bloch und sein Unterwasser-Kabarett
10:20 – 10:45
Design & Erinnerungskultur - Rückwärts nach vorne gestalten?
10:45 – 11:05
Von der Faser zur Vision – Innovation an der Schnittstelle von Mensch, Maschine und Design mit der Losgröße 1 (presented by VDMD) (Arbeitstitel)
11:10 – 11:30
Künstliche Intelligenz – oder: Vorne ist immer da, wo sich keiner auskennt
11:35 – 11:55
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 – 13:00
Die Revolution der Inklusion – Design zwischen Vielfalt und Ausgrenzung (presented by Universal Design)
13:00 – 13:40
Leichte Sprache als Politikfeld
13:45 – 13:50
DIN-Norm als Chance – Gutes Design für Leichte Sprache (presented by tgm)
13:50 – 14:05
Let's talk: DIN-Norm als Chance – Gutes Design für Leichte Sprache (presented by tgm)
14:05 – 14:25
Inklusion als Entwurf – Design von, für und durch Teilhabe
14:30 – 14:40
Barrierefreie Teilhabe gestalten – Perspektiven auf eine inklusive Kultur (presented by EDAD)
14:40 – 15:00
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 – 15:30
Improvisation, Interaktion und Interdisziplinarität – Dynamische Notationssysteme – Eine Intervention
15:30 – 15:40
Gestaltung braucht Haltung! Warum Pink politisch ist und Protest gut aussehen muss.
15:45 – 16:15
Gestaltungspielraum in groß? Wenn Designerinnen und Designer Politik machen
16:20 – 16:50
Norm, Maß, Macht – Warum (auch Mode-)Design nie neutral ist
16:55 – 17:25
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
17:30 – 18:00
Gestaltung braucht Verantwortung – Wie Nachhaltigkeit zum Gestaltungsprinzip werden kann
18:00 – 18:20
Wen ziehen wir eigentlich an – und wer bleibt außen vor?
18:20 – 18:40
Circular Affairs – Politik und Design bringen Zirkularität ins Rollen
18:45 – 19:00
SHIFT happens – Nachhaltige Technologie und eine neue Rechtsform
19:05 – 19:20
Leadership by Design – Führung neu denken
19:25 – 19:40
Mit Unternehmungen nachhaltig gestalten
19:45 – 20:20
ca. 20:15 Uhr Ausklang mit kleiner Zusammenfassung zu den Themen des Tages
20:20 – 20:30
Workshop-Raum
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 – 13:00
13:00 bis 15:00 Uhr KLANG/FORMEN – Improvisations-Workshop mit anschließender Live-Intervention
13:00 – 15:00
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 – 15:30
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
17:30 – 18:00
Black Box
Kann Futuring ein Treiber zukunftsfähiger Gesellschaften sein? (presented by VDID)
11:10 – 11:55
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 – 13:00
Schröpfungshöhe. Urheberschaft, Datendiebstahl, rechtliche Perspektiven
13:00 – 13:25
Best Cases KI: Ice Space Studios
13:30 – 13:45
Best Cases KI: Peter Schmidt Group
13:50 – 14:05
Best Cases KI: Mutabor
14:10 – 14:25
Best Cases KI im Abgleich – Disruption, Kreativität, Praxis und Recht im Dialog
14:30 – 15:00
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 – 15:30
Kreativität in Zeiten von KI (presented by AGD und Illustratoren Organisation)
15:40 – 16:30
Studien des Rats für Formgebung
16:35 – 16:40
Design in Business (präsentiert vom Rat für Formgebung)
16:40 – 17:05
Design als strategischer Erfolgsfaktor – zwischen Anspruch und Realität
17:05 – 17:30
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
17:30 – 18:00
Marke ist Haltung – Verantwortung schafft Resilienz
18:00 – 18:15
Kann man Wahrheit gestalten? Nachhaltigkeit in der Markenstrategie
18:20 – 18:35
Branding zwischen Wertschätzung und Wertschöpfung, Greenwashing und Glaubwürdigkeit
18:40 – 19:10
Roundtable
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 – 13:00
13:00 bis 15:00 Uhr Zukunft verantworten – Wirtschaftsethik trifft Design-Futuring
13:00 – 15:00
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
15:00 – 15:30
15:40 bis 17:25 Uhr Bürger:innen – pro Wandel!
15:40 – 17:25
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
17:30 – 18:00
9:30 Uhr Ankommen, Kaffee & Tee trinken, Platz nehmen
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Slow Start
9:45 Uhr Einführung in den Tag
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Vergangenheit gestalten – Was hat Erinnerungskultur mit Design zu tun?
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design des Erinnerns
Kreativität als Überlebensstrategie – Curt Bloch und sein Unterwasser-Kabarett
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design des Erinnerns
Diese Wiederentdeckung war eine Sensation und stieß weltweit auf große Medienresonanz: In seinem niederländischen Versteck vor den Nazis schrieb der deutsche Jude Curt Bloch 492 Gedichte. Darin kommentierte er satirisch die Ereignisse an den Weltkriegsfronten, gab aber auch Einblicke in sein Gemüt zwischen Hoffnung und Verzweiflung. In kleinen Heften mit dem Titel »Het Onderwater-Cabaret« zirkulierten die handgeschriebenen Verse des Untergetauchten im Kreise der Widerständler. Mit seiner Wiesbadener Agentur Q, einem internationalen Team und in enger Zusammenarbeit mit der Familie Bloch in New York machte der Wiesbadener Designer Thilo von Debschitz den erstaunlichen Nachlass von Curt Bloch wieder zugänglich; wie das Tagebuch der Anne Frank bietet dieser einen ganz persönlichen, emotionalen Zugang zur Zeit des Nationalsozialismus. Die mehrfach preisgekrönte Webseite www.curt-bloch.com ist – 80 Jahre nach Kriegsende – eine reich gefüllte Schatzkammer für die Erinnerungsarbeit. Thilo von Debschitz macht uns mit Bloch und seinem Unterwasser-Kabarett bekannt; der Schauspieler Robert Dölle aus dem Ensemble des Münchner Residenztheaters ergänzt den Vortrag durch die Lesung ausgewählter Gedichte.
Design & Erinnerungskultur - Rückwärts nach vorne gestalten?
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design des Erinnerns
Kann Futuring ein Treiber zukunftsfähiger Gesellschaften sein? (presented by VDID)
- Dauer:
- 45 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design als Mittel der Politikgestaltung
Designwirtschaftsethik – Futuring als Treiber zukunftsfähiger Gesellschaften Design-Futuring ist ein neues Wirkungsfeld für gestaltende Berufszweige und stellt einen völlig neuen, produktiven Zugang zu der Frage dar, was wir auch in Zukunft noch wollen können – für die Menschen, den Planeten, das Design und das Wirtschaften. Erlebt in der VDID-Podiumsdiskussion auf der DIVE’25, wie leistungsfähig Design für Fragen der Wirtschafts- und Unternehmensethik bis hin zur Corporate Social Responsibility (CSR) ist.
Von der Faser zur Vision – Innovation an der Schnittstelle von Mensch, Maschine und Design mit der Losgröße 1 (presented by VDMD) (Arbeitstitel)
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Mode
- Slot:
- Mode & Material
Künstliche Intelligenz – oder: Vorne ist immer da, wo sich keiner auskennt
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Kreativität und generative KI
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Slot:
- Break
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Slot:
- Break
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
13:00 bis 15:00 Uhr KLANG/FORMEN – Improvisations-Workshop mit anschließender Live-Intervention
- Dauer:
- 120 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
»Improvisation ist (…) eine Kernkompetenz für gestaltende Personen«, sagt Claudius Lazzeroni, Professor für Interfacedesign an der Folkwang Universität der Künste, denn Improvisation fördert nicht nur kollaboratives Handeln, sondern öffnet zugleich den Raum für Interaktionen, in denen sich gerade auch Interdisziplinarität und Intermedialität in besonderer Weise entfalten können. Lazzeroni stellt im Workshop seine dynamische Notationsmethode vor, auf die Workshop-Teilnehmer·innen spontan und improvisatorisch mit Klängen reagieren. Mit Ulrich Müller (Live-Elektronik) und Patrick Schimanski (Schlagzeug und Live-Elektronik) stehen Lazzeroni zwei renommierte Improvisationsmusiker zur Seite, die ihre langjährige Erfahrung mit Improvisation einbringen. So öffnen sich spielerisch neue Erfahrungshorizonte, denn »die Kunst der Improvisation erfordert es, Ungewissheit zu umarmen, unerwartete Ideen zu erforschen und spontane Problemlösungen zu finden«. Der Workshop mündet als Intervention in eine 10minütige Live-Improvisation auf der Bühne des Carl-Orff-Saals. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Anschließend an den Workshop gemeinsame Bühnenintervention im Carl-Orff-Saal um 15:30 Uhr
13:00 bis 15:00 Uhr Zukunft verantworten – Wirtschaftsethik trifft Design-Futuring
- Dauer:
- 120 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Thema:
- Design für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Slot:
- Design Ethik
Wie können wir heute gestalten, was morgen Bestand hat? Bei diesem Roundtable wird die vorhergehende Podiumsdiskussion weiter vertieft. Wie bringen wir die Prinzipien wirtschaftlicher Verantwortung – von Unternehmensethik bis CSR – mit der Methodik des Design-Futurings in Dialog? Ziel ist es, neue Handlungsräume für zukunftsfähiges Wirtschaften zu entwerfen und zu diskutieren: im Spannungsfeld von Vision und Verantwortung, von Imagination und Impact. In der kleinen Runde von max. 15 Teilnehmenden entstehen konkrete Fragestellungen, Formate oder sogar erste Bausteine eines möglichen »Future Responsibility Lab«: einem Think- & Do-Space für interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Design, Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Revolution der Inklusion – Design zwischen Vielfalt und Ausgrenzung (presented by Universal Design)
- Dauer:
- 40 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Inklusion
- Slot:
- Die Revolution der Inklusion
Design formt unsere Realität und entscheidet, wer dazugehört – oder ausgeschlossen wird. Jede Gestaltung trägt Verantwortung: Sie kann Vielfalt sichtbar machen oder Teilhabe verweigern. In einer facettenreichen Gesellschaft bleibt die Frage: Was ist »normal«? Design darf nicht Stigmata schaffen, sondern kann Zugänge öffnen und Vielfalt als Bereicherung erlebbar machen. In diesem Programmteil beleuchten wir, wie Design Teilhabe fördern und Ausgrenzung verhindern kann. Provokant und direkt hinterfragen wir: Wird Design zum Werkzeug für Inklusion oder bleibt es eine unsichtbare Kraft der Exklusion? Vielfalt ist keine Bedrohung, sondern die Realität – und Design muss lernen, dieser gerecht zu werden.
Schröpfungshöhe. Urheberschaft, Datendiebstahl, rechtliche Perspektiven
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Rechtsrahmen KI
Nie zuvor hat eine Technologie in einer solchen Geschwindigkeit die Lebensgrundlagen hoch spezialisierter Berufsgruppen in solchem Umfang infrage gestellt wie Generative KI es derzeit mit den schöpferisch Tätigen tut. Die Rede ist von Diebstahl und Enteignung, von Substitution und »AI Art«. Doch ist das Kunst, was die Maschine generiert; kann KI Design? Welche Sorgen müssen wir uns machen - und welche nicht? Der Vortrag beleuchtet die aktuellen rechtlichen und politischen Konfliktlinien an der Schnittstelle von Kultur, Design, Technologie und Ökonomie. Dabei stellt Matthias Hornschuh auch zentrale Ergebnisse einer aktuellen Studie der Initiative Urheberrecht vor: Sie belegt, in welch erheblichem Umfang generative KI - vom Training bis zur Generierung neuer Inhalte - mit geltendem Recht kollidiert. Daraus lassen sich neben politischen Forderungen auch praktische Verhaltensoptionen ableiten. Die europäische Wissensgesellschaft wird entscheiden müssen, inwieweit sie bereit ist, die Incentivierung von Wissensarbeit infragezustellen - und damit ihre Identität.
Best Cases KI: Ice Space Studios
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Best Cases KI
KI ist mehr als nur ein Werkzeug. Sie ist unser kreativer Sparringspartner – ein Katalysator, der uns hilft, Ideen schneller zu entwickeln, präziser zu testen und Inhalte punktgenau zu personalisieren. Doch sie liefert keine fertigen Lösungen. Sie stellt Fragen, fordert Entscheidungen und verlangt nach einem klaren Gestaltungswillen. Wir zeigen, wie sich KI im Designprozess vom reaktiven Tool zur strategisch eingesetzten Partnerinstanz entwickelt – und was das in der Praxis bedeutet. Gemeinsam mit unserem Partner HWDesign haben wir KI-basierte Systeme in reale Workflows integriert: von kontextsensibler Recherche über hyper-personalised digital Give-aways bis hin zu KI-gestützter Bildgenerierung im Corporate Design. KI denkt mit – aber sie muss geführt werden. Richtig eingesetzt, verbindet sie datenbasierte Intelligenz mit menschlicher Kreativität. So entstehen Inhalte, die nicht nur effizient produziert, sondern individuell, markengerecht und visuell überzeugend sind. Und das Beste? Um all das zu nutzen, braucht es keinen technischen Hintergrund – sondern vor allem Neugier, Mut und eine klare Vorstellung davon, was Gestaltung heute leisten kann.
Leichte Sprache als Politikfeld
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Inklusion
- Slot:
- Leichte Sprache
Leichte Sprache ist mehr als vereinfachte Wörter. Es geht um Verständlichkeit – sprachlich und eben auch visuell. Vor über fünf Jahren hat der Deutsche Designtag in einer Stellungnahme die damaligen Empfehlungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Leichten Sprache deutlich kritisiert. Mit Erfolg: Aus der Kritik wurde ein Impuls, aus dem Impuls ein Auftrag an das DIN-Institut. Entstanden ist eine neue DIN SPEC mit »Empfehlungen für Deutsche Leichte Sprache«, die erstmals auch die Gestaltung als entscheidenden Faktor für Barrierefreiheit definiert. Damit eröffnet sich nicht nur Menschen mit eingeschränkter Lesefähigkeit der Zugang zu wichtigen Informationen – es entsteht zugleich ein neues Feld für Design: als Beitrag zu Teilhabe und gesellschaftlicher Verantwortung.
Best Cases KI: Peter Schmidt Group
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Best Cases KI
Businesstreiber statt Asset Overkill: Wie KI nicht nur Effizienz steigert, sondern Geschäftsmodelle erweitert Immer mehr Kanäle, immer spitzere Zielgruppen, immer diversere Subkulturen, die von Marken authentische Ansprache auf Augenhöhe erfordern: Brand Manager stehen vor einer Mammutaufgabe – und KI-Tools leisten ihnen hier wertvolle Dienste. Sie generieren Massen an markengerechten Inhalten per Prompt, passend auf jedes Format. Lukas Cottrell, Managing Partner der Peter Schmidt Group, findet: Da geht noch mehr! Agenturen sollten Kunden beraten, wie sie KI nutzen können, um ihre Geschäftsmodelle zu erweitern. Er stellt Projekte und Studien aus dem Agenturalltag vor, bei der KI neue Angebote ermöglicht: für mehr Aufmerksamkeit, mehr Persönlichkeit und den Schritt vom analogen Angebot zum digital vernetzten Service.
DIN-Norm als Chance – Gutes Design für Leichte Sprache (presented by tgm)
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Inklusion
- Slot:
- Leichte Sprache
Designforscherin Sabina Sieghart, Mitwirkende an der DIN SPEC 33429 – Empfehlungen zur Deutschen Leichten Sprache, gibt in einem 15–20-minütigen Einführungsvortrag erste Einblicke in interdisziplinäre Ansätze barrierefreier Gestaltung mit Leichter Sprache. Sie erläutert, wie Design über technische Anforderungen hinaus visuelle, emotionale und funktionale Aspekte integriert, um Menschen mit geringer Lesekompetenz eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Praxisbeispiele und Forschungsergebnisse verdeutlichen das Potenzial inklusiver Gestaltung.
Let's talk: DIN-Norm als Chance – Gutes Design für Leichte Sprache (presented by tgm)
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Inklusion
- Slot:
- Leichte Sprache
Best Cases KI: Mutabor
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Best Cases KI
Generative KI revolutioniert Markenführung und Kommunikation – mit einer Dynamik, wie wir sie zuletzt beim Aufstieg des E-Commerce erlebt haben. Gleichzeitig gelingt es vielen Marken nicht, ins Machen zu kommen und sich richtig aufzustellen. Was ist wichtig, um erfolgreich zu sein? Ivana Radovanovic teilt die wichtigsten Learnings aus ihrer 2-jährigen Reise mit Mutabor.AI und über 30 Kundencases.
Best Cases KI im Abgleich – Disruption, Kreativität, Praxis und Recht im Dialog
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Best Cases KI
Nach drei pointierten Best Cases über den Einsatz von KI in Designprozessen – von Motion Design über Branding bis hin zur strategischen Kommunikation – öffnet die anschließende Podiumsdiskussion den Raum für eine übergreifende Einordnung: Welche Potenziale offenbaren sich in der konkreten Praxis – und wo beginnen die Grenzen? Welche Rolle spielt Disruption als Antrieb und Herausforderung zugleich? Wie können wir aus den präsentierten Best Cases gemeinsame Lehren ziehen – für eine kreative wie verantwortungsvolle Nutzung von KI? Mit der Keynote von Markus Petzl im Rücken und dem klaren Plädoyer von Matthias Hornschuh für einen robusten Rechtsrahmen, treffen in diesem Panel unterschiedliche Sichtweisen aufeinander – aus Agenturen, Gestaltung, Recht und Strategie. Im Zentrum steht der Versuch, das Spannungsfeld von Design, Technologie und Regulierung konstruktiv zu verhandeln.
Inklusion als Entwurf – Design von, für und durch Teilhabe
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Designerinnen und Designer greifen massiv in unser Alltagsleben ein und beeinflussen maßgeblich, wer dazu gehört und wer nicht. Ungleichheit und Diskriminierung reproduzieren sich somit in höchstem Maß durch Design. Es wird Zeit, dass wir begreifen, wie gesellschaftliche, gestalterische und technologische Entwicklungen die Sicht auf Diversität verändern (können). Tom Bieling deckt auf verschiedenen Ebenen die Verbindungslinien von Design und Inklusion auf und leitet daraus nicht nur neue Operationsfelder für Designerinnen und Designer ab, sondern liefert auch Anknüpfungspunkte für andere Wissens- und Praxisfelder.
Barrierefreie Teilhabe gestalten – Perspektiven auf eine inklusive Kultur (presented by EDAD)
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Design für Alle
In diesem Bühnengesprächs diskutieren Prof. Dr. Tom Bieling, Autor des Buches »Inklusion als Entwurf – Forschung über, für und durch Design« und Mathias Knigge, Vorsitzender des Vereins EDAD – Design für Alle über die in 2024 veröffentlichten Teilhabeempfehlungen für eine inklusive Kultur, die im Dialog zwischen dem Deutschen Kulturrat, dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen und weiteren Akteurinnen und Akteuren entstanden sind – darunter auch dem Deutschen Designtag als Interessenvertretung der Designwirtschaft. Im Zentrum der Diskussion steht die Frage, wie sich die Empfehlungen konkret auf Gestaltungsprozesse, Designausbildung und kulturpolitisches Handeln auswirken können. Und wie lässt sich Inklusion als kulturelle Praxis nachhaltig verankern? Was können Gestalter:innen, Institutionen und andere Akteure tun? Und besonders: wie können mehrwertorientierte Angebote im »Design für alle« aussehen, anstatt mit defizitorientierten Speziallösungen nur wenige zu erreichen und weiter zu separieren?
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Slot:
- Break
Improvisation, Interaktion und Interdisziplinarität – Dynamische Notationssysteme – Eine Intervention
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
15:40 bis 17:25 Uhr Bürger:innen – pro Wandel!
- Dauer:
- 105 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
Die Eskalation der Klimakrise erfordert nicht nur politische und wirtschaftliche Maßnahmen, sondern auch ein tiefgreifendes Umdenken in der Zivilgesellschaft. Bürgerinnen und Bürger tragen Mitverantwortung für Emissionen und Ressourcenverbrauch – und zugleich liegt in ihrem Verhalten und Engagement ein riesiges Potenzial für Wandel. Doch warum bleibt diese Kraft oft ungenutzt? In diesem Roundtable-Gespräch diskutieren wir im kleinen Kreis: • Welche Infrastrukturen und Impulse fehlen, damit Bürgerinnen und Bürger dauerhaft ins Handeln kommen? • Wie könnte ein zukunftsfähiges Kollaborationssystem aussehen, das individuelle Verantwortung in gemeinschaftliches, demokratisches Handeln überführt? • Was braucht es, damit zivilgesellschaftliches Engagement als »Für uns!«-Bewegung wirkt – wirksam, sichtbar und resilient? Ziel ist ein offener, vertraulicher Austausch über Ideen, Hindernisse und Hebel zur Aktivierung der Gesellschaft in der Klimatransformation – jenseits von Kampagnenlogik und oberflächlichem Aktivismus. Für alle, die Mitverantwortung als demokratische Ressource denken.
Kreativität in Zeiten von KI (presented by AGD und Illustratoren Organisation)
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Kreativität und generative KI
Generative KI wird kontrovers diskutiert, Einigkeit besteht jedoch zur Einschätzung ihres disruptiven Potentials für die Designwirtschaft. Early Movers der Branche haben längst Generative-KI-Workflows etabliert – es wird höchste Zeit für einen Austausch über die Auswirkungen dieser technischen Evolution auf unsere Kernkompetenz: Wie entwickelt sich unsere Kreativität im Zeichen generativer KI?
Gestaltung braucht Haltung! Warum Pink politisch ist und Protest gut aussehen muss.
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design als Mittel der Politikgestaltung
Was passiert, wenn Politik auf Design trifft? Warum muss Protest gut aussehen? Wieso verursachen blaue Herzchen schlechte Gefühle und warum genau ist die Zukunft pink? Pink Büchsenschütz und Helge Lindh diskutieren die Potentiale von politischer Gestaltung. Wie können sich Designer:innen mit ihren Fähigkeiten in den politischen Diskurs einbringen? Wie gelingt ein guter Austausch zwischen Politik und Design? Welche Erkenntnisse können aus dem Haustürwahlkampf auf die Social Media Performance übertragen werden? Wann werden Wahlplakate endlich überflüssig? Wieso braucht Gestaltung mehr Haltung? Und vor allem: Wie können wir alle gemeinsam die Demokratie gut gestalten?
Gestaltungspielraum in groß? Wenn Designerinnen und Designer Politik machen
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design als Mittel der Politikgestaltung
In der Weimarer Republik war es keineswegs ungewöhnlich, dass Gestalterinnen und Gestalter – etwa aus Architektur und Design – sich aktiv in die Politik einbrachten. Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich das deutlich. Vielleicht hängt das auch mit der problematischen Rolle zusammen, die Teile der Design- und Architekturszene während des Nationalsozialismus spielten – sei es durch aktive Unterstützung oder durch Anpassung. Heute ist der Anteil von Menschen aus gestalterischen Berufen in Parlamenten, ob im Bundestag oder in den Landesparlamenten, auffallend gering. Umso spannender ist es, mit einer Gruppe von Designerinnen und Designern ins Gespräch zu kommen, die sich entschieden haben, Politik aktiv mitzugestalten – sei es im Mandat oder durch strategisches Design im politischen Raum. Was motiviert sie? Welche Perspektiven bringen sie ein? Und was verändert sich, wenn Gestaltungskompetenz in die politische Praxis einfließt? Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Helge Lindh, der in der vergangenen Legislaturperiode kultur- und medienpolitischer Sprecher der SPD war, diskutieren engagierte Gestalter:innen über ihren Weg in die Politik – und darüber, was es bedeutet, als Designende politisch Verantwortung zu übernehmen.
Studien des Rats für Formgebung
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Wirtschaft
Design in Business (präsentiert vom Rat für Formgebung)
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Wirtschaft
Designerinnen und Designer leisten einen wesentlichen Beitrag zum Markterfolg von Produkten, zur Steigerung des Unternehmenswerts und zur digitalen Transformation von Organisationen. Dennoch werden diese Leistungen in vielen Unternehmen häufig unterschätzt und ihr Potenzial bleibt ungenutzt. Die aktuelle Studie »Design in Business« des German Design Council – Rat für Formgebung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Designforschung der Hochschule Darmstadt möchte das ändern. Sie basiert auf einer quantitativen Erhebung sowie vertiefenden Analysen von Best-Practice-Unternehmen und zeigt auf, welchen konkreten Beitrag Design im Unternehmen zur Value Creation leistet – und wie dieser strategisch geführt werden kann. In diesem Vortrag werden zentrale Ergebnisse der Studie vorgestellt und ihre Relevanz für die Positionierung von Design in Unternehmen aufgezeigt.
Norm, Maß, Macht – Warum (auch Mode-)Design nie neutral ist
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Mode
- Slot:
- Mode & Material
Design gestaltet nicht nur Dinge – es gestaltet Wirklichkeit. Es entscheidet mit, was als »normal« gilt, welche Körper mitgedacht werden – und welche nicht. Sema Gedik, Gründerin des Modelabels Auf Augenhöhe, und Carmen Maiwald, Journalistin mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit, sprechen über die politische Dimension von Gestaltung: Wie tief sitzen die unsichtbaren Maßstäbe, die unsere Kleidung, unser Konsumverhalten und unsere Vorstellungen von Teilhabe prägen? Welche Verantwortung trägt Design in einer Gesellschaft, die sich Inklusion und Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreibt – und doch oft exklusiv bleibt?Ein Gespräch über das Maß der Dinge, über Gestaltung als gesellschaftliche Praxis – und über die Notwendigkeit, Design neu zu denken: als Werkzeug für Gerechtigkeit, nicht für Anpassung.
Design als strategischer Erfolgsfaktor – zwischen Anspruch und Realität
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Wirtschaft
Im Anschluss an die Präsentation der Studie Design in Business des German Design Council diskutieren Irmgard Hesse, Stephan Ott und Prof. Philipp Thesen über die strategische Rolle von Design in Unternehmen: Wie lässt sich der konkrete Beitrag von Design zur Wertschöpfung sichtbar machen? Welche strukturellen Bedingungen braucht es, damit Design sein Potenzial entfalten kann? Und wie gelingt es, Designkompetenz als Führungsressource im Unternehmen zu verankern?
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Slot:
- Break
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Slot:
- Break
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
Marke ist Haltung – Verantwortung schafft Resilienz
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Branding
Marken können in Zukunft nur dann erfolgreich bleiben, wenn das zugehörige Unternehmen nachweislich Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeitenden übernimmt. In volatilen Zeiten braucht es mehr denn je starke, glaubwürdige Marken. Studien belegen: Von Marken wird zunehmend nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische und soziale Verantwortung erwartet. Mehr Schein als Sein funktioniert nicht mehr: Verantwortung zu übernehmen ist kein »grünes Deckmäntelchen«, sondern Notwendigkeit. Doch wie lassen sich Marken mit den ESG-Kriterien in Einklang bringen? Wie Botschaften konsistent übermitteln? Wie mit den sich ändernden Ansprüchen und Werten von Kunden und Kundinnen Schritt halten? Marken gelten dann als authentisch, wenn ihr Handeln mit dem übereinstimmt, was sie nach außen kommunizieren. Pinkwashing und Greenwashing sind unbedingt zu vermeiden: Es gilt, Aktivitäten und Botschaften zu finden, die aus der Marken-DNA kommen und diese konsequent in Handlungen umsetzen. Brand Performance gewinnt durch Verantwortung: Ein aktives Engagement für gesellschaftliche Belange kann die Reputation und Resilienz einer Marke erheblich verbessern. Marken, die führend in ökologischen Initiativen sind oder soziale Projekte unterstützen, werden oft als Vorreiter in ihrer Branche wahrgenommen und erlangen eine differenzierte Positionierung im Markt. Verantwortung und Markenerfolg gehen Hand in Hand.
Gestaltung braucht Verantwortung – Wie Nachhaltigkeit zum Gestaltungsprinzip werden kann
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Mode
- Slot:
- Mode & Material
Sabine Resch spricht mit Anna Karsch, der Co-Gründerin Münchner Mode-Labels akjumii, darüber, wie zeitgenössische Kleidung heute gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Sie erläutern, was das modulare Modesystem, mit dem akjumii agiert, mit der vielbeschworenen Nachhaltigkeit zu tun hat und welchen Zugang Akjumii dazu findet. Wie verändert sich vestimentäre Kuration im Zusammenspiel von Modemarkt und öffentlicher Wahrnehmung? Welche Rolle spielt stilistische Substanz in einer Zeit, die auf turbokapitalistische Schnelligkeit und virale Looks ausgerichtet ist?
Kann man Wahrheit gestalten? Nachhaltigkeit in der Markenstrategie
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Branding
Branding ist mehr als schönes Design – es ist ein klares Bekenntnis zur eigenen Identität. Starke Marken entstehen von innen heraus: Erst wenn Haltung zu Handeln wird, kann Gestaltung ihre volle Wirkung entfalten. Eine aktuelle Studie zur Nachhaltigkeit in der Markenführung im Mittelstand (2024) zeigt deutlich: Viele Unternehmen inszenieren Werte, die intern nicht konsequent gelebt werden. Das untergräbt Glaubwürdigkeit und Vertrauen – bei Kunden ebenso wie bei Mitarbeitenden. Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird gezeigt, wie Brand Strategy nicht nur visuelle Bilder erzeugt, sondern innere Überzeugungen sichtbar machen kann. Im Zentrum steht die Frage: Wie gelingt Konsistenz zwischen Auftritt und Verhalten – und warum entscheidet genau diese über den langfristigen Erfolg einer Marke? Marken, die ihre Werte ehrlich gestalten, entfalten eine starke Anziehungskraft.
Wen ziehen wir eigentlich an – und wer bleibt außen vor?
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Mode
- Slot:
- Mode & Material
Design beeinflusst, wer gesehen wird – und wer nicht. Wer mitgedacht wird – und wer draußen bleibt.
Gestaltung ist längst nicht mehr nur Ausdruck von Stil oder Funktion – sie übernimmt, ob gewollt oder nicht, gesellschaftliche Verantwortung. Immer stärker prägt auch die Haltung der Gestaltenden das, was möglich wird – und das, was übersehen bleibt. Doch wer wird überhaupt adressiert? Wer ist gemeint, wenn wir gestalten? Und wer entscheidet das?
In dieser multiperspektivischen Diskussion treffen verschiedene Ansätze aufeinander: Modejournalismus, inklusive und nachhaltige Gestaltung sowie ein systemisch-politisches Designverständnis.
Mit dabei sind Stimmen aus Redaktion und Produktion.
Zwischen Inhalt und Ästhetik, Ethik und Ökonomie entstehen Reibungen – und genau darin liegt das Potenzial dieser Runde.
Das Panel sucht nicht nach Konsens, sondern öffnet den Raum für kritische Auseinandersetzung:
Was bedeutet Relevanz im Design heute wirklich?
Wie lässt sich Verantwortung gestalten, ohne belehrend zu wirken?
Und was braucht es, damit Gestaltung nicht nur sichtbar, sondern wirksam wird?
Ein Gespräch über Gestaltungsmacht – und ihre gesellschaftlichen Konsequenzen.
Branding zwischen Wertschätzung und Wertschöpfung, Greenwashing und Glaubwürdigkeit
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Branding
Glauben wir uns selbst? Und warum? Welches Lösungsmittel kann uns von tradierten Vorstellungen befreien? Bedeutet Gesellschaftsorientierung auch Zukunftsorientierung? Ist Wertschöpfung eine Begleiterscheinung von Wertschätzung? Wie werden Kunden zu Verbündeten? Sind Hierarchien hinderlich? Wovor haben wir Angst?
Circular Affairs – Politik und Design bringen Zirkularität ins Rollen
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Nachhaltigkeit
- Slot:
- Circular Design
Zirkularität braucht mehr als Materialkreisläufe – sie braucht Ideenkreisläufe zwischen Politik und Design. Politik setzt die Leitplanken für Nachhaltigkeit – Design sorgt dafür, dass diese nicht als Bremse, sondern als Hebel für Innovation erlebt werden. Denn wenn Kreislaufwirtschaft wirken soll, darf sie nicht nach Bürokratie riechen, sondern nach Zukunft. Gleichzeitig entwickelt Gestaltung oft schneller neue Lösungen, als Politik reagieren kann – höchste Zeit also, die Schleife zu schließen: mit mutiger Politik, die Spielräume schafft, und einem Design, das das Spielfeld mitgestaltet. Die Keynote inspiriert mit Beispielen und einer klaren Botschaft: Die Zukunft ist zirkulär, deswegen kann der Weg dort hin nicht linear sein.
SHIFT happens – Nachhaltige Technologie und eine neue Rechtsform
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Nachhaltigkeit
- Slot:
- Circular Design
In seinem Vortrag beleuchtet Carsten Waldeck, Gründer von Fairphone, wie technologische Innovationen und unternehmerische Verantwortung im Einklang mit Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit gestaltet werden können. Am Beispiel von Fairphone, einem der weltweit ersten nachhaltigen Smartphones, zeigt Waldeck, dass technologische Produkte nicht nur umweltfreundlich, sondern auch sozial fair und ethisch produziert werden können. Der Vortrag geht über die technische Ebene hinaus und thematisiert die grundlegende Frage, wie Unternehmen als Akteure des Wandels agieren können. Waldeck stellt eine neue Rechtsform vor, die soziale und ökologische Verantwortung fest in der Unternehmensstruktur verankert. Damit präsentiert er ein Modell für eine zukunftsorientierte Wirtschaft, in der nachhaltiges Design und verantwortungsvolles Handeln untrennbar miteinander verbunden sind. Der Vortrag richtet sich an Designer:innen, Unternehmer:innen, politische Akteur:innen und alle, die sich für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft interessieren. Er zeigt auf, wie der SHIFT zu einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Technologie gelingen kann – durch innovative Ideen, ethisches Unternehmertum und eine klare rechtliche Verankerung von Verantwortung.
Leadership by Design – Führung neu denken
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Leadership & Design
In Zeiten von Unsicherheit und rasanten Veränderungen braucht es mehr denn je Führung, die positiven Impact, Innovation und Resilienz vereint. Während Führungskräfte mit Stress, dem Druck rund um KI und dem Anspruch auf Wachstum ringen, fragen sich viele Mitarbeitende: Wie kann ich gesund leben und arbeiten – und wem kann ich dabei vertrauen? Sie gehen, wenn es an Mut und Mitgefühl fehlt. Kann KI helfen, eine neue, menschlichere Art von Leadership zu entfalten? Müssen wir Arbeit und Erfolg nicht grundlegend neu denken? Dieser Vortrag zeigt praxisnahe Life Hacks für Führungskräfte, um eine gesunde, zukunftsfähige Arbeitswelt zu gestalten – und Organisationen zu neuem Leben zu erwecken.
Mit Unternehmungen nachhaltig gestalten
- Dauer:
- 35 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Design & Entrepreneurship
ca. 20:15 Uhr Ausklang mit kleiner Zusammenfassung zu den Themen des Tages
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
9:30 Uhr Ankommen, Kaffee & Tee trinken, Platz nehmen
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Slow Start
9:45 Uhr Einführung in den Tag
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Vergangenheit gestalten – Was hat Erinnerungskultur mit Design zu tun?
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design des Erinnerns
Kreativität als Überlebensstrategie – Curt Bloch und sein Unterwasser-Kabarett
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design des Erinnerns
Diese Wiederentdeckung war eine Sensation und stieß weltweit auf große Medienresonanz: In seinem niederländischen Versteck vor den Nazis schrieb der deutsche Jude Curt Bloch 492 Gedichte. Darin kommentierte er satirisch die Ereignisse an den Weltkriegsfronten, gab aber auch Einblicke in sein Gemüt zwischen Hoffnung und Verzweiflung. In kleinen Heften mit dem Titel »Het Onderwater-Cabaret« zirkulierten die handgeschriebenen Verse des Untergetauchten im Kreise der Widerständler. Mit seiner Wiesbadener Agentur Q, einem internationalen Team und in enger Zusammenarbeit mit der Familie Bloch in New York machte der Wiesbadener Designer Thilo von Debschitz den erstaunlichen Nachlass von Curt Bloch wieder zugänglich; wie das Tagebuch der Anne Frank bietet dieser einen ganz persönlichen, emotionalen Zugang zur Zeit des Nationalsozialismus. Die mehrfach preisgekrönte Webseite www.curt-bloch.com ist – 80 Jahre nach Kriegsende – eine reich gefüllte Schatzkammer für die Erinnerungsarbeit. Thilo von Debschitz macht uns mit Bloch und seinem Unterwasser-Kabarett bekannt; der Schauspieler Robert Dölle aus dem Ensemble des Münchner Residenztheaters ergänzt den Vortrag durch die Lesung ausgewählter Gedichte.
Design & Erinnerungskultur - Rückwärts nach vorne gestalten?
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design des Erinnerns
Kann Futuring ein Treiber zukunftsfähiger Gesellschaften sein? (presented by VDID)
- Dauer:
- 45 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design als Mittel der Politikgestaltung
Designwirtschaftsethik – Futuring als Treiber zukunftsfähiger Gesellschaften Design-Futuring ist ein neues Wirkungsfeld für gestaltende Berufszweige und stellt einen völlig neuen, produktiven Zugang zu der Frage dar, was wir auch in Zukunft noch wollen können – für die Menschen, den Planeten, das Design und das Wirtschaften. Erlebt in der VDID-Podiumsdiskussion auf der DIVE’25, wie leistungsfähig Design für Fragen der Wirtschafts- und Unternehmensethik bis hin zur Corporate Social Responsibility (CSR) ist.
Von der Faser zur Vision – Innovation an der Schnittstelle von Mensch, Maschine und Design mit der Losgröße 1 (presented by VDMD) (Arbeitstitel)
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Mode
- Slot:
- Mode & Material
Künstliche Intelligenz – oder: Vorne ist immer da, wo sich keiner auskennt
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Kreativität und generative KI
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Slot:
- Break
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Slot:
- Break
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
13:00 bis 15:00 Uhr KLANG/FORMEN – Improvisations-Workshop mit anschließender Live-Intervention
- Dauer:
- 120 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
»Improvisation ist (…) eine Kernkompetenz für gestaltende Personen«, sagt Claudius Lazzeroni, Professor für Interfacedesign an der Folkwang Universität der Künste, denn Improvisation fördert nicht nur kollaboratives Handeln, sondern öffnet zugleich den Raum für Interaktionen, in denen sich gerade auch Interdisziplinarität und Intermedialität in besonderer Weise entfalten können. Lazzeroni stellt im Workshop seine dynamische Notationsmethode vor, auf die Workshop-Teilnehmer·innen spontan und improvisatorisch mit Klängen reagieren. Mit Ulrich Müller (Live-Elektronik) und Patrick Schimanski (Schlagzeug und Live-Elektronik) stehen Lazzeroni zwei renommierte Improvisationsmusiker zur Seite, die ihre langjährige Erfahrung mit Improvisation einbringen. So öffnen sich spielerisch neue Erfahrungshorizonte, denn »die Kunst der Improvisation erfordert es, Ungewissheit zu umarmen, unerwartete Ideen zu erforschen und spontane Problemlösungen zu finden«. Der Workshop mündet als Intervention in eine 10minütige Live-Improvisation auf der Bühne des Carl-Orff-Saals. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Anschließend an den Workshop gemeinsame Bühnenintervention im Carl-Orff-Saal um 15:30 Uhr
13:00 bis 15:00 Uhr Zukunft verantworten – Wirtschaftsethik trifft Design-Futuring
- Dauer:
- 120 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Thema:
- Design für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Slot:
- Design Ethik
Wie können wir heute gestalten, was morgen Bestand hat? Bei diesem Roundtable wird die vorhergehende Podiumsdiskussion weiter vertieft. Wie bringen wir die Prinzipien wirtschaftlicher Verantwortung – von Unternehmensethik bis CSR – mit der Methodik des Design-Futurings in Dialog? Ziel ist es, neue Handlungsräume für zukunftsfähiges Wirtschaften zu entwerfen und zu diskutieren: im Spannungsfeld von Vision und Verantwortung, von Imagination und Impact. In der kleinen Runde von max. 15 Teilnehmenden entstehen konkrete Fragestellungen, Formate oder sogar erste Bausteine eines möglichen »Future Responsibility Lab«: einem Think- & Do-Space für interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Design, Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Revolution der Inklusion – Design zwischen Vielfalt und Ausgrenzung (presented by Universal Design)
- Dauer:
- 40 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Inklusion
- Slot:
- Die Revolution der Inklusion
Design formt unsere Realität und entscheidet, wer dazugehört – oder ausgeschlossen wird. Jede Gestaltung trägt Verantwortung: Sie kann Vielfalt sichtbar machen oder Teilhabe verweigern. In einer facettenreichen Gesellschaft bleibt die Frage: Was ist »normal«? Design darf nicht Stigmata schaffen, sondern kann Zugänge öffnen und Vielfalt als Bereicherung erlebbar machen. In diesem Programmteil beleuchten wir, wie Design Teilhabe fördern und Ausgrenzung verhindern kann. Provokant und direkt hinterfragen wir: Wird Design zum Werkzeug für Inklusion oder bleibt es eine unsichtbare Kraft der Exklusion? Vielfalt ist keine Bedrohung, sondern die Realität – und Design muss lernen, dieser gerecht zu werden.
Schröpfungshöhe. Urheberschaft, Datendiebstahl, rechtliche Perspektiven
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Rechtsrahmen KI
Nie zuvor hat eine Technologie in einer solchen Geschwindigkeit die Lebensgrundlagen hoch spezialisierter Berufsgruppen in solchem Umfang infrage gestellt wie Generative KI es derzeit mit den schöpferisch Tätigen tut. Die Rede ist von Diebstahl und Enteignung, von Substitution und »AI Art«. Doch ist das Kunst, was die Maschine generiert; kann KI Design? Welche Sorgen müssen wir uns machen - und welche nicht? Der Vortrag beleuchtet die aktuellen rechtlichen und politischen Konfliktlinien an der Schnittstelle von Kultur, Design, Technologie und Ökonomie. Dabei stellt Matthias Hornschuh auch zentrale Ergebnisse einer aktuellen Studie der Initiative Urheberrecht vor: Sie belegt, in welch erheblichem Umfang generative KI - vom Training bis zur Generierung neuer Inhalte - mit geltendem Recht kollidiert. Daraus lassen sich neben politischen Forderungen auch praktische Verhaltensoptionen ableiten. Die europäische Wissensgesellschaft wird entscheiden müssen, inwieweit sie bereit ist, die Incentivierung von Wissensarbeit infragezustellen - und damit ihre Identität.
Best Cases KI: Ice Space Studios
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Best Cases KI
KI ist mehr als nur ein Werkzeug. Sie ist unser kreativer Sparringspartner – ein Katalysator, der uns hilft, Ideen schneller zu entwickeln, präziser zu testen und Inhalte punktgenau zu personalisieren. Doch sie liefert keine fertigen Lösungen. Sie stellt Fragen, fordert Entscheidungen und verlangt nach einem klaren Gestaltungswillen. Wir zeigen, wie sich KI im Designprozess vom reaktiven Tool zur strategisch eingesetzten Partnerinstanz entwickelt – und was das in der Praxis bedeutet. Gemeinsam mit unserem Partner HWDesign haben wir KI-basierte Systeme in reale Workflows integriert: von kontextsensibler Recherche über hyper-personalised digital Give-aways bis hin zu KI-gestützter Bildgenerierung im Corporate Design. KI denkt mit – aber sie muss geführt werden. Richtig eingesetzt, verbindet sie datenbasierte Intelligenz mit menschlicher Kreativität. So entstehen Inhalte, die nicht nur effizient produziert, sondern individuell, markengerecht und visuell überzeugend sind. Und das Beste? Um all das zu nutzen, braucht es keinen technischen Hintergrund – sondern vor allem Neugier, Mut und eine klare Vorstellung davon, was Gestaltung heute leisten kann.
Leichte Sprache als Politikfeld
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Inklusion
- Slot:
- Leichte Sprache
Leichte Sprache ist mehr als vereinfachte Wörter. Es geht um Verständlichkeit – sprachlich und eben auch visuell. Vor über fünf Jahren hat der Deutsche Designtag in einer Stellungnahme die damaligen Empfehlungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Leichten Sprache deutlich kritisiert. Mit Erfolg: Aus der Kritik wurde ein Impuls, aus dem Impuls ein Auftrag an das DIN-Institut. Entstanden ist eine neue DIN SPEC mit »Empfehlungen für Deutsche Leichte Sprache«, die erstmals auch die Gestaltung als entscheidenden Faktor für Barrierefreiheit definiert. Damit eröffnet sich nicht nur Menschen mit eingeschränkter Lesefähigkeit der Zugang zu wichtigen Informationen – es entsteht zugleich ein neues Feld für Design: als Beitrag zu Teilhabe und gesellschaftlicher Verantwortung.
Best Cases KI: Peter Schmidt Group
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Best Cases KI
Businesstreiber statt Asset Overkill: Wie KI nicht nur Effizienz steigert, sondern Geschäftsmodelle erweitert Immer mehr Kanäle, immer spitzere Zielgruppen, immer diversere Subkulturen, die von Marken authentische Ansprache auf Augenhöhe erfordern: Brand Manager stehen vor einer Mammutaufgabe – und KI-Tools leisten ihnen hier wertvolle Dienste. Sie generieren Massen an markengerechten Inhalten per Prompt, passend auf jedes Format. Lukas Cottrell, Managing Partner der Peter Schmidt Group, findet: Da geht noch mehr! Agenturen sollten Kunden beraten, wie sie KI nutzen können, um ihre Geschäftsmodelle zu erweitern. Er stellt Projekte und Studien aus dem Agenturalltag vor, bei der KI neue Angebote ermöglicht: für mehr Aufmerksamkeit, mehr Persönlichkeit und den Schritt vom analogen Angebot zum digital vernetzten Service.
DIN-Norm als Chance – Gutes Design für Leichte Sprache (presented by tgm)
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Inklusion
- Slot:
- Leichte Sprache
Designforscherin Sabina Sieghart, Mitwirkende an der DIN SPEC 33429 – Empfehlungen zur Deutschen Leichten Sprache, gibt in einem 15–20-minütigen Einführungsvortrag erste Einblicke in interdisziplinäre Ansätze barrierefreier Gestaltung mit Leichter Sprache. Sie erläutert, wie Design über technische Anforderungen hinaus visuelle, emotionale und funktionale Aspekte integriert, um Menschen mit geringer Lesekompetenz eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Praxisbeispiele und Forschungsergebnisse verdeutlichen das Potenzial inklusiver Gestaltung.
Let's talk: DIN-Norm als Chance – Gutes Design für Leichte Sprache (presented by tgm)
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Inklusion
- Slot:
- Leichte Sprache
Best Cases KI: Mutabor
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Best Cases KI
Generative KI revolutioniert Markenführung und Kommunikation – mit einer Dynamik, wie wir sie zuletzt beim Aufstieg des E-Commerce erlebt haben. Gleichzeitig gelingt es vielen Marken nicht, ins Machen zu kommen und sich richtig aufzustellen. Was ist wichtig, um erfolgreich zu sein? Ivana Radovanovic teilt die wichtigsten Learnings aus ihrer 2-jährigen Reise mit Mutabor.AI und über 30 Kundencases.
Best Cases KI im Abgleich – Disruption, Kreativität, Praxis und Recht im Dialog
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Best Cases KI
Nach drei pointierten Best Cases über den Einsatz von KI in Designprozessen – von Motion Design über Branding bis hin zur strategischen Kommunikation – öffnet die anschließende Podiumsdiskussion den Raum für eine übergreifende Einordnung: Welche Potenziale offenbaren sich in der konkreten Praxis – und wo beginnen die Grenzen? Welche Rolle spielt Disruption als Antrieb und Herausforderung zugleich? Wie können wir aus den präsentierten Best Cases gemeinsame Lehren ziehen – für eine kreative wie verantwortungsvolle Nutzung von KI? Mit der Keynote von Markus Petzl im Rücken und dem klaren Plädoyer von Matthias Hornschuh für einen robusten Rechtsrahmen, treffen in diesem Panel unterschiedliche Sichtweisen aufeinander – aus Agenturen, Gestaltung, Recht und Strategie. Im Zentrum steht der Versuch, das Spannungsfeld von Design, Technologie und Regulierung konstruktiv zu verhandeln.
Inklusion als Entwurf – Design von, für und durch Teilhabe
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Designerinnen und Designer greifen massiv in unser Alltagsleben ein und beeinflussen maßgeblich, wer dazu gehört und wer nicht. Ungleichheit und Diskriminierung reproduzieren sich somit in höchstem Maß durch Design. Es wird Zeit, dass wir begreifen, wie gesellschaftliche, gestalterische und technologische Entwicklungen die Sicht auf Diversität verändern (können). Tom Bieling deckt auf verschiedenen Ebenen die Verbindungslinien von Design und Inklusion auf und leitet daraus nicht nur neue Operationsfelder für Designerinnen und Designer ab, sondern liefert auch Anknüpfungspunkte für andere Wissens- und Praxisfelder.
Barrierefreie Teilhabe gestalten – Perspektiven auf eine inklusive Kultur (presented by EDAD)
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Design für Alle
In diesem Bühnengesprächs diskutieren Prof. Dr. Tom Bieling, Autor des Buches »Inklusion als Entwurf – Forschung über, für und durch Design« und Mathias Knigge, Vorsitzender des Vereins EDAD – Design für Alle über die in 2024 veröffentlichten Teilhabeempfehlungen für eine inklusive Kultur, die im Dialog zwischen dem Deutschen Kulturrat, dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen und weiteren Akteurinnen und Akteuren entstanden sind – darunter auch dem Deutschen Designtag als Interessenvertretung der Designwirtschaft. Im Zentrum der Diskussion steht die Frage, wie sich die Empfehlungen konkret auf Gestaltungsprozesse, Designausbildung und kulturpolitisches Handeln auswirken können. Und wie lässt sich Inklusion als kulturelle Praxis nachhaltig verankern? Was können Gestalter:innen, Institutionen und andere Akteure tun? Und besonders: wie können mehrwertorientierte Angebote im »Design für alle« aussehen, anstatt mit defizitorientierten Speziallösungen nur wenige zu erreichen und weiter zu separieren?
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:30 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Slot:
- Break
Improvisation, Interaktion und Interdisziplinarität – Dynamische Notationssysteme – Eine Intervention
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
15:40 bis 17:25 Uhr Bürger:innen – pro Wandel!
- Dauer:
- 105 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Thema:
- Design für Politik / Politik für Design
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- "Demokratie, Partizipation und Design"
Die Eskalation der Klimakrise erfordert nicht nur politische und wirtschaftliche Maßnahmen, sondern auch ein tiefgreifendes Umdenken in der Zivilgesellschaft. Bürgerinnen und Bürger tragen Mitverantwortung für Emissionen und Ressourcenverbrauch – und zugleich liegt in ihrem Verhalten und Engagement ein riesiges Potenzial für Wandel. Doch warum bleibt diese Kraft oft ungenutzt? In diesem Roundtable-Gespräch diskutieren wir im kleinen Kreis: • Welche Infrastrukturen und Impulse fehlen, damit Bürgerinnen und Bürger dauerhaft ins Handeln kommen? • Wie könnte ein zukunftsfähiges Kollaborationssystem aussehen, das individuelle Verantwortung in gemeinschaftliches, demokratisches Handeln überführt? • Was braucht es, damit zivilgesellschaftliches Engagement als »Für uns!«-Bewegung wirkt – wirksam, sichtbar und resilient? Ziel ist ein offener, vertraulicher Austausch über Ideen, Hindernisse und Hebel zur Aktivierung der Gesellschaft in der Klimatransformation – jenseits von Kampagnenlogik und oberflächlichem Aktivismus. Für alle, die Mitverantwortung als demokratische Ressource denken.
Kreativität in Zeiten von KI (presented by AGD und Illustratoren Organisation)
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Kl
- Slot:
- Kreativität und generative KI
Generative KI wird kontrovers diskutiert, Einigkeit besteht jedoch zur Einschätzung ihres disruptiven Potentials für die Designwirtschaft. Early Movers der Branche haben längst Generative-KI-Workflows etabliert – es wird höchste Zeit für einen Austausch über die Auswirkungen dieser technischen Evolution auf unsere Kernkompetenz: Wie entwickelt sich unsere Kreativität im Zeichen generativer KI?
Gestaltung braucht Haltung! Warum Pink politisch ist und Protest gut aussehen muss.
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design als Mittel der Politikgestaltung
Was passiert, wenn Politik auf Design trifft? Warum muss Protest gut aussehen? Wieso verursachen blaue Herzchen schlechte Gefühle und warum genau ist die Zukunft pink? Pink Büchsenschütz und Helge Lindh diskutieren die Potentiale von politischer Gestaltung. Wie können sich Designer:innen mit ihren Fähigkeiten in den politischen Diskurs einbringen? Wie gelingt ein guter Austausch zwischen Politik und Design? Welche Erkenntnisse können aus dem Haustürwahlkampf auf die Social Media Performance übertragen werden? Wann werden Wahlplakate endlich überflüssig? Wieso braucht Gestaltung mehr Haltung? Und vor allem: Wie können wir alle gemeinsam die Demokratie gut gestalten?
Gestaltungspielraum in groß? Wenn Designerinnen und Designer Politik machen
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design als Mittel der Politikgestaltung
In der Weimarer Republik war es keineswegs ungewöhnlich, dass Gestalterinnen und Gestalter – etwa aus Architektur und Design – sich aktiv in die Politik einbrachten. Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich das deutlich. Vielleicht hängt das auch mit der problematischen Rolle zusammen, die Teile der Design- und Architekturszene während des Nationalsozialismus spielten – sei es durch aktive Unterstützung oder durch Anpassung. Heute ist der Anteil von Menschen aus gestalterischen Berufen in Parlamenten, ob im Bundestag oder in den Landesparlamenten, auffallend gering. Umso spannender ist es, mit einer Gruppe von Designerinnen und Designern ins Gespräch zu kommen, die sich entschieden haben, Politik aktiv mitzugestalten – sei es im Mandat oder durch strategisches Design im politischen Raum. Was motiviert sie? Welche Perspektiven bringen sie ein? Und was verändert sich, wenn Gestaltungskompetenz in die politische Praxis einfließt? Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Helge Lindh, der in der vergangenen Legislaturperiode kultur- und medienpolitischer Sprecher der SPD war, diskutieren engagierte Gestalter:innen über ihren Weg in die Politik – und darüber, was es bedeutet, als Designende politisch Verantwortung zu übernehmen.
Studien des Rats für Formgebung
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Wirtschaft
Design in Business (präsentiert vom Rat für Formgebung)
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Wirtschaft
Designerinnen und Designer leisten einen wesentlichen Beitrag zum Markterfolg von Produkten, zur Steigerung des Unternehmenswerts und zur digitalen Transformation von Organisationen. Dennoch werden diese Leistungen in vielen Unternehmen häufig unterschätzt und ihr Potenzial bleibt ungenutzt. Die aktuelle Studie »Design in Business« des German Design Council – Rat für Formgebung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Designforschung der Hochschule Darmstadt möchte das ändern. Sie basiert auf einer quantitativen Erhebung sowie vertiefenden Analysen von Best-Practice-Unternehmen und zeigt auf, welchen konkreten Beitrag Design im Unternehmen zur Value Creation leistet – und wie dieser strategisch geführt werden kann. In diesem Vortrag werden zentrale Ergebnisse der Studie vorgestellt und ihre Relevanz für die Positionierung von Design in Unternehmen aufgezeigt.
Norm, Maß, Macht – Warum (auch Mode-)Design nie neutral ist
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Mode
- Slot:
- Mode & Material
Design gestaltet nicht nur Dinge – es gestaltet Wirklichkeit. Es entscheidet mit, was als »normal« gilt, welche Körper mitgedacht werden – und welche nicht. Sema Gedik, Gründerin des Modelabels Auf Augenhöhe, und Carmen Maiwald, Journalistin mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit, sprechen über die politische Dimension von Gestaltung: Wie tief sitzen die unsichtbaren Maßstäbe, die unsere Kleidung, unser Konsumverhalten und unsere Vorstellungen von Teilhabe prägen? Welche Verantwortung trägt Design in einer Gesellschaft, die sich Inklusion und Nachhaltigkeit auf die Fahnen schreibt – und doch oft exklusiv bleibt?Ein Gespräch über das Maß der Dinge, über Gestaltung als gesellschaftliche Praxis – und über die Notwendigkeit, Design neu zu denken: als Werkzeug für Gerechtigkeit, nicht für Anpassung.
Design als strategischer Erfolgsfaktor – zwischen Anspruch und Realität
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Wirtschaft
Im Anschluss an die Präsentation der Studie Design in Business des German Design Council diskutieren Irmgard Hesse, Stephan Ott und Prof. Philipp Thesen über die strategische Rolle von Design in Unternehmen: Wie lässt sich der konkrete Beitrag von Design zur Wertschöpfung sichtbar machen? Welche strukturellen Bedingungen braucht es, damit Design sein Potenzial entfalten kann? Und wie gelingt es, Designkompetenz als Führungsressource im Unternehmen zu verankern?
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Slot:
- Break
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Slot:
- Break
17:30 bis 18:00 Uhr Abendpause
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
Marke ist Haltung – Verantwortung schafft Resilienz
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Branding
Marken können in Zukunft nur dann erfolgreich bleiben, wenn das zugehörige Unternehmen nachweislich Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeitenden übernimmt. In volatilen Zeiten braucht es mehr denn je starke, glaubwürdige Marken. Studien belegen: Von Marken wird zunehmend nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische und soziale Verantwortung erwartet. Mehr Schein als Sein funktioniert nicht mehr: Verantwortung zu übernehmen ist kein »grünes Deckmäntelchen«, sondern Notwendigkeit. Doch wie lassen sich Marken mit den ESG-Kriterien in Einklang bringen? Wie Botschaften konsistent übermitteln? Wie mit den sich ändernden Ansprüchen und Werten von Kunden und Kundinnen Schritt halten? Marken gelten dann als authentisch, wenn ihr Handeln mit dem übereinstimmt, was sie nach außen kommunizieren. Pinkwashing und Greenwashing sind unbedingt zu vermeiden: Es gilt, Aktivitäten und Botschaften zu finden, die aus der Marken-DNA kommen und diese konsequent in Handlungen umsetzen. Brand Performance gewinnt durch Verantwortung: Ein aktives Engagement für gesellschaftliche Belange kann die Reputation und Resilienz einer Marke erheblich verbessern. Marken, die führend in ökologischen Initiativen sind oder soziale Projekte unterstützen, werden oft als Vorreiter in ihrer Branche wahrgenommen und erlangen eine differenzierte Positionierung im Markt. Verantwortung und Markenerfolg gehen Hand in Hand.
Gestaltung braucht Verantwortung – Wie Nachhaltigkeit zum Gestaltungsprinzip werden kann
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Mode
- Slot:
- Mode & Material
Sabine Resch spricht mit Anna Karsch, der Co-Gründerin Münchner Mode-Labels akjumii, darüber, wie zeitgenössische Kleidung heute gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Sie erläutern, was das modulare Modesystem, mit dem akjumii agiert, mit der vielbeschworenen Nachhaltigkeit zu tun hat und welchen Zugang Akjumii dazu findet. Wie verändert sich vestimentäre Kuration im Zusammenspiel von Modemarkt und öffentlicher Wahrnehmung? Welche Rolle spielt stilistische Substanz in einer Zeit, die auf turbokapitalistische Schnelligkeit und virale Looks ausgerichtet ist?
Kann man Wahrheit gestalten? Nachhaltigkeit in der Markenstrategie
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Branding
Branding ist mehr als schönes Design – es ist ein klares Bekenntnis zur eigenen Identität. Starke Marken entstehen von innen heraus: Erst wenn Haltung zu Handeln wird, kann Gestaltung ihre volle Wirkung entfalten. Eine aktuelle Studie zur Nachhaltigkeit in der Markenführung im Mittelstand (2024) zeigt deutlich: Viele Unternehmen inszenieren Werte, die intern nicht konsequent gelebt werden. Das untergräbt Glaubwürdigkeit und Vertrauen – bei Kunden ebenso wie bei Mitarbeitenden. Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird gezeigt, wie Brand Strategy nicht nur visuelle Bilder erzeugt, sondern innere Überzeugungen sichtbar machen kann. Im Zentrum steht die Frage: Wie gelingt Konsistenz zwischen Auftritt und Verhalten – und warum entscheidet genau diese über den langfristigen Erfolg einer Marke? Marken, die ihre Werte ehrlich gestalten, entfalten eine starke Anziehungskraft.
Wen ziehen wir eigentlich an – und wer bleibt außen vor?
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Reihe:
- Design & Mode
- Slot:
- Mode & Material
Design beeinflusst, wer gesehen wird – und wer nicht. Wer mitgedacht wird – und wer draußen bleibt.
Gestaltung ist längst nicht mehr nur Ausdruck von Stil oder Funktion – sie übernimmt, ob gewollt oder nicht, gesellschaftliche Verantwortung. Immer stärker prägt auch die Haltung der Gestaltenden das, was möglich wird – und das, was übersehen bleibt. Doch wer wird überhaupt adressiert? Wer ist gemeint, wenn wir gestalten? Und wer entscheidet das?
In dieser multiperspektivischen Diskussion treffen verschiedene Ansätze aufeinander: Modejournalismus, inklusive und nachhaltige Gestaltung sowie ein systemisch-politisches Designverständnis.
Mit dabei sind Stimmen aus Redaktion und Produktion.
Zwischen Inhalt und Ästhetik, Ethik und Ökonomie entstehen Reibungen – und genau darin liegt das Potenzial dieser Runde.
Das Panel sucht nicht nach Konsens, sondern öffnet den Raum für kritische Auseinandersetzung:
Was bedeutet Relevanz im Design heute wirklich?
Wie lässt sich Verantwortung gestalten, ohne belehrend zu wirken?
Und was braucht es, damit Gestaltung nicht nur sichtbar, sondern wirksam wird?
Ein Gespräch über Gestaltungsmacht – und ihre gesellschaftlichen Konsequenzen.
Branding zwischen Wertschätzung und Wertschöpfung, Greenwashing und Glaubwürdigkeit
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Design & Branding
Glauben wir uns selbst? Und warum? Welches Lösungsmittel kann uns von tradierten Vorstellungen befreien? Bedeutet Gesellschaftsorientierung auch Zukunftsorientierung? Ist Wertschöpfung eine Begleiterscheinung von Wertschätzung? Wie werden Kunden zu Verbündeten? Sind Hierarchien hinderlich? Wovor haben wir Angst?
Circular Affairs – Politik und Design bringen Zirkularität ins Rollen
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Nachhaltigkeit
- Slot:
- Circular Design
Zirkularität braucht mehr als Materialkreisläufe – sie braucht Ideenkreisläufe zwischen Politik und Design. Politik setzt die Leitplanken für Nachhaltigkeit – Design sorgt dafür, dass diese nicht als Bremse, sondern als Hebel für Innovation erlebt werden. Denn wenn Kreislaufwirtschaft wirken soll, darf sie nicht nach Bürokratie riechen, sondern nach Zukunft. Gleichzeitig entwickelt Gestaltung oft schneller neue Lösungen, als Politik reagieren kann – höchste Zeit also, die Schleife zu schließen: mit mutiger Politik, die Spielräume schafft, und einem Design, das das Spielfeld mitgestaltet. Die Keynote inspiriert mit Beispielen und einer klaren Botschaft: Die Zukunft ist zirkulär, deswegen kann der Weg dort hin nicht linear sein.
SHIFT happens – Nachhaltige Technologie und eine neue Rechtsform
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Nachhaltigkeit
- Reihe:
- Design & Nachhaltigkeit
- Slot:
- Circular Design
In seinem Vortrag beleuchtet Carsten Waldeck, Gründer von Fairphone, wie technologische Innovationen und unternehmerische Verantwortung im Einklang mit Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit gestaltet werden können. Am Beispiel von Fairphone, einem der weltweit ersten nachhaltigen Smartphones, zeigt Waldeck, dass technologische Produkte nicht nur umweltfreundlich, sondern auch sozial fair und ethisch produziert werden können. Der Vortrag geht über die technische Ebene hinaus und thematisiert die grundlegende Frage, wie Unternehmen als Akteure des Wandels agieren können. Waldeck stellt eine neue Rechtsform vor, die soziale und ökologische Verantwortung fest in der Unternehmensstruktur verankert. Damit präsentiert er ein Modell für eine zukunftsorientierte Wirtschaft, in der nachhaltiges Design und verantwortungsvolles Handeln untrennbar miteinander verbunden sind. Der Vortrag richtet sich an Designer:innen, Unternehmer:innen, politische Akteur:innen und alle, die sich für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft interessieren. Er zeigt auf, wie der SHIFT zu einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Technologie gelingen kann – durch innovative Ideen, ethisches Unternehmertum und eine klare rechtliche Verankerung von Verantwortung.
Leadership by Design – Führung neu denken
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Leadership & Design
In Zeiten von Unsicherheit und rasanten Veränderungen braucht es mehr denn je Führung, die positiven Impact, Innovation und Resilienz vereint. Während Führungskräfte mit Stress, dem Druck rund um KI und dem Anspruch auf Wachstum ringen, fragen sich viele Mitarbeitende: Wie kann ich gesund leben und arbeiten – und wem kann ich dabei vertrauen? Sie gehen, wenn es an Mut und Mitgefühl fehlt. Kann KI helfen, eine neue, menschlichere Art von Leadership zu entfalten? Müssen wir Arbeit und Erfolg nicht grundlegend neu denken? Dieser Vortrag zeigt praxisnahe Life Hacks für Führungskräfte, um eine gesunde, zukunftsfähige Arbeitswelt zu gestalten – und Organisationen zu neuem Leben zu erwecken.
Mit Unternehmungen nachhaltig gestalten
- Dauer:
- 35 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Wirtschaft
- Reihe:
- Design & Wirtschaft
- Slot:
- Design & Entrepreneurship
ca. 20:15 Uhr Ausklang mit kleiner Zusammenfassung zu den Themen des Tages
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
9:30 Uhr Ankommen, Kaffee & Tee trinken, Platz nehmen
9:45 Uhr Einführung in den Tag
Designoffensive für die Bildung, oder: Das Designtag-Projekt »New Education Circle«
Designoffensive für die Bildung, oder: Das Designtag-Projekt »New Education Circle«
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
Was wäre, wenn Kreativität, Interdisziplinarität und Multikulturalität selbstverständliche Bestandteile unseres Bildungssystems wären? Wenn Toleranz, Flexibilität und Diversität als Lernfelder in unsere Schulen einziehen würden? Wenn sich die Schärfung der Wahrnehmung zum Bildungsangebot für alle Altersgruppen entwickeln würde? Werden Designmethoden und Creative Technologien in künftige Bildungsansätze integriert, kann ein neues, offenes Denken entstehen. Vor diesem Hintergrund hat der Deutsche Designtag die Initiative »New Education Circle« gegründet. Veronika Burian, Dr. Julia Pierzina und Prof. Claudius Lazzeroni werfen mit ihren Vorträgen Schlaglichter auf höchst unterschiedliche Aspekte des Lernens und spielen sich beim abschließenden Bühnengespräch die Bälle zu: Gibt es Gemeinsamkeiten beim Erlernen von Handschriften in unterschiedlichen Kulturen? Was kann Design leisten, um tradierte, einengende und ausgrenzende Haltungen zu öffnen? Ist Improvisation eine Gestaltungsmethode?
Schrift verbindet – Primarium und die Typologie der Handschrift weltweit – Ein internationaler Blick auf Schulschriften, Traditionen und pädagogische Praxis
Schrift verbindet – Primarium und die Typologie der Handschrift weltweit – Ein internationaler Blick auf Schulschriften, Traditionen und pädagogische Praxis
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
Was haben die Formen der Buchstaben in Dänemark mit denen in Indonesien, Kolumbien oder Südafrika gemeinsam? Wo liegen ihre Unterschiede, welche historischen Zusammenhänge bestehen zwischen ihnen und wie unterscheidet sich der Unterricht in den verschiedenen Regionen? Entdecken Sie Primarium, eine bahnbrechende globale Bildungsinitiative von TypeTogether, kombiniert mit Playwrite, einer innovativen variablen Type-Engine. Gemeinsam erforschen und beantworten diese Tools tiefgreifende Fragen zur Entwicklung der lateinischen Schrift und zu den Unterrichtsmethoden für Grundschulkinder. Primarium erstreckt sich über fünf Kontinente und analysiert Methoden in etwa einem Viertel der Welt. Dabei deckt es regionale Nuancen im Handschrifterziehung auf und zeigt, wie kulturelle Vorlieben und Traditionen die Art und Weise prägen, wie wir das Schreiben lehren. Aber dies ist mehr als nur Forschung. Playwrite unterstützt Pädagog:innen und Designer:innen mit maßgeschneiderten Schriftarten für Grundschulen, die auf die einzigartigen Handschriftstile und pädagogischen Bedürfnisse von über 40 Ländern zugeschnitten sind. Diese Ressource – die erste ihrer Art – ist frei zugänglich und soll der Typografie- und Bildungsgemeinschaft jetzt und in Zukunft dienen. Primarium ist ein gesellschaftliches Gut, das als Katalysator für den multikulturellen Austausch dient, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen kulturellen und sprachlichen Landschaften fördert und die globalen Bildungserfahrungen bereichert.
Studie: Wie Jugendliche über Geschlecht denken
Studie: Wie Jugendliche über Geschlecht denken
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
Mit welchen Geschlechtervorstellungen wachsen junge Menschen heute auf? Welche Rollen schreiben sie Frauen, Männern und Menschen jenseits dieser zwei Kategorien zu – und was bedeutet das für gesellschaftliche Gestaltung im Kontext Schule? Die Interventionsdesignerin Dr. Julia Pierzina gibt Einblicke in ihre aktuelle Studie zum Genderverständnis von Jugendlichen. Ihre Erkenntnisse zeigen: Design muss eingreifen, um tradierte und einengende Haltungen zu überschreiten.
DRAMATURGIE des ZWISCHENRAUMES – Dynamische Notationsysteme in improvisatorischen Kontexten
DRAMATURGIE des ZWISCHENRAUMES – Dynamische Notationsysteme in improvisatorischen Kontexten
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
»Improvisation ist (…) eine Kernkompetenz für gestaltende Personen«, sagt Claudius Lazzeroni, Professor für Interfacedesign an der Folkwang Universität der Künste, denn Improvisation fördert nicht nur kollaboratives Handeln, sondern öffnet zugleich den Raum für Interaktionen, in denen sich gerade auch Interdisziplinarität und Intermedialität in besonderer Weise entfalten können. Um multimediale Werkzeuge mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten systematisch als Kommunikationsinstrumente einsetzen zu können, bedarf es eines grundlegenden Verständnisses über menschliche Wahrnehmungsformen in den durch den Fortschritt veränderten Umgebungen. Wir befinden uns auf dem Weg zu einer neuen Grundlehre, die Wahrnehmungslehre sein muss, in ständiger Reflexion über die entsprechende Reizform einer neuen Technologie. Diese Werkzeuge sollen helfen ein idiosynkratisches Vokabular zu entwickeln um Aspekte wie Gesten, Energiefluss, Transparenz, Raumorientierung, Klangerlebnis etc. notieren zu können. Ziel ist es, daraus generative Notationssysteme für Interpretation, Improvisation oder andere interdisziplinäre Aufführungspraktiken zu erstellen. Uns liegt daran, Chancen und Perspektiven von generativen Notationssystemen auszuloten und für unterschiedliche Bereiche in der Lehre weiterzuentwickeln.
11:00 bis 12:00 Uhr Von der Wertegemeinschaft zur Wertstiftung der Designwirtschaft (presented by DDC)
11:00 bis 12:00 Uhr Von der Wertegemeinschaft zur Wertstiftung der Designwirtschaft (presented by DDC)
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Reihe:
- Workshops
- Slot:
- Workshop - Wertegemeinschaft Design
Welche Relevanz hat gute Gestaltung hinsichtlich aktueller Herausforderungen der Kreativwirtschaft, und wie definiert sich »gut« überhaupt? Diese Fragestellung ist die Grundlage für den DDC Workshop auf der DIVE'25-Konferenz. Wir starten mit einem Impulsvortrag und erarbeiten anschließend in Teams Antworten auf vertiefende Fragestellungen:- Wie stellt sich die aktuelle Wertegemeinschaft der Gestalterinnen und Gestalter intern in Unternehmen oder als externe Designstudios und Agenturen dar? - Welche Fähigkeiten und Stärken können wir als Gestalterinnen und Gestalter im kollaborativen und interdisziplinären Designprozess einbringen, die zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen? - Wir wollen gemeinsam Kriterien entwickeln, die Designschaffende, Wirtschaftsvertreter und Politiker befähigen - kreative Arbeit zu beurteilen - die Relevanz im partizipativen Gestaltungsansatz zu erkennen - Potenziale der Kreativwirtschaft zu erkennen und zu leben - ... um zukünftige Narrative für den (Mehr)Wert in Bezug auf Unternehmen, Marken, Menschen und Gesellschaft abzuleitenWir knüpfen mit diesem Workshop an vorangegangene DDC Salons zur Wertegemeinschaft und Designwirtschaft an, um - weitere Insights der Kreativwirtschaft aufzunehmen - das Stimmungsbild auf alle Teilbranchen der Designwirtschaft – besonders Digital (UX/UI), Service Design, Game Design, Fashion zu erweitern - eine demografische Repräsentation sicherzustellen - den Impact und die Relevanz aller Kreativ-Schaffenden sichtbar zu machen. Die Erkenntnisse aus diesem Workshop werden im DDC Salon München × mcbw »Ursache und Wirkung von Design im interdisziplinären Kontext« am nächsten Tag, also am Sonntag den 11. Mai 2025, um 9:00 Uhr in der Palaishalle des Hotels Bayerischer Hof vorgestellt und weiter diskutiert.
Das Bild im öffentlichen Diskurs (presented by Illustratoren Organisation)
Das Bild im öffentlichen Diskurs (presented by Illustratoren Organisation)
- Dauer:
- 55 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Das Bild im öffentlichen Diskurs
Bilder sind in den Medien omnipräsent – ihre Wirkkraft ist essentieller Faktor der Aufmerksamkeitsökonomie. Die in Bildern kommunizierten Narrative und Botschaften prägen den öffentlichen Diskurs und die politische Willensbildung der demokratischen Gesellschaft. Wir beleuchten die Frage, wie Bildgestalter:innen und Medien dieser Verantwortung begegnen
Let's talk: Designoffensive für die Bildung
Let's talk: Designoffensive für die Bildung
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
Vertiefung, Erweiterung, Übertragung der vorher gehörten Beiträge. Welche kulturellen Vorlieben gibt es beim Erlernen von Handschriften? Wieviel Flexibilität braucht ein Stil? Woran erkennen wir Prozesse, in die wir Gestalterinnen und Gestalter uns einmischen müssen und die bisher noch nicht als Gestaltungsfeld wahrgenommen wurden? Beschreibt ein Zwischenraum eine Distanz oder einen Spielraum? Kann sich ein Zwischenraum bewegen? Wie klingt er dann? Soll ich aufs Ausmessen pfeifen?
Designing Design Education – Impulse für ein neues Curriculum
Designing Design Education – Impulse für ein neues Curriculum
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung
- Reihe:
- Design & Bildung
- Slot:
- Designausbildung
Von 2016 bis 2021 hat die iF Design Foundation eine internationale Forschungsstudie durchgeführt. An dieser Studie nahmen 250 Personen weltweit teil: Wir wollten von ihnen wissen: – Wie sieht die Zukunft des Designs aus? - Sind die Studierenden durch ihr aktuelles Studium darauf vorbereitet? – Und wenn nicht, was muss sich für die Zukunft der Designlehre ändern? Die Studie förderte drei zentrale Erkenntnisse zutage: 1. Die Designausbildung muss sich radikal ändern. Was wir jetzt haben, ist zu wenig, passt nicht, ist nicht richtig. 2. Das haben alle gesagt. Alle sind sich einig. 3. Nirgends passiert es. Wir sehen niemanden, der das anpackt. Als Konsequenz haben wir von 2022 bis 2025 gemeinsam mit der Neuen Sammlung München ein neues Forschungsprojekt aufgesetzt: In einer Abfolge von 6 Symposien versammeln, erforschen und diskutieren wir, welche Erfahrungen und Erkenntnisse weltweit zur Verfügung stehen, um die Designausbildung ganz konkret zu verändern. Wir konzentrieren uns auf Inhalte, die auf dem neuesten Stand der Forschung sind und sich bereits in der Lehrpraxis bewährt haben – aber in der Designlehre noch nicht etabliert sind. So möchte die iF Design Foundation einen pragmatischen Beitrag dazu leisten, damit alle, die die Designausbildung verändern möchten, sofort damit beginnen können.
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
A graphic is never an end in itself; it is a moment in the process of decision making
A graphic is never an end in itself; it is a moment in the process of decision making
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Slot:
- Infografik und Desinformation
»A graphic is never an end in itself; it is a moment in the process of decision making« (Jacques Bertin)Die Informationsgrafik ist ein Präzisionshandwerk. Von der Aufbereitung der Inhalte bis zur visuellen Übersetzung werden visuelle Beziehungen laufend geschaffen und in Frage gestellt. Die systematische Veranschaulichung deckt Schwachstellen auf und überprüft Zusammenhänge – sei dies in der Aufbereitung oder in der Zusammenführung von Daten, Berechnungsmethoden, Quellen, Modellen und Begrifflichkeiten. Sie ist somit auch ein einzigartiges Arbeitswerkzeug im Denk- und Entwicklungsprozess. Je präziser die Vorarbeit geleistet wird, desto kraftvoller kann sich ihre Wirkung entfalten. Entscheidungen benötigen Zeit und Wille, um Inhalte zu durchdringen und um kritisch in den Dialog zu treten, mit Auftraggebern, sich selber und der Umwelt.Die Informationsgrafik pointiert präziser als Texte und Beschriebe. Im besten Fall führt sie alles zusammen und schafft ein neues lesbares System. Das macht sie machtvoll, aber auch zu einer anspruchsvollen Disziplin, die ein hohes Mass an Professionalität und Verantwortungsbewusstsein voraussetzt.
Design Policy at the European Level – Insights and Impulses (in English)
Design Policy at the European Level – Insights and Impulses (in English)
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
How can design policy be conceived and shaped beyond national boundaries? This session focuses on the European dimension of design representation. At the center is the work of the BEDA – the umbrella organization of European design centers and associations, of which the Deutscher Designtag is a member. Christina Melander, President of BEDA (and CDO at Danish Design Center – also a BEDA member), opens the session with a structural overview: how is BEDA organized, what are its institutional foundations, and what strategic priorities define the current legislative period? In addition, she provides insights from her role as President into overarching policy contexts and internal coordination processes that are rarely discussed publicly – including how design is positioned within European innovation, sustainability, and cultural policy frameworks. Following this, Regina Hanke, BEDA delegate of the Deutscher Designtag, presents the idea of a Living Design Policy Framework – a conceptual structure that connects political, economic, and societal approaches toward a forward-looking design policy. The framework offers orientation for implementing design strategies at national and regional levels and also serves as a thematic foundation for further contributions in the program. After these two concise inputs, Christina Melander and Regina Hanke enter into a shared dialogue. In conversation, they explore the issues raised in greater depth, address current challenges and developments, and offer differing perspectives on the future of design policy at the European level. The session provides insights into institutional processes, strategic debates, and evolving directions in European design policy – and invites reflection on how design can be effective on a transnational scale.
Wenn Bilder lügen – Infografik als Werkzeug der Desinformation
Wenn Bilder lügen – Infografik als Werkzeug der Desinformation
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Slot:
- Infografik und Desinformation
Infografiken finden zunehmend Verwendung in der politischen Kommunikation, doch auch Medien, Unternehmen und Privatpersonen nutzen sie verstärkt auf Social Media. Leider sind viele dieser Grafiken oft manipulativ, bedürfen einer ausführlichen Erklärung und tragen nicht wirklich zur Klarheit in der Kommunikation bei. Jan Schwochow teilt seine persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema und beleuchtet die Herausforderungen, die damit verbunden sind.
Design Policy für Frankfurt RheinMain / Einführung (presented by WDC 2026)
Design Policy für Frankfurt RheinMain (in English – presented by WDC 2026)
Design Policy für Frankfurt RheinMain (in English – presented by WDC 2026)
Let's talk: Mittel – Zweck – Verantwortung, oder: Was Design möglich macht
Let's talk: Mittel – Zweck – Verantwortung, oder: Was Design möglich macht
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Ob zur Aufklärung oder zur Täuschung, zur Markenbildung oder Manipulation – Design ist nie neutral. Es strukturiert Information, erzeugt Vertrauen, transportiert Haltung und beeinflusst Entscheidungen.
Gestaltung als Regierungshandeln? Design Policy als gemeinsame Aufgabe von Politik und Design – presented by WDC 2026 (Arbeitstitel)
Gestaltung als Regierungshandeln? Design Policy als gemeinsame Aufgabe von Politik und Design – presented by WDC 2026 (Arbeitstitel)
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design Policy
((LIVING PROGRAMME! Arbeitsfassung Abstract – wird noch bearbeitet)) Politik und Gestaltung verfolgen oft ähnliche Ziele: Sie wollen Zukunft möglich machen. Doch wie gelingt es, dass sie tatsächlich gemeinsam agieren – jenseits von Symbolik oder Projektlogik?In seinem Impuls beleuchtet der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Sven T. Siefken die strukturellen Voraussetzungen und Potenziale einer zeitgemäßen Design Policy – und zeigt auf, welche Rolle Designer:innen spielen können, wenn es darum geht, politische Ziele wirksam mitzugestalten. Wie funktioniert Interessenvertretung im politischen System? Was braucht es, damit die Sprache der Gestaltung anschlussfähig wird für Verwaltung, Parlament und politische Steuerung? Und wie können Designakteure zu langfristigen Partnern demokratischer Entwicklung werden?Ein pointierter Beitrag zur Zukunft politischer Repräsentation – und zur Frage, was Gestaltung zum guten Regieren beitragen kann.
Design Policy für Deutschland – presented by WDC 2026
Gesellschaft gestalten: Engagement in Zeiten des Wandels
Gesellschaft gestalten: Engagement in Zeiten des Wandels
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
Wie gelingt gesellschaftlicher Wandel inmitten multipler Krisen? In ihrer Keynote spricht Klimaaktivistin und Autorin Luisa Neubauer über die Kraft zivilgesellschaftlichen Engagements, die Bedeutung von Beteiligung und Bildung – und die Rolle von Gestaltung als verbindende, aktivierende Ressource. Anhand persönlicher Erfahrungen aus der Fridays-for-Future-Bewegung beleuchtet sie, wie neue Allianzen zwischen Bürger:innen, Politik, und Wirtschaft entstehen können – und was es braucht, um echte Transformation in Gang zu setzen.
How to design a vibrant community – Impulse aus dem mcbw-Partnernetzwerk
14:30 bis 15:20 Uhr Roundtable Design Policy (mit Pausenimbiss) – presented by WDC 2026 und Deutscher Designtag
14:30 bis 15:20 Uhr Roundtable Design Policy (mit Pausenimbiss) – presented by WDC 2026 und Deutscher Designtag
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Roundtable
Impulse für eine gestaltungsorientierte Politikentwicklung Mit diesem Roundtable wird die Wiederaufnahme und Weiterentwicklung des Projekts zur Formulierung einer »Design Policy für Deutschland« initiiert. Ziel ist es, den bereits 2022 vom Deutschen Designtag angestoßenen Prozess konsequent weiterzuführen – nun in Abstimmung und im Austausch mit weiteren Initiativen auf regionaler und europäischer Ebene. Dazu zählen unter anderem das »Living Framework Design Policy« auf europäischer Ebene, vertreten durch Prof. Regina Hanke, sowie das von Dr. Anna Whicher vorgestellte Projekt zur Entwicklung einer »Design Policy für Frankfurt RheinMain«. Während diese Vorhaben jeweils eigene Schwerpunkte und Maßstabsebenen setzen, versteht sich der Roundtable als verbindendes Element, das die verschiedenen Perspektiven und Aktivitäten zusammenführt und auf eine bundesweite Policy-Entwicklung hin ausrichtet. Im Mittelpunkt steht dabei die Weiterbearbeitung des ersten Entwurfs, der unter https://designtag.org/positionen-projekte/vorschlag-einer-design-policy-fuer-deutschland abrufbar ist und bislang vor allem als Beschreibung der Potenziale von Design fungiert. Aufbauend darauf soll im Rahmen eines breiten Dialogs ein konkreter Policy-Prozess gestaltet werden, der sowohl Politik als auch Wirtschaft systematisch einbezieht. Ziel ist es, eine belastbare und konsensfähige Empfehlung zu erarbeiten, die in das Regierungshandeln auf Bundesebene einfließen kann. Der Roundtable findet in bewusst kleinem Kreis mit maximal 15 Teilnehmenden statt. Er greift die Erkenntnisse der vorangegangenen Vorträge und Podiumsdiskussionen auf und schafft Raum für einen vertieften Austausch über bereits bestehende Initiativen sowie für die Verknüpfung mit zukünftigen Aktivitäten. Dabei soll ein gemeinsames Verständnis über die nächsten Schritte und das methodische Vorgehen entwickelt werden. Die Ergebnisse dieses Prozesses werden im Herbst 2026 im Rahmen der »Design Policy Konferenz« der World Design City Frankfurt RheinMain präsentiert und dort nochmals öffentlich diskutiert. Abschließend ist geplant, die verabschiedete »Design Policy für Deutschland« im feierlichen Rahmen einer Veranstaltung in der Frankfurter Paulskirche an Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Politik zu übergeben. Der Roundtable markiert damit den Auftakt für einen strukturierten und partizipativen Prozess, an dessen Ende eine gestaltungsorientierte Politikempfehlung steht – als Beitrag zur Innovationsfähigkeit und Zukunftsgestaltung Deutschlands.
Zivilgesellschaft for Future – Vom Ehrenamts-Solo zum bürgerschaftlichen Kollaborationssystem
Zivilgesellschaft for Future – Vom Ehrenamts-Solo zum bürgerschaftlichen Kollaborationssystem
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
Wie gelingt es, breite gesellschaftliche Kreise – insbesondere die Zivilgesellschaft – für eine tiefgreifende, nachhaltige Transformation zu motivieren? Welche Rolle spielen Beteiligung, Bildung und Sichtbarkeit in Zeiten multipler Krisen? Und wie kann Design dabei als verbindende und aktivierende Kraft wirken? • Gesellschaftlicher Wandel durch zivilgesellschaftliches Engagement • Neue Allianzen zwischen Bürger:innen, Design, Politik und Wirtschaft • Vorbilder, Projekte und Strukturen, die partizipative Veränderung ermöglichen • Die Rolle von Kreativität und Gestaltung in demokratischen Prozessen
15:00 bis 15:20 Uhr Nachmittagspause
15:00 bis 15:20 Uhr Nachmittagspause
15:00 bis 15:20 Uhr Nachmittagspause
NO PRODUCT!
NO PRODUCT!
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intervention
NO PRODUCT! – Ein kurzes Plädoyer für eine Gestaltungskultur der Suffizienz, das Entwerfen im kulturellen Bestand und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Innovationsbegriff der Moderne Muss sich unsere Disziplin zwingend der Logik der Wachstumsökonomie unterwerfen, um ernstgenommen zu werden? Hat das Design seine Wurzeln vergessen? Kann es Traditionen einer Disziplin geben, die sich einst aus dem radikalen Bruch mit der Historie definierte? Limitiert sich das Design heute durch das Innovationsdogma der Moderne? Muss Design das eigene Bild in der Öffentlichkeit neu gestalten? Und müssen Designlösungen immer neue Produkte sein?
Gestalten, was bleibt – Zukunftsräume zwischen Politik, Gesellschaft und Design erobern
Gestalten, was bleibt – Zukunftsräume zwischen Politik, Gesellschaft und Design erobern
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Zum Abschluss von DIVE’25 treffen drei Perspektiven aufeinander, die aus ganz unterschiedlichen Kontexten kommen – und doch dieselbe Frage umkreisen: Was kann Design in einer Gesellschaft leisten, die sich tiefgreifend verändern muss? Karin Wolff, ehemalige hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst und eine der zentralen Impulsgeberinnen für die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026, bringt die politische Erfahrung ein, Design als öffentliche Aufgabe zu denken – strategisch, langfristig, wirksam. Prof. Lutz Engelke, Unternehmer, Transformationsgestalter und erfahrener Vermittler zwischen Stadt, Politik und Zivilgesellschaft, fragt: Wie übersetzen wir die Notwendigkeit zur Veränderung in reale, gemeinsame Handlungsräume? Prof. Dr. Sandra Groll, Designforscherin und Theoretikerin, lenkt den Blick auf die gesellschaftlichen Tiefenstrukturen von Gestaltung: auf ihre Möglichkeitsräume, ihre Widersprüche – und ihre systemischen Auswirkungen. Drei kurze Impulse geben den Auftakt, bevor es in ein vertiefendes Gespräch geht: über Gestaltung als politische Sprache, über das Verhältnis von Verantwortung und Wirksamkeit – und über die Frage, wie wir heute denken und handeln müssen, um morgen noch Spielräume zu haben. Kein Rückblick. Keine Bilanz. Sondern ein Gespräch, das den Blick weitet. Für das, was bleibt – und für das, was wir neu gestalten müssen.
Staffelübergabe an die MCBW
Staffelübergabe an die MCBW
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Gemeinsam Grenzen überwinden durch Design: Für den nun zu Ende gehenden ersten Bundeskongress Design DIVE‘25 gilt ein Satz von Otl Aicher in besonderer Weise: »Es gibt nichts Einzelnes, das für sich stünde«. Ein Beispiel: Wir konnten die DIVE‘25 im erweiterten Rahmen der munich creative business week (mcbw) veranstalten. Dafür bedanke ich mich im Namen des Deutschen Designtags herzlich. Wir wünschen der mcbw und ihren vielen weiteren Partnern spannende, inspirierende Tage, ein sich erweiterndes, multiprofessionelles Netzwerk, den lebendigen Austausch als Sprungbrett für sinnstiftendes Zukunftshandeln – »How to design a vibrant community«: https://www.mcbw.de/
ca. 16:30 Uhr Dank und Ausblick
Carl-Orff-Saal
9:30 Uhr Ankommen, Kaffee & Tee trinken, Platz nehmen
09:30 – 09:45
9:45 Uhr Einführung in den Tag
09:45 – 10:00
Designoffensive für die Bildung, oder: Das Designtag-Projekt »New Education Circle«
10:00 – 10:05
Schrift verbindet – Primarium und die Typologie der Handschrift weltweit – Ein internationaler Blick auf Schulschriften, Traditionen und pädagogische Praxis
10:05 – 10:20
Studie: Wie Jugendliche über Geschlecht denken
10:20 – 10:35
DRAMATURGIE des ZWISCHENRAUMES – Dynamische Notationsysteme in improvisatorischen Kontexten
10:35 – 11:00
Let's talk: Designoffensive für die Bildung
11:00 – 11:20
Designing Design Education – Impulse für ein neues Curriculum
11:25 – 11:55
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 – 13:00
A graphic is never an end in itself; it is a moment in the process of decision making
13:00 – 13:20
Wenn Bilder lügen – Infografik als Werkzeug der Desinformation
13:25 – 13:45
Let's talk: Mittel – Zweck – Verantwortung, oder: Was Design möglich macht
13:45 – 14:10
Gesellschaft gestalten: Engagement in Zeiten des Wandels
14:15 – 14:30
Zivilgesellschaft for Future – Vom Ehrenamts-Solo zum bürgerschaftlichen Kollaborationssystem
14:30 – 15:00
15:00 bis 15:20 Uhr Nachmittagspause
15:00 – 15:20
NO PRODUCT!
15:20 – 15:30
Gestalten, was bleibt – Zukunftsräume zwischen Politik, Gesellschaft und Design erobern
15:30 – 16:20
Staffelübergabe an die MCBW
16:25 – 16:30
ca. 16:30 Uhr Dank und Ausblick
16:30 – 17:00
Workshop-Raum
11:00 bis 12:00 Uhr Von der Wertegemeinschaft zur Wertstiftung der Designwirtschaft (presented by DDC)
11:00 – 12:00
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 – 13:00
15:00 bis 15:20 Uhr Nachmittagspause
15:00 – 15:20
Black Box
Das Bild im öffentlichen Diskurs (presented by Illustratoren Organisation)
11:00 – 11:55
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 – 13:00
Design Policy at the European Level – Insights and Impulses (in English)
13:00 – 13:25
Design Policy für Frankfurt RheinMain / Einführung (presented by WDC 2026)
13:30 – 13:35
Design Policy für Frankfurt RheinMain (in English – presented by WDC 2026)
13:35 – 13:45
Design Policy für Frankfurt RheinMain (in English – presented by WDC 2026)
13:45 – 13:50
Gestaltung als Regierungshandeln? Design Policy als gemeinsame Aufgabe von Politik und Design – presented by WDC 2026 (Arbeitstitel)
13:50 – 14:00
Design Policy für Deutschland – presented by WDC 2026
14:00 – 14:20
How to design a vibrant community – Impulse aus dem mcbw-Partnernetzwerk
14:25 – 15:00
15:00 bis 15:20 Uhr Nachmittagspause
15:00 – 15:20
Roundtable
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
12:00 – 13:00
14:30 bis 15:20 Uhr Roundtable Design Policy (mit Pausenimbiss) – presented by WDC 2026 und Deutscher Designtag
14:30 – 15:20
9:30 Uhr Ankommen, Kaffee & Tee trinken, Platz nehmen
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
9:45 Uhr Einführung in den Tag
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Designoffensive für die Bildung, oder: Das Designtag-Projekt »New Education Circle«
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
Was wäre, wenn Kreativität, Interdisziplinarität und Multikulturalität selbstverständliche Bestandteile unseres Bildungssystems wären? Wenn Toleranz, Flexibilität und Diversität als Lernfelder in unsere Schulen einziehen würden? Wenn sich die Schärfung der Wahrnehmung zum Bildungsangebot für alle Altersgruppen entwickeln würde? Werden Designmethoden und Creative Technologien in künftige Bildungsansätze integriert, kann ein neues, offenes Denken entstehen. Vor diesem Hintergrund hat der Deutsche Designtag die Initiative »New Education Circle« gegründet. Veronika Burian, Dr. Julia Pierzina und Prof. Claudius Lazzeroni werfen mit ihren Vorträgen Schlaglichter auf höchst unterschiedliche Aspekte des Lernens und spielen sich beim abschließenden Bühnengespräch die Bälle zu: Gibt es Gemeinsamkeiten beim Erlernen von Handschriften in unterschiedlichen Kulturen? Was kann Design leisten, um tradierte, einengende und ausgrenzende Haltungen zu öffnen? Ist Improvisation eine Gestaltungsmethode?
Schrift verbindet – Primarium und die Typologie der Handschrift weltweit – Ein internationaler Blick auf Schulschriften, Traditionen und pädagogische Praxis
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
Was haben die Formen der Buchstaben in Dänemark mit denen in Indonesien, Kolumbien oder Südafrika gemeinsam? Wo liegen ihre Unterschiede, welche historischen Zusammenhänge bestehen zwischen ihnen und wie unterscheidet sich der Unterricht in den verschiedenen Regionen? Entdecken Sie Primarium, eine bahnbrechende globale Bildungsinitiative von TypeTogether, kombiniert mit Playwrite, einer innovativen variablen Type-Engine. Gemeinsam erforschen und beantworten diese Tools tiefgreifende Fragen zur Entwicklung der lateinischen Schrift und zu den Unterrichtsmethoden für Grundschulkinder. Primarium erstreckt sich über fünf Kontinente und analysiert Methoden in etwa einem Viertel der Welt. Dabei deckt es regionale Nuancen im Handschrifterziehung auf und zeigt, wie kulturelle Vorlieben und Traditionen die Art und Weise prägen, wie wir das Schreiben lehren. Aber dies ist mehr als nur Forschung. Playwrite unterstützt Pädagog:innen und Designer:innen mit maßgeschneiderten Schriftarten für Grundschulen, die auf die einzigartigen Handschriftstile und pädagogischen Bedürfnisse von über 40 Ländern zugeschnitten sind. Diese Ressource – die erste ihrer Art – ist frei zugänglich und soll der Typografie- und Bildungsgemeinschaft jetzt und in Zukunft dienen. Primarium ist ein gesellschaftliches Gut, das als Katalysator für den multikulturellen Austausch dient, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen kulturellen und sprachlichen Landschaften fördert und die globalen Bildungserfahrungen bereichert.
Studie: Wie Jugendliche über Geschlecht denken
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
Mit welchen Geschlechtervorstellungen wachsen junge Menschen heute auf? Welche Rollen schreiben sie Frauen, Männern und Menschen jenseits dieser zwei Kategorien zu – und was bedeutet das für gesellschaftliche Gestaltung im Kontext Schule? Die Interventionsdesignerin Dr. Julia Pierzina gibt Einblicke in ihre aktuelle Studie zum Genderverständnis von Jugendlichen. Ihre Erkenntnisse zeigen: Design muss eingreifen, um tradierte und einengende Haltungen zu überschreiten.
DRAMATURGIE des ZWISCHENRAUMES – Dynamische Notationsysteme in improvisatorischen Kontexten
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
»Improvisation ist (…) eine Kernkompetenz für gestaltende Personen«, sagt Claudius Lazzeroni, Professor für Interfacedesign an der Folkwang Universität der Künste, denn Improvisation fördert nicht nur kollaboratives Handeln, sondern öffnet zugleich den Raum für Interaktionen, in denen sich gerade auch Interdisziplinarität und Intermedialität in besonderer Weise entfalten können. Um multimediale Werkzeuge mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten systematisch als Kommunikationsinstrumente einsetzen zu können, bedarf es eines grundlegenden Verständnisses über menschliche Wahrnehmungsformen in den durch den Fortschritt veränderten Umgebungen. Wir befinden uns auf dem Weg zu einer neuen Grundlehre, die Wahrnehmungslehre sein muss, in ständiger Reflexion über die entsprechende Reizform einer neuen Technologie. Diese Werkzeuge sollen helfen ein idiosynkratisches Vokabular zu entwickeln um Aspekte wie Gesten, Energiefluss, Transparenz, Raumorientierung, Klangerlebnis etc. notieren zu können. Ziel ist es, daraus generative Notationssysteme für Interpretation, Improvisation oder andere interdisziplinäre Aufführungspraktiken zu erstellen. Uns liegt daran, Chancen und Perspektiven von generativen Notationssystemen auszuloten und für unterschiedliche Bereiche in der Lehre weiterzuentwickeln.
11:00 bis 12:00 Uhr Von der Wertegemeinschaft zur Wertstiftung der Designwirtschaft (presented by DDC)
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Reihe:
- Workshops
- Slot:
- Workshop - Wertegemeinschaft Design
Welche Relevanz hat gute Gestaltung hinsichtlich aktueller Herausforderungen der Kreativwirtschaft, und wie definiert sich »gut« überhaupt? Diese Fragestellung ist die Grundlage für den DDC Workshop auf der DIVE'25-Konferenz. Wir starten mit einem Impulsvortrag und erarbeiten anschließend in Teams Antworten auf vertiefende Fragestellungen:- Wie stellt sich die aktuelle Wertegemeinschaft der Gestalterinnen und Gestalter intern in Unternehmen oder als externe Designstudios und Agenturen dar? - Welche Fähigkeiten und Stärken können wir als Gestalterinnen und Gestalter im kollaborativen und interdisziplinären Designprozess einbringen, die zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen? - Wir wollen gemeinsam Kriterien entwickeln, die Designschaffende, Wirtschaftsvertreter und Politiker befähigen - kreative Arbeit zu beurteilen - die Relevanz im partizipativen Gestaltungsansatz zu erkennen - Potenziale der Kreativwirtschaft zu erkennen und zu leben - ... um zukünftige Narrative für den (Mehr)Wert in Bezug auf Unternehmen, Marken, Menschen und Gesellschaft abzuleitenWir knüpfen mit diesem Workshop an vorangegangene DDC Salons zur Wertegemeinschaft und Designwirtschaft an, um - weitere Insights der Kreativwirtschaft aufzunehmen - das Stimmungsbild auf alle Teilbranchen der Designwirtschaft – besonders Digital (UX/UI), Service Design, Game Design, Fashion zu erweitern - eine demografische Repräsentation sicherzustellen - den Impact und die Relevanz aller Kreativ-Schaffenden sichtbar zu machen. Die Erkenntnisse aus diesem Workshop werden im DDC Salon München × mcbw »Ursache und Wirkung von Design im interdisziplinären Kontext« am nächsten Tag, also am Sonntag den 11. Mai 2025, um 9:00 Uhr in der Palaishalle des Hotels Bayerischer Hof vorgestellt und weiter diskutiert.
Das Bild im öffentlichen Diskurs (presented by Illustratoren Organisation)
- Dauer:
- 55 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Das Bild im öffentlichen Diskurs
Bilder sind in den Medien omnipräsent – ihre Wirkkraft ist essentieller Faktor der Aufmerksamkeitsökonomie. Die in Bildern kommunizierten Narrative und Botschaften prägen den öffentlichen Diskurs und die politische Willensbildung der demokratischen Gesellschaft. Wir beleuchten die Frage, wie Bildgestalter:innen und Medien dieser Verantwortung begegnen
Let's talk: Designoffensive für die Bildung
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
Vertiefung, Erweiterung, Übertragung der vorher gehörten Beiträge. Welche kulturellen Vorlieben gibt es beim Erlernen von Handschriften? Wieviel Flexibilität braucht ein Stil? Woran erkennen wir Prozesse, in die wir Gestalterinnen und Gestalter uns einmischen müssen und die bisher noch nicht als Gestaltungsfeld wahrgenommen wurden? Beschreibt ein Zwischenraum eine Distanz oder einen Spielraum? Kann sich ein Zwischenraum bewegen? Wie klingt er dann? Soll ich aufs Ausmessen pfeifen?
Designing Design Education – Impulse für ein neues Curriculum
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung
- Reihe:
- Design & Bildung
- Slot:
- Designausbildung
Von 2016 bis 2021 hat die iF Design Foundation eine internationale Forschungsstudie durchgeführt. An dieser Studie nahmen 250 Personen weltweit teil: Wir wollten von ihnen wissen: – Wie sieht die Zukunft des Designs aus? - Sind die Studierenden durch ihr aktuelles Studium darauf vorbereitet? – Und wenn nicht, was muss sich für die Zukunft der Designlehre ändern? Die Studie förderte drei zentrale Erkenntnisse zutage: 1. Die Designausbildung muss sich radikal ändern. Was wir jetzt haben, ist zu wenig, passt nicht, ist nicht richtig. 2. Das haben alle gesagt. Alle sind sich einig. 3. Nirgends passiert es. Wir sehen niemanden, der das anpackt. Als Konsequenz haben wir von 2022 bis 2025 gemeinsam mit der Neuen Sammlung München ein neues Forschungsprojekt aufgesetzt: In einer Abfolge von 6 Symposien versammeln, erforschen und diskutieren wir, welche Erfahrungen und Erkenntnisse weltweit zur Verfügung stehen, um die Designausbildung ganz konkret zu verändern. Wir konzentrieren uns auf Inhalte, die auf dem neuesten Stand der Forschung sind und sich bereits in der Lehrpraxis bewährt haben – aber in der Designlehre noch nicht etabliert sind. So möchte die iF Design Foundation einen pragmatischen Beitrag dazu leisten, damit alle, die die Designausbildung verändern möchten, sofort damit beginnen können.
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Slot:
- Break
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Slot:
- Break
A graphic is never an end in itself; it is a moment in the process of decision making
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Slot:
- Infografik und Desinformation
»A graphic is never an end in itself; it is a moment in the process of decision making« (Jacques Bertin)Die Informationsgrafik ist ein Präzisionshandwerk. Von der Aufbereitung der Inhalte bis zur visuellen Übersetzung werden visuelle Beziehungen laufend geschaffen und in Frage gestellt. Die systematische Veranschaulichung deckt Schwachstellen auf und überprüft Zusammenhänge – sei dies in der Aufbereitung oder in der Zusammenführung von Daten, Berechnungsmethoden, Quellen, Modellen und Begrifflichkeiten. Sie ist somit auch ein einzigartiges Arbeitswerkzeug im Denk- und Entwicklungsprozess. Je präziser die Vorarbeit geleistet wird, desto kraftvoller kann sich ihre Wirkung entfalten. Entscheidungen benötigen Zeit und Wille, um Inhalte zu durchdringen und um kritisch in den Dialog zu treten, mit Auftraggebern, sich selber und der Umwelt.Die Informationsgrafik pointiert präziser als Texte und Beschriebe. Im besten Fall führt sie alles zusammen und schafft ein neues lesbares System. Das macht sie machtvoll, aber auch zu einer anspruchsvollen Disziplin, die ein hohes Mass an Professionalität und Verantwortungsbewusstsein voraussetzt.
Design Policy at the European Level – Insights and Impulses (in English)
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
How can design policy be conceived and shaped beyond national boundaries? This session focuses on the European dimension of design representation. At the center is the work of the BEDA – the umbrella organization of European design centers and associations, of which the Deutscher Designtag is a member. Christina Melander, President of BEDA (and CDO at Danish Design Center – also a BEDA member), opens the session with a structural overview: how is BEDA organized, what are its institutional foundations, and what strategic priorities define the current legislative period? In addition, she provides insights from her role as President into overarching policy contexts and internal coordination processes that are rarely discussed publicly – including how design is positioned within European innovation, sustainability, and cultural policy frameworks. Following this, Regina Hanke, BEDA delegate of the Deutscher Designtag, presents the idea of a Living Design Policy Framework – a conceptual structure that connects political, economic, and societal approaches toward a forward-looking design policy. The framework offers orientation for implementing design strategies at national and regional levels and also serves as a thematic foundation for further contributions in the program. After these two concise inputs, Christina Melander and Regina Hanke enter into a shared dialogue. In conversation, they explore the issues raised in greater depth, address current challenges and developments, and offer differing perspectives on the future of design policy at the European level. The session provides insights into institutional processes, strategic debates, and evolving directions in European design policy – and invites reflection on how design can be effective on a transnational scale.
Wenn Bilder lügen – Infografik als Werkzeug der Desinformation
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Slot:
- Infografik und Desinformation
Infografiken finden zunehmend Verwendung in der politischen Kommunikation, doch auch Medien, Unternehmen und Privatpersonen nutzen sie verstärkt auf Social Media. Leider sind viele dieser Grafiken oft manipulativ, bedürfen einer ausführlichen Erklärung und tragen nicht wirklich zur Klarheit in der Kommunikation bei. Jan Schwochow teilt seine persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema und beleuchtet die Herausforderungen, die damit verbunden sind.
Design Policy für Frankfurt RheinMain / Einführung (presented by WDC 2026)
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design Policy
Design Policy für Frankfurt RheinMain (in English – presented by WDC 2026)
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design Policy
Design Policy für Frankfurt RheinMain (in English – presented by WDC 2026)
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design Policy
Let's talk: Mittel – Zweck – Verantwortung, oder: Was Design möglich macht
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Ob zur Aufklärung oder zur Täuschung, zur Markenbildung oder Manipulation – Design ist nie neutral. Es strukturiert Information, erzeugt Vertrauen, transportiert Haltung und beeinflusst Entscheidungen.
Gestaltung als Regierungshandeln? Design Policy als gemeinsame Aufgabe von Politik und Design – presented by WDC 2026 (Arbeitstitel)
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design Policy
((LIVING PROGRAMME! Arbeitsfassung Abstract – wird noch bearbeitet)) Politik und Gestaltung verfolgen oft ähnliche Ziele: Sie wollen Zukunft möglich machen. Doch wie gelingt es, dass sie tatsächlich gemeinsam agieren – jenseits von Symbolik oder Projektlogik?In seinem Impuls beleuchtet der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Sven T. Siefken die strukturellen Voraussetzungen und Potenziale einer zeitgemäßen Design Policy – und zeigt auf, welche Rolle Designer:innen spielen können, wenn es darum geht, politische Ziele wirksam mitzugestalten. Wie funktioniert Interessenvertretung im politischen System? Was braucht es, damit die Sprache der Gestaltung anschlussfähig wird für Verwaltung, Parlament und politische Steuerung? Und wie können Designakteure zu langfristigen Partnern demokratischer Entwicklung werden?Ein pointierter Beitrag zur Zukunft politischer Repräsentation – und zur Frage, was Gestaltung zum guten Regieren beitragen kann.
Design Policy für Deutschland – presented by WDC 2026
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design Policy
Gesellschaft gestalten: Engagement in Zeiten des Wandels
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
Wie gelingt gesellschaftlicher Wandel inmitten multipler Krisen? In ihrer Keynote spricht Klimaaktivistin und Autorin Luisa Neubauer über die Kraft zivilgesellschaftlichen Engagements, die Bedeutung von Beteiligung und Bildung – und die Rolle von Gestaltung als verbindende, aktivierende Ressource. Anhand persönlicher Erfahrungen aus der Fridays-for-Future-Bewegung beleuchtet sie, wie neue Allianzen zwischen Bürger:innen, Politik, und Wirtschaft entstehen können – und was es braucht, um echte Transformation in Gang zu setzen.
How to design a vibrant community – Impulse aus dem mcbw-Partnernetzwerk
- Dauer:
- 35 Minuten
- Ort:
- Black Box
14:30 bis 15:20 Uhr Roundtable Design Policy (mit Pausenimbiss) – presented by WDC 2026 und Deutscher Designtag
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Roundtable
Impulse für eine gestaltungsorientierte Politikentwicklung Mit diesem Roundtable wird die Wiederaufnahme und Weiterentwicklung des Projekts zur Formulierung einer »Design Policy für Deutschland« initiiert. Ziel ist es, den bereits 2022 vom Deutschen Designtag angestoßenen Prozess konsequent weiterzuführen – nun in Abstimmung und im Austausch mit weiteren Initiativen auf regionaler und europäischer Ebene. Dazu zählen unter anderem das »Living Framework Design Policy« auf europäischer Ebene, vertreten durch Prof. Regina Hanke, sowie das von Dr. Anna Whicher vorgestellte Projekt zur Entwicklung einer »Design Policy für Frankfurt RheinMain«. Während diese Vorhaben jeweils eigene Schwerpunkte und Maßstabsebenen setzen, versteht sich der Roundtable als verbindendes Element, das die verschiedenen Perspektiven und Aktivitäten zusammenführt und auf eine bundesweite Policy-Entwicklung hin ausrichtet. Im Mittelpunkt steht dabei die Weiterbearbeitung des ersten Entwurfs, der unter https://designtag.org/positionen-projekte/vorschlag-einer-design-policy-fuer-deutschland abrufbar ist und bislang vor allem als Beschreibung der Potenziale von Design fungiert. Aufbauend darauf soll im Rahmen eines breiten Dialogs ein konkreter Policy-Prozess gestaltet werden, der sowohl Politik als auch Wirtschaft systematisch einbezieht. Ziel ist es, eine belastbare und konsensfähige Empfehlung zu erarbeiten, die in das Regierungshandeln auf Bundesebene einfließen kann. Der Roundtable findet in bewusst kleinem Kreis mit maximal 15 Teilnehmenden statt. Er greift die Erkenntnisse der vorangegangenen Vorträge und Podiumsdiskussionen auf und schafft Raum für einen vertieften Austausch über bereits bestehende Initiativen sowie für die Verknüpfung mit zukünftigen Aktivitäten. Dabei soll ein gemeinsames Verständnis über die nächsten Schritte und das methodische Vorgehen entwickelt werden. Die Ergebnisse dieses Prozesses werden im Herbst 2026 im Rahmen der »Design Policy Konferenz« der World Design City Frankfurt RheinMain präsentiert und dort nochmals öffentlich diskutiert. Abschließend ist geplant, die verabschiedete »Design Policy für Deutschland« im feierlichen Rahmen einer Veranstaltung in der Frankfurter Paulskirche an Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Politik zu übergeben. Der Roundtable markiert damit den Auftakt für einen strukturierten und partizipativen Prozess, an dessen Ende eine gestaltungsorientierte Politikempfehlung steht – als Beitrag zur Innovationsfähigkeit und Zukunftsgestaltung Deutschlands.
Zivilgesellschaft for Future – Vom Ehrenamts-Solo zum bürgerschaftlichen Kollaborationssystem
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
Wie gelingt es, breite gesellschaftliche Kreise – insbesondere die Zivilgesellschaft – für eine tiefgreifende, nachhaltige Transformation zu motivieren? Welche Rolle spielen Beteiligung, Bildung und Sichtbarkeit in Zeiten multipler Krisen? Und wie kann Design dabei als verbindende und aktivierende Kraft wirken? • Gesellschaftlicher Wandel durch zivilgesellschaftliches Engagement • Neue Allianzen zwischen Bürger:innen, Design, Politik und Wirtschaft • Vorbilder, Projekte und Strukturen, die partizipative Veränderung ermöglichen • Die Rolle von Kreativität und Gestaltung in demokratischen Prozessen
15:00 bis 15:20 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:20 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:20 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
NO PRODUCT!
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intervention
NO PRODUCT! – Ein kurzes Plädoyer für eine Gestaltungskultur der Suffizienz, das Entwerfen im kulturellen Bestand und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Innovationsbegriff der Moderne Muss sich unsere Disziplin zwingend der Logik der Wachstumsökonomie unterwerfen, um ernstgenommen zu werden? Hat das Design seine Wurzeln vergessen? Kann es Traditionen einer Disziplin geben, die sich einst aus dem radikalen Bruch mit der Historie definierte? Limitiert sich das Design heute durch das Innovationsdogma der Moderne? Muss Design das eigene Bild in der Öffentlichkeit neu gestalten? Und müssen Designlösungen immer neue Produkte sein?
Gestalten, was bleibt – Zukunftsräume zwischen Politik, Gesellschaft und Design erobern
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Zum Abschluss von DIVE’25 treffen drei Perspektiven aufeinander, die aus ganz unterschiedlichen Kontexten kommen – und doch dieselbe Frage umkreisen: Was kann Design in einer Gesellschaft leisten, die sich tiefgreifend verändern muss? Karin Wolff, ehemalige hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst und eine der zentralen Impulsgeberinnen für die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026, bringt die politische Erfahrung ein, Design als öffentliche Aufgabe zu denken – strategisch, langfristig, wirksam. Prof. Lutz Engelke, Unternehmer, Transformationsgestalter und erfahrener Vermittler zwischen Stadt, Politik und Zivilgesellschaft, fragt: Wie übersetzen wir die Notwendigkeit zur Veränderung in reale, gemeinsame Handlungsräume? Prof. Dr. Sandra Groll, Designforscherin und Theoretikerin, lenkt den Blick auf die gesellschaftlichen Tiefenstrukturen von Gestaltung: auf ihre Möglichkeitsräume, ihre Widersprüche – und ihre systemischen Auswirkungen. Drei kurze Impulse geben den Auftakt, bevor es in ein vertiefendes Gespräch geht: über Gestaltung als politische Sprache, über das Verhältnis von Verantwortung und Wirksamkeit – und über die Frage, wie wir heute denken und handeln müssen, um morgen noch Spielräume zu haben. Kein Rückblick. Keine Bilanz. Sondern ein Gespräch, das den Blick weitet. Für das, was bleibt – und für das, was wir neu gestalten müssen.
Staffelübergabe an die MCBW
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Gemeinsam Grenzen überwinden durch Design: Für den nun zu Ende gehenden ersten Bundeskongress Design DIVE‘25 gilt ein Satz von Otl Aicher in besonderer Weise: »Es gibt nichts Einzelnes, das für sich stünde«. Ein Beispiel: Wir konnten die DIVE‘25 im erweiterten Rahmen der munich creative business week (mcbw) veranstalten. Dafür bedanke ich mich im Namen des Deutschen Designtags herzlich. Wir wünschen der mcbw und ihren vielen weiteren Partnern spannende, inspirierende Tage, ein sich erweiterndes, multiprofessionelles Netzwerk, den lebendigen Austausch als Sprungbrett für sinnstiftendes Zukunftshandeln – »How to design a vibrant community«: https://www.mcbw.de/
ca. 16:30 Uhr Dank und Ausblick
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
9:30 Uhr Ankommen, Kaffee & Tee trinken, Platz nehmen
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
9:45 Uhr Einführung in den Tag
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Designoffensive für die Bildung, oder: Das Designtag-Projekt »New Education Circle«
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
Was wäre, wenn Kreativität, Interdisziplinarität und Multikulturalität selbstverständliche Bestandteile unseres Bildungssystems wären? Wenn Toleranz, Flexibilität und Diversität als Lernfelder in unsere Schulen einziehen würden? Wenn sich die Schärfung der Wahrnehmung zum Bildungsangebot für alle Altersgruppen entwickeln würde? Werden Designmethoden und Creative Technologien in künftige Bildungsansätze integriert, kann ein neues, offenes Denken entstehen. Vor diesem Hintergrund hat der Deutsche Designtag die Initiative »New Education Circle« gegründet. Veronika Burian, Dr. Julia Pierzina und Prof. Claudius Lazzeroni werfen mit ihren Vorträgen Schlaglichter auf höchst unterschiedliche Aspekte des Lernens und spielen sich beim abschließenden Bühnengespräch die Bälle zu: Gibt es Gemeinsamkeiten beim Erlernen von Handschriften in unterschiedlichen Kulturen? Was kann Design leisten, um tradierte, einengende und ausgrenzende Haltungen zu öffnen? Ist Improvisation eine Gestaltungsmethode?
Schrift verbindet – Primarium und die Typologie der Handschrift weltweit – Ein internationaler Blick auf Schulschriften, Traditionen und pädagogische Praxis
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
Was haben die Formen der Buchstaben in Dänemark mit denen in Indonesien, Kolumbien oder Südafrika gemeinsam? Wo liegen ihre Unterschiede, welche historischen Zusammenhänge bestehen zwischen ihnen und wie unterscheidet sich der Unterricht in den verschiedenen Regionen? Entdecken Sie Primarium, eine bahnbrechende globale Bildungsinitiative von TypeTogether, kombiniert mit Playwrite, einer innovativen variablen Type-Engine. Gemeinsam erforschen und beantworten diese Tools tiefgreifende Fragen zur Entwicklung der lateinischen Schrift und zu den Unterrichtsmethoden für Grundschulkinder. Primarium erstreckt sich über fünf Kontinente und analysiert Methoden in etwa einem Viertel der Welt. Dabei deckt es regionale Nuancen im Handschrifterziehung auf und zeigt, wie kulturelle Vorlieben und Traditionen die Art und Weise prägen, wie wir das Schreiben lehren. Aber dies ist mehr als nur Forschung. Playwrite unterstützt Pädagog:innen und Designer:innen mit maßgeschneiderten Schriftarten für Grundschulen, die auf die einzigartigen Handschriftstile und pädagogischen Bedürfnisse von über 40 Ländern zugeschnitten sind. Diese Ressource – die erste ihrer Art – ist frei zugänglich und soll der Typografie- und Bildungsgemeinschaft jetzt und in Zukunft dienen. Primarium ist ein gesellschaftliches Gut, das als Katalysator für den multikulturellen Austausch dient, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen kulturellen und sprachlichen Landschaften fördert und die globalen Bildungserfahrungen bereichert.
Studie: Wie Jugendliche über Geschlecht denken
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
Mit welchen Geschlechtervorstellungen wachsen junge Menschen heute auf? Welche Rollen schreiben sie Frauen, Männern und Menschen jenseits dieser zwei Kategorien zu – und was bedeutet das für gesellschaftliche Gestaltung im Kontext Schule? Die Interventionsdesignerin Dr. Julia Pierzina gibt Einblicke in ihre aktuelle Studie zum Genderverständnis von Jugendlichen. Ihre Erkenntnisse zeigen: Design muss eingreifen, um tradierte und einengende Haltungen zu überschreiten.
DRAMATURGIE des ZWISCHENRAUMES – Dynamische Notationsysteme in improvisatorischen Kontexten
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
»Improvisation ist (…) eine Kernkompetenz für gestaltende Personen«, sagt Claudius Lazzeroni, Professor für Interfacedesign an der Folkwang Universität der Künste, denn Improvisation fördert nicht nur kollaboratives Handeln, sondern öffnet zugleich den Raum für Interaktionen, in denen sich gerade auch Interdisziplinarität und Intermedialität in besonderer Weise entfalten können. Um multimediale Werkzeuge mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten systematisch als Kommunikationsinstrumente einsetzen zu können, bedarf es eines grundlegenden Verständnisses über menschliche Wahrnehmungsformen in den durch den Fortschritt veränderten Umgebungen. Wir befinden uns auf dem Weg zu einer neuen Grundlehre, die Wahrnehmungslehre sein muss, in ständiger Reflexion über die entsprechende Reizform einer neuen Technologie. Diese Werkzeuge sollen helfen ein idiosynkratisches Vokabular zu entwickeln um Aspekte wie Gesten, Energiefluss, Transparenz, Raumorientierung, Klangerlebnis etc. notieren zu können. Ziel ist es, daraus generative Notationssysteme für Interpretation, Improvisation oder andere interdisziplinäre Aufführungspraktiken zu erstellen. Uns liegt daran, Chancen und Perspektiven von generativen Notationssystemen auszuloten und für unterschiedliche Bereiche in der Lehre weiterzuentwickeln.
11:00 bis 12:00 Uhr Von der Wertegemeinschaft zur Wertstiftung der Designwirtschaft (presented by DDC)
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Reihe:
- Workshops
- Slot:
- Workshop - Wertegemeinschaft Design
Welche Relevanz hat gute Gestaltung hinsichtlich aktueller Herausforderungen der Kreativwirtschaft, und wie definiert sich »gut« überhaupt? Diese Fragestellung ist die Grundlage für den DDC Workshop auf der DIVE'25-Konferenz. Wir starten mit einem Impulsvortrag und erarbeiten anschließend in Teams Antworten auf vertiefende Fragestellungen:- Wie stellt sich die aktuelle Wertegemeinschaft der Gestalterinnen und Gestalter intern in Unternehmen oder als externe Designstudios und Agenturen dar? - Welche Fähigkeiten und Stärken können wir als Gestalterinnen und Gestalter im kollaborativen und interdisziplinären Designprozess einbringen, die zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen? - Wir wollen gemeinsam Kriterien entwickeln, die Designschaffende, Wirtschaftsvertreter und Politiker befähigen - kreative Arbeit zu beurteilen - die Relevanz im partizipativen Gestaltungsansatz zu erkennen - Potenziale der Kreativwirtschaft zu erkennen und zu leben - ... um zukünftige Narrative für den (Mehr)Wert in Bezug auf Unternehmen, Marken, Menschen und Gesellschaft abzuleitenWir knüpfen mit diesem Workshop an vorangegangene DDC Salons zur Wertegemeinschaft und Designwirtschaft an, um - weitere Insights der Kreativwirtschaft aufzunehmen - das Stimmungsbild auf alle Teilbranchen der Designwirtschaft – besonders Digital (UX/UI), Service Design, Game Design, Fashion zu erweitern - eine demografische Repräsentation sicherzustellen - den Impact und die Relevanz aller Kreativ-Schaffenden sichtbar zu machen. Die Erkenntnisse aus diesem Workshop werden im DDC Salon München × mcbw »Ursache und Wirkung von Design im interdisziplinären Kontext« am nächsten Tag, also am Sonntag den 11. Mai 2025, um 9:00 Uhr in der Palaishalle des Hotels Bayerischer Hof vorgestellt und weiter diskutiert.
Das Bild im öffentlichen Diskurs (presented by Illustratoren Organisation)
- Dauer:
- 55 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Das Bild im öffentlichen Diskurs
Bilder sind in den Medien omnipräsent – ihre Wirkkraft ist essentieller Faktor der Aufmerksamkeitsökonomie. Die in Bildern kommunizierten Narrative und Botschaften prägen den öffentlichen Diskurs und die politische Willensbildung der demokratischen Gesellschaft. Wir beleuchten die Frage, wie Bildgestalter:innen und Medien dieser Verantwortung begegnen
Let's talk: Designoffensive für die Bildung
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung,Design für Geschlechtergerechtitgkeit
- Reihe:
- Design & Bildung,Design & Geschlechtergerechtigkeit
- Slot:
- Designoffensive für die Bildung
Vertiefung, Erweiterung, Übertragung der vorher gehörten Beiträge. Welche kulturellen Vorlieben gibt es beim Erlernen von Handschriften? Wieviel Flexibilität braucht ein Stil? Woran erkennen wir Prozesse, in die wir Gestalterinnen und Gestalter uns einmischen müssen und die bisher noch nicht als Gestaltungsfeld wahrgenommen wurden? Beschreibt ein Zwischenraum eine Distanz oder einen Spielraum? Kann sich ein Zwischenraum bewegen? Wie klingt er dann? Soll ich aufs Ausmessen pfeifen?
Designing Design Education – Impulse für ein neues Curriculum
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für Bildung
- Reihe:
- Design & Bildung
- Slot:
- Designausbildung
Von 2016 bis 2021 hat die iF Design Foundation eine internationale Forschungsstudie durchgeführt. An dieser Studie nahmen 250 Personen weltweit teil: Wir wollten von ihnen wissen: – Wie sieht die Zukunft des Designs aus? - Sind die Studierenden durch ihr aktuelles Studium darauf vorbereitet? – Und wenn nicht, was muss sich für die Zukunft der Designlehre ändern? Die Studie förderte drei zentrale Erkenntnisse zutage: 1. Die Designausbildung muss sich radikal ändern. Was wir jetzt haben, ist zu wenig, passt nicht, ist nicht richtig. 2. Das haben alle gesagt. Alle sind sich einig. 3. Nirgends passiert es. Wir sehen niemanden, der das anpackt. Als Konsequenz haben wir von 2022 bis 2025 gemeinsam mit der Neuen Sammlung München ein neues Forschungsprojekt aufgesetzt: In einer Abfolge von 6 Symposien versammeln, erforschen und diskutieren wir, welche Erfahrungen und Erkenntnisse weltweit zur Verfügung stehen, um die Designausbildung ganz konkret zu verändern. Wir konzentrieren uns auf Inhalte, die auf dem neuesten Stand der Forschung sind und sich bereits in der Lehrpraxis bewährt haben – aber in der Designlehre noch nicht etabliert sind. So möchte die iF Design Foundation einen pragmatischen Beitrag dazu leisten, damit alle, die die Designausbildung verändern möchten, sofort damit beginnen können.
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Roundtable
- Slot:
- Break
12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause
- Dauer:
- 60 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Slot:
- Break
A graphic is never an end in itself; it is a moment in the process of decision making
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Slot:
- Infografik und Desinformation
»A graphic is never an end in itself; it is a moment in the process of decision making« (Jacques Bertin)Die Informationsgrafik ist ein Präzisionshandwerk. Von der Aufbereitung der Inhalte bis zur visuellen Übersetzung werden visuelle Beziehungen laufend geschaffen und in Frage gestellt. Die systematische Veranschaulichung deckt Schwachstellen auf und überprüft Zusammenhänge – sei dies in der Aufbereitung oder in der Zusammenführung von Daten, Berechnungsmethoden, Quellen, Modellen und Begrifflichkeiten. Sie ist somit auch ein einzigartiges Arbeitswerkzeug im Denk- und Entwicklungsprozess. Je präziser die Vorarbeit geleistet wird, desto kraftvoller kann sich ihre Wirkung entfalten. Entscheidungen benötigen Zeit und Wille, um Inhalte zu durchdringen und um kritisch in den Dialog zu treten, mit Auftraggebern, sich selber und der Umwelt.Die Informationsgrafik pointiert präziser als Texte und Beschriebe. Im besten Fall führt sie alles zusammen und schafft ein neues lesbares System. Das macht sie machtvoll, aber auch zu einer anspruchsvollen Disziplin, die ein hohes Mass an Professionalität und Verantwortungsbewusstsein voraussetzt.
Design Policy at the European Level – Insights and Impulses (in English)
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Black Box
How can design policy be conceived and shaped beyond national boundaries? This session focuses on the European dimension of design representation. At the center is the work of the BEDA – the umbrella organization of European design centers and associations, of which the Deutscher Designtag is a member. Christina Melander, President of BEDA (and CDO at Danish Design Center – also a BEDA member), opens the session with a structural overview: how is BEDA organized, what are its institutional foundations, and what strategic priorities define the current legislative period? In addition, she provides insights from her role as President into overarching policy contexts and internal coordination processes that are rarely discussed publicly – including how design is positioned within European innovation, sustainability, and cultural policy frameworks. Following this, Regina Hanke, BEDA delegate of the Deutscher Designtag, presents the idea of a Living Design Policy Framework – a conceptual structure that connects political, economic, and societal approaches toward a forward-looking design policy. The framework offers orientation for implementing design strategies at national and regional levels and also serves as a thematic foundation for further contributions in the program. After these two concise inputs, Christina Melander and Regina Hanke enter into a shared dialogue. In conversation, they explore the issues raised in greater depth, address current challenges and developments, and offer differing perspectives on the future of design policy at the European level. The session provides insights into institutional processes, strategic debates, and evolving directions in European design policy – and invites reflection on how design can be effective on a transnational scale.
Wenn Bilder lügen – Infografik als Werkzeug der Desinformation
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Thema:
- Design für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts
- Slot:
- Infografik und Desinformation
Infografiken finden zunehmend Verwendung in der politischen Kommunikation, doch auch Medien, Unternehmen und Privatpersonen nutzen sie verstärkt auf Social Media. Leider sind viele dieser Grafiken oft manipulativ, bedürfen einer ausführlichen Erklärung und tragen nicht wirklich zur Klarheit in der Kommunikation bei. Jan Schwochow teilt seine persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema und beleuchtet die Herausforderungen, die damit verbunden sind.
Design Policy für Frankfurt RheinMain / Einführung (presented by WDC 2026)
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design Policy
Design Policy für Frankfurt RheinMain (in English – presented by WDC 2026)
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design Policy
Design Policy für Frankfurt RheinMain (in English – presented by WDC 2026)
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design Policy
Let's talk: Mittel – Zweck – Verantwortung, oder: Was Design möglich macht
- Dauer:
- 25 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Ob zur Aufklärung oder zur Täuschung, zur Markenbildung oder Manipulation – Design ist nie neutral. Es strukturiert Information, erzeugt Vertrauen, transportiert Haltung und beeinflusst Entscheidungen.
Gestaltung als Regierungshandeln? Design Policy als gemeinsame Aufgabe von Politik und Design – presented by WDC 2026 (Arbeitstitel)
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design Policy
((LIVING PROGRAMME! Arbeitsfassung Abstract – wird noch bearbeitet)) Politik und Gestaltung verfolgen oft ähnliche Ziele: Sie wollen Zukunft möglich machen. Doch wie gelingt es, dass sie tatsächlich gemeinsam agieren – jenseits von Symbolik oder Projektlogik?In seinem Impuls beleuchtet der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Sven T. Siefken die strukturellen Voraussetzungen und Potenziale einer zeitgemäßen Design Policy – und zeigt auf, welche Rolle Designer:innen spielen können, wenn es darum geht, politische Ziele wirksam mitzugestalten. Wie funktioniert Interessenvertretung im politischen System? Was braucht es, damit die Sprache der Gestaltung anschlussfähig wird für Verwaltung, Parlament und politische Steuerung? Und wie können Designakteure zu langfristigen Partnern demokratischer Entwicklung werden?Ein pointierter Beitrag zur Zukunft politischer Repräsentation – und zur Frage, was Gestaltung zum guten Regieren beitragen kann.
Design Policy für Deutschland – presented by WDC 2026
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Reihe:
- Design & Gesellschaft
- Slot:
- Design Policy
Gesellschaft gestalten: Engagement in Zeiten des Wandels
- Dauer:
- 15 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
Wie gelingt gesellschaftlicher Wandel inmitten multipler Krisen? In ihrer Keynote spricht Klimaaktivistin und Autorin Luisa Neubauer über die Kraft zivilgesellschaftlichen Engagements, die Bedeutung von Beteiligung und Bildung – und die Rolle von Gestaltung als verbindende, aktivierende Ressource. Anhand persönlicher Erfahrungen aus der Fridays-for-Future-Bewegung beleuchtet sie, wie neue Allianzen zwischen Bürger:innen, Politik, und Wirtschaft entstehen können – und was es braucht, um echte Transformation in Gang zu setzen.
How to design a vibrant community – Impulse aus dem mcbw-Partnernetzwerk
- Dauer:
- 35 Minuten
- Ort:
- Black Box
14:30 bis 15:20 Uhr Roundtable Design Policy (mit Pausenimbiss) – presented by WDC 2026 und Deutscher Designtag
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Roundtable
Impulse für eine gestaltungsorientierte Politikentwicklung Mit diesem Roundtable wird die Wiederaufnahme und Weiterentwicklung des Projekts zur Formulierung einer »Design Policy für Deutschland« initiiert. Ziel ist es, den bereits 2022 vom Deutschen Designtag angestoßenen Prozess konsequent weiterzuführen – nun in Abstimmung und im Austausch mit weiteren Initiativen auf regionaler und europäischer Ebene. Dazu zählen unter anderem das »Living Framework Design Policy« auf europäischer Ebene, vertreten durch Prof. Regina Hanke, sowie das von Dr. Anna Whicher vorgestellte Projekt zur Entwicklung einer »Design Policy für Frankfurt RheinMain«. Während diese Vorhaben jeweils eigene Schwerpunkte und Maßstabsebenen setzen, versteht sich der Roundtable als verbindendes Element, das die verschiedenen Perspektiven und Aktivitäten zusammenführt und auf eine bundesweite Policy-Entwicklung hin ausrichtet. Im Mittelpunkt steht dabei die Weiterbearbeitung des ersten Entwurfs, der unter https://designtag.org/positionen-projekte/vorschlag-einer-design-policy-fuer-deutschland abrufbar ist und bislang vor allem als Beschreibung der Potenziale von Design fungiert. Aufbauend darauf soll im Rahmen eines breiten Dialogs ein konkreter Policy-Prozess gestaltet werden, der sowohl Politik als auch Wirtschaft systematisch einbezieht. Ziel ist es, eine belastbare und konsensfähige Empfehlung zu erarbeiten, die in das Regierungshandeln auf Bundesebene einfließen kann. Der Roundtable findet in bewusst kleinem Kreis mit maximal 15 Teilnehmenden statt. Er greift die Erkenntnisse der vorangegangenen Vorträge und Podiumsdiskussionen auf und schafft Raum für einen vertieften Austausch über bereits bestehende Initiativen sowie für die Verknüpfung mit zukünftigen Aktivitäten. Dabei soll ein gemeinsames Verständnis über die nächsten Schritte und das methodische Vorgehen entwickelt werden. Die Ergebnisse dieses Prozesses werden im Herbst 2026 im Rahmen der »Design Policy Konferenz« der World Design City Frankfurt RheinMain präsentiert und dort nochmals öffentlich diskutiert. Abschließend ist geplant, die verabschiedete »Design Policy für Deutschland« im feierlichen Rahmen einer Veranstaltung in der Frankfurter Paulskirche an Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Politik zu übergeben. Der Roundtable markiert damit den Auftakt für einen strukturierten und partizipativen Prozess, an dessen Ende eine gestaltungsorientierte Politikempfehlung steht – als Beitrag zur Innovationsfähigkeit und Zukunftsgestaltung Deutschlands.
Zivilgesellschaft for Future – Vom Ehrenamts-Solo zum bürgerschaftlichen Kollaborationssystem
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
Wie gelingt es, breite gesellschaftliche Kreise – insbesondere die Zivilgesellschaft – für eine tiefgreifende, nachhaltige Transformation zu motivieren? Welche Rolle spielen Beteiligung, Bildung und Sichtbarkeit in Zeiten multipler Krisen? Und wie kann Design dabei als verbindende und aktivierende Kraft wirken? • Gesellschaftlicher Wandel durch zivilgesellschaftliches Engagement • Neue Allianzen zwischen Bürger:innen, Design, Politik und Wirtschaft • Vorbilder, Projekte und Strukturen, die partizipative Veränderung ermöglichen • Die Rolle von Kreativität und Gestaltung in demokratischen Prozessen
15:00 bis 15:20 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Black Box
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:20 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Workshop-Raum
- Slot:
- Break
15:00 bis 15:20 Uhr Nachmittagspause
- Dauer:
- 20 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Break
NO PRODUCT!
- Dauer:
- 10 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
- Slot:
- Intervention
NO PRODUCT! – Ein kurzes Plädoyer für eine Gestaltungskultur der Suffizienz, das Entwerfen im kulturellen Bestand und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Innovationsbegriff der Moderne Muss sich unsere Disziplin zwingend der Logik der Wachstumsökonomie unterwerfen, um ernstgenommen zu werden? Hat das Design seine Wurzeln vergessen? Kann es Traditionen einer Disziplin geben, die sich einst aus dem radikalen Bruch mit der Historie definierte? Limitiert sich das Design heute durch das Innovationsdogma der Moderne? Muss Design das eigene Bild in der Öffentlichkeit neu gestalten? Und müssen Designlösungen immer neue Produkte sein?
Gestalten, was bleibt – Zukunftsräume zwischen Politik, Gesellschaft und Design erobern
- Dauer:
- 50 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Zum Abschluss von DIVE’25 treffen drei Perspektiven aufeinander, die aus ganz unterschiedlichen Kontexten kommen – und doch dieselbe Frage umkreisen: Was kann Design in einer Gesellschaft leisten, die sich tiefgreifend verändern muss? Karin Wolff, ehemalige hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst und eine der zentralen Impulsgeberinnen für die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026, bringt die politische Erfahrung ein, Design als öffentliche Aufgabe zu denken – strategisch, langfristig, wirksam. Prof. Lutz Engelke, Unternehmer, Transformationsgestalter und erfahrener Vermittler zwischen Stadt, Politik und Zivilgesellschaft, fragt: Wie übersetzen wir die Notwendigkeit zur Veränderung in reale, gemeinsame Handlungsräume? Prof. Dr. Sandra Groll, Designforscherin und Theoretikerin, lenkt den Blick auf die gesellschaftlichen Tiefenstrukturen von Gestaltung: auf ihre Möglichkeitsräume, ihre Widersprüche – und ihre systemischen Auswirkungen. Drei kurze Impulse geben den Auftakt, bevor es in ein vertiefendes Gespräch geht: über Gestaltung als politische Sprache, über das Verhältnis von Verantwortung und Wirksamkeit – und über die Frage, wie wir heute denken und handeln müssen, um morgen noch Spielräume zu haben. Kein Rückblick. Keine Bilanz. Sondern ein Gespräch, das den Blick weitet. Für das, was bleibt – und für das, was wir neu gestalten müssen.
Staffelübergabe an die MCBW
- Dauer:
- 5 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal
Gemeinsam Grenzen überwinden durch Design: Für den nun zu Ende gehenden ersten Bundeskongress Design DIVE‘25 gilt ein Satz von Otl Aicher in besonderer Weise: »Es gibt nichts Einzelnes, das für sich stünde«. Ein Beispiel: Wir konnten die DIVE‘25 im erweiterten Rahmen der munich creative business week (mcbw) veranstalten. Dafür bedanke ich mich im Namen des Deutschen Designtags herzlich. Wir wünschen der mcbw und ihren vielen weiteren Partnern spannende, inspirierende Tage, ein sich erweiterndes, multiprofessionelles Netzwerk, den lebendigen Austausch als Sprungbrett für sinnstiftendes Zukunftshandeln – »How to design a vibrant community«: https://www.mcbw.de/
ca. 16:30 Uhr Dank und Ausblick
- Dauer:
- 30 Minuten
- Ort:
- Carl-Orff-Saal